Die Verleihung des internationalen ethecon Dead Planet Award

Die jeweiligen EmpfängerInnen dieses Preises werden (über die internationalen Medien) informiert, aber aus Gründen der Verachtung ausdrücklich nicht zur Verleihung nach Berlin eingeladen. Stattdessen werden im Rahmen des Festaktes nur ihre Namen bekannt gegeben und die Verleihung des Schmähpreises an sie begründet. Die Gründe, die zu der Entscheidung für den Internationalen ethecon Dead Planet Award (ehemals auch „Black Planet Award“) führten, werden in einem Faktendossier als Broschüre veröffentlicht und in drei Sprachen international verbreitet. In einem ebenfalls mehrsprachig publizierten Offenen Brief werden die PreisträgerInnen öffentlich und international angesprochen.

Von besonderer und eigenständiger Bedeutung innerhalb der Verleihung der beiden
internationalen ethecon Preise sind die in der Regel drei bis acht Monate nach dem öffentlichen Festakt stattfindenden Aktionen zur Übergabe des jeweiligen Internationalen ethecon Dead Planet Award. Diese Übergaben werden in Zusammenarbeit mit NGOs, die sich mit den entsprechenden PreisträgerInnen beschäftigen, dort organisiert, wo die PreisträgerInnen ihren Sitz bzw. ihr Zuhause haben. Die Übergabe des Preises an die PreisträgerInnen selbst findet im Rahmen einer nach Kräften spektakulären öffentlichen Aktion statt. Mit dieser Form wird die relative Eigenständigkeit des Negativpreises gegenüber dem Positivpreis hergestellt und gesichert und zugleich der öffentliche Protest stärker zur Geltung gebracht.

Übergabe des Dead Planet Award 2013 an DEUTSCHE BANK

Übergabe des Dead Planet Award 2012 an Glencore

Übergabe des Dead Planet Award 2011 an TEPCO

Übergabe des Dead Planet Award 2010 an BP

Übergabe des Dead Planet Award 2009 an Formosa Plastic

Übergabe des Dead Planet Award 2008 an Black Water (XE)

Übergabe des Dead Planet Award 2007 an Nestlé

Übergabe des Dead Planet Award 2006 an Monsanto

Zu verschiedenen mit dem Internationalen ethecon Dead Planet Award an den Pranger gestellten Konzernen, ManagerInnen und GroßaktionärInnen führt die Stiftung anhaltend Kampagnen. Es geht dabei darum, die internationale Öffentlichkeit über die von den geschmähten Konzern-VertreterInnen zu verantwortenden Probleme aufzuklären sowie öffentlichen Druck zu erzeugen, um positive Veränderungen durchzusetzen. Es geht beispielsweise um folgende Personen und Konzerne:

* GroßaktionärInnen und leitende ManagerInnen von MONSANTO/USA (Dead PA 2006)

* Großaktionärin Liliane Bettencourt, Vorstandsvorsitzender Peter Brabeck- etmathe und die Großaktionäre des Schweizer Lebensmittelkonzerns NESTLÉ/Schweiz (Dead PA 2007)

* Erik Prince (Inhaber) sowie Gary Jackson, Cofer Black, Chris Taylor, Robert Richter und Brian Bonfiglio (verantwortliche Manager) des Militär-Konzerns BLACKWATER/USA (Dead PA 2008)

* Besitzerfamilie Wang, Geschäftsführer Lee Chih-tsuen und Großaktionäre des Chemie- und Gentechnik-Konzerns FORMOSA PLASTICS/Taiwan (Dead PA 2009)

* Tony Hayward (ehem. CEO), Bob Dudley (CEO), Carl-Henric Svanberg (Chairman) sowie die Großaktionäre des viertgrößten Konzerns der Welt, des Öl- und Energieriesen BP/Großbritannien (Dead PA 2010)

* Tsunehisa Katsumata (Chairman), Masataka Shimizu (ehem. Präsident), Toshio Nishizawa (Präsident) sowie die Großaktionäre des Energiekonzerns TEPCO/ Japan (Dead PA 2011)

* Ivan Glasenberg (CEO), Simon Murray (Chairman), Tony Hayward (Verwaltungsrat)sowie die GroßaktionärInnen des weltgrößten Rohstoff-Multis GLENCORE/ Schweiz (Dead PA 2012)

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