Kern tritt bei ethecon Tagung auf

Der Rapper Kern steuert zwei Songs zur ethecon Tagung mit Verleihung der beiden internationalen ethecon Preise 2011 am Samstag, 19. November, im Berliner Pfefferwerk bei. Er spendet seine Gage, um so seine Unterstützung für die Ziele von ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie und die ethecon Preise auszudrücken.

„Ich trete auf der ethecon Tagung auf, um Gesicht zu zeigen“, so Kern. „Mir ist es wichtig, dass Menschen mir in die Augen sehen und ich ihr Feuer erkennen kann. Das stärkt meinen Willen und zeigt mir, dass ich nicht alleine bin.“ Kern macht seit 14 Jahren HipHop und bezeichnet sich selbst als „denkender Mensch, der nicht tatenlos dabei zusehen kann, wie wir uns, unseren Planeten und unsere Zukunft vernichten“. Er nutze sein Talent, um Menschen aufzuwecken und ihnen die Folgen unverantwortlichen Handelns vor Augen zu führen. Damit will er Teil einer aktiven Gegenbewegung sein.

Am Samstag, den 19. November findet im Großen Saal des Pfefferwerks, Schönhauser Allee 176 ab 14 Uhr die ethecon Tagung statt. Zugleich werden mit einem Festakt die beiden internationalen ethecon Preise 2011 verliehen. Der ethecon Blue Planet Award (Positiv-Preis) würdigt außerordentlichen Einsatz zum Erhalt und zur Rettung des „Blauen Planeten“ und geht an die US-amerikanische Bürger- und Menschenrechtsaktivistin Angela Davis, die den Preis persönlich in Empfang nehmen wird. Der ethecon Black Planet Award (Schmähpreis) prangert hingegen die Verantwortung für den Ruin und die Zerstörung der Erde hin zu einem „Schwarzen Planeten“ an und geht an Tsunehisa Katsumata, Masataka Shimizu, die GroßaktionärInnen und weitere verantwortliche Manager des TEPCO-Konzern in Japan, die den Preis in Japan im Rahmen einer öffentlichen Aktion überreicht bekommen.

Seine Unterstützung der Ziele von ethecon - „Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung“ (Stiftungsbroschüre ethecon) - demonstriert Kern nicht nur mit dem Verzicht auf eine Gage bei seinen Auftritt im Rahmen der ethecon Tagung in Berlin. Am 15. Oktober erscheint sein neues Album „Zeitlos“. Dort ist der Song „Was ich brauch“ zu finden, in dem ethecon namentlich erwähnt wird.

ethecon ist eine sozial bewegte Stiftung und wurde von Menschen höheren Alters gegründet. Die StifterInnen von ethecon sehen sich in der Verantwortung der älteren Generation, die der jungen Generation die Welt in verheerendem Zustand hinterlässt. Sie wollen mit ethecon den Kindern und Enkeln zur Seite stehen, wenn diese für Umweltschutz, Frieden und Gerechtigkeit kämpfen. „Durch das Engagement von Kern sehen wir uns bestätigt. Unser Konzept geht auf, die Stiftung ethecon erreicht die Jugend“, so Axel Köhler-Schnura, Gründungsstifter und ethecon-Vorstand.

Mit den Positivpreisen hat ethecon in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009) sowie Elias Bierdel/Österreich (2010) ausgezeichnet. Die Schmähpreise gingen bisher an die EigentümerInnen bzw. AktionärInnen und das verantwortliche Management der Konzerne Monsanto/USA (2006), Nestlé/Schweiz (2007), Blackwater (Xe)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009) und BP/Großbritannien (2010).

ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“, die sich mit ihren derzeit 22 StifterInnen und dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“ in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.

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