In Indien laufen und liefen einige Gerichtsverfahren wegen der Chemiekatatstrophe von Bhopal. Sowohl gegen den DOW CHEMICAL-Konzern, den heutigen Besitzer der Anlage, wie auch 2013 eines gegen die indische Regierung wegen der Vernachlässigung der vom verseuchten Grundwasser betroffenenen Anwohner angestrengt wurde.
So berichtet Anabel Schnura von der Stiftung ethecon von Richtwerte überschreitenden Bodenproben, die dem Obersten Indischen Gerichtshof vorgelegt werden.

Dem gegenüber steht die aktuelle Nachricht von einer ähnlich fatalen Explosion im chinesischen Frachthafen Tianjin, bei der am vergangenen Mittwochabend hunderte an Tonnen von hochgiftigem Natriumzyanid 560 Meter von bewohntem Gebiet entfernt in die Umgebung ausgestoßen wurde. Hier versucht Greenpeace die ausgestoßenen Gifte zu ermitteln, mit der Hoffnung, Folgen des Industrieunfalls für Gesundheit und Umwelt abzumildern. Die folgenschwere Chemiekatastrophe in Bhopal von 1984, nach der es durch nicht erfolgte Aufräumarbeiten der Verantwortlichen auch in der 3. Generation der Anwohner immer wieder neue Opfer gibt, mahnt.

Druckansicht      zurück nach oben19.08.2015
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