Aufruf der Stiftung ethecon zum Boykott des BP-Konzerns

Millionen und Millionen Liter von Öl sind in den Golf von Mexiko geflossen. Auch wenn das Leck gestopft sein mag - die größte Öl-Katastrophe in Geschichte der Menschheit dauert an.

Zudem wurden auf der explodierten Bohrinsel elf Menschen getötet, nur weil Sicherheitsvorkehrungen „eingespart“ und Alarmsignale auf Anweisung „von oben“ ausgeschaltet wurden.

Eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten ist von Menschen zu verantworten. Genauer: Von den verantwortlichen Managern des BP-Konzerns, vorneweg Tony Hayward.

Der BP-Konzern beweist immer wieder, dass Mensch und Umwelt nicht zählen, wenn es um Profite geht:

> BP war bis 1997 Mitglied der „Global Climate Coalition“, einer Industrie-Organisation, die gezielt Zweifel über den Klimawandel verbreitet hat.

> Im Zeitraum 1993 - 1995 hat BP in Alaska illegal Gift- und Sondermüll entsorgt. Die zuständige BP-Niederlassung musste $22 Millionen Strafe zahlen.

> Ebenfalls in Alaska kam es 2006 bis 2007 zu mereren verheerenden Umweltkatastrophen im Prudhoe-Bay-Ölfeld.

> Durch eine Fehlfunktion traten von Anfang April bis Mitte Mai 2010 über 530.000 Pfund Chemikalien aus der BP-Raffinerie in Texas City aus und verpesteten die Umgebung.

> 2005 gab es allein bei der Explosion der Raffinerie von Texas City 15 Tote und 180 Verletzte.

> Entlarvend der Bericht der US-amerikanischen Berufssicherheits- und Gesundheitsbehörde OSHA. Danach entfielen allein auf zwei BP-Raffinerien 97 Prozent aller vorsätzlichen Sicherheitsverstöße sämtlicher Raffinerien in den letzten drei Jahren: 829 von 851, mehr als 200 pro Jahr.

> Wegen Manipulation der Preise musste BP bereits Strafen in Millionenhöhe bezahlen.

> Bei der Beteiligung an der Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline kam es zu umfangreichen Menschenrechts-, Umwelt- und Sicherheitsverletzungen.

> Auch wurde bekannt, dass der Konzern von dem Terror-Regime paramilitärischer Gruppen in Kolumbien profitiert.

Weltweite Proteste fordern: Der BP-Konzern muss gestoppt werden! Die Verantwortlichen für die größte Öl-Katastrophe in der Geschichte der Menschheit müssen bestraft werden! Die Tiefseebohrungen müssen sofort gestoppt werden!

Es ist skandalös, dass Tony Hayward als verantwortlicher BP-Vorstand, unbestraft bleibt, während gegen eine friedliche Demonstrantin eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe auf Bewährung verhängt wurde.

Inzwischen wurde Tony Hayward aus der Schusslinie genommen und durch Bob Dudley ersetzt. Diese beiden, das leitende Management und die hinter dem BP-Konzern stehenden Großaktionäre stellen nicht nur eine Gefahr für die Ökologie und die Gesundheit der Menschen dar, sondern auch für die Demokratie und die Menschenrechte. Sie treten Moral und Ethik mit Füßen und nehmen den Untergang des Planeten als „Schwarzer Planet“ für den eigenen Vorteil in Kauf.

Ächten auch Sie BP mit Ihrer Unterschrift und ihrer Protest-eMail an den BP-Vorstand (das geht ganz einfach über unsere vorformulierte Protestmail).

„ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ ruft auf zum Boykott des BP-Konzerns und mög-lichst vieler seiner Tochterunternehmen und Marken wie etwa AMOCO, ARAL, ARCO, BP-Solar, CASTROL, am/pm und WILD BEAN CAFÉ:

> Boykottieren wir BP, bis der Konzern die Katastrophe gestoppt, die Umwelt- und sozialen Schäden beseitigt und die langfristige Verantwortung für alle Folgeschäden übernommen hat!

> Boykottieren wir BP bis die verantwortlichen Manager und die hinter ihnen stehenden großen Kapitalbesitzer bestraft sind und für die von ihnen verursachten Schäden aufkommen!

> Boykottieren wir BP, bis die Tiefseebohrungen eingestellt sind.

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