2016-12-05
ethecon Breaking News

Internationaler ethecon Black Planet Award überbracht
Geschmähte von DOW verweigern die Annahme

Topmanager und Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL scheuen den Pranger!
Die Trophäe des Internationalen Black Planet Award 2015 erreichte nach den Aktionen am 01.12. und der Mahnwache am 02.12. in New York auf der Wall Street am 05.12. die Vorstände Andrew Liveris und James Ringler sowie die Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL. Der Werkschutz der Konzernzentrale in Midland hatte die Fotos der Überbringer_innen des bekannten Schmähpreises auf den Handys und verweigerte an sämtlichen Eingängen der Konzernzentrale unter Androhung polizeilicher Maßnahmen den Zugang und die Entgegennahme der Trohphäe.
In Michigan ist es mit dem Versammlungsrecht nicht weit her: Bereits nach einer einzigen Aufforderung das Gelände zu verlassen droht polizeiliche Arrestierung. Die Überbringer_innen des Internationalen ethecon Black Planet Award nebst Urkunde und Offenem Brief für Andrew Liveris, James Ringler und die Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL landeten zwar am 05.12.2016 nicht in der Arrestzelle der örtlichen Polizei, aber sie wurden von einem massiven Security-Aufgebot nicht zum Empfang der Konzernzentrale in Midland/Michigan vorgelassen.
So stellten die Aktivist_innen der Stiftung ethecon gemeinsam mit Vertretern der Internationalen Kampagne für Gerechtigkeit in Bhopal und von Aid India Tropäe, Urkunde und Offenen Brief auf der Wiese vor dem Haupteingang ab. Der Werkschutz war derart verblüfft, dass er nicht eingriff. Die Schmäpreis-Überbringer_innen filmten die Szene und übertrugen sie live nach Bhopal - ein weiterer Beweis für die skandalöse Arroganz der Verantwortliche bei DOW CHEMICAL, die seit 32 Jahren den Hunderttausenden Opfern der weltgrößten Chemiekatastrophe Entschädigung und Wiedergutmachung verweigern. Immerhin traten in einem ihrer indischen Werke auf Grund mangelnder Sicherheit Giftgas aus und tötete Zehntausende und schädigte Hunderttausende gesundheitlich.
Die Verweigerung der Annahme und der Einsatz des Werkschutzes gegen die Überbringer_innen zeigen, die Preisträger_innen sind getroffen und scheuen den Pranger. Anabel Schnura stellt fest: „Mit dem ethecon Negativpreis werden „Personen gebrandmarkt, die im Spannungsfeld Ethik und Ökonomie ethische Prinzipien in herausragender Weise mit Füßen treten und derart den Blauen Planeten in Gefahr bringen. Offenbar hat es die richtigen getroffen.“
Allen Verboten und dem großen Security-Aufgebot zum Trotz führten Anabel Schnura, Sibylle Arians und die anderen ihren Protest vor der Firmenzentrale fort. Ausgerüstet mit einem Megafon verlasen sie den Offenen Brief an die Geschmähten. Dort heißt es u.a.: „Ebenso wenig sieht sich das leitende Management von DOW CHEMICAL verantwortlich für die heute noch akuten Leiden der vietnamesischen Zivilbevölkerung an den Folgen der im Vietnamkrieg versprühten Gifte. DOW CHEMICAL war einer der Konzerne, die das Entlaubungsmittel AGENT ORANGE und das Benzin-Gemisch NAPALM federführend herstellten. Das ausschließlich auf Profit gerichtete Handeln des Chemieunternehmens zieht sich bis in die Gegenwart fort. Das hochgiftige Asbest ist längst weltweit verboten und geächtet. Der US-Konzern DOW CHEMICAL verwendet den Stoff noch immer in der Produktion in Europas größtem Chlorwerk in Stade.“
Vor dem Banner mit dem Schriftzug „Dow Chemical = a Hazard for the Blue Planet“ wurden Original-Proteste zu Gehör gebracht, die am 02.12. zum 32. Jahrestag der Katastrophe bei den großen Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmer_innen in Bhopal großen Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmer_innen in Bhopal aufgezeichnet worden waren. Der Tenor dieser Botschaften lässt sich zusammenfassen in den Forderungen „Justice for Bhopal“ und „Clean up Bhopal now“.
Anabel und Sibylle machen sich auf den Weg nach Texas. Dort stehen viele Produktionsanlagen von DOW CHEMICAL. Sie werden dort mit Unterstützung von Organisationen wie AidIndia, International Justice for Bhopal Now, Texas Environmental Justice Advocacy Service und anderen bei dem einen oder anderem Werk die Botschaft der Verleihung des Internationalen Schgmähpreises an die Vorstände Liveris und Ringler sowie die Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL verkünden.
_______
Die Aktionen verschlingen etwa 15.000 Euro. Da ethecon keine Zuschüsse und Finanzierungen erhält, ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Etwa 5.500 Euro wurden bereits gespendet. Um die Aktionen zur Übergabe wie geplant zu Ende führen können brauchen wir weitere Spenden. Große und kleine. Vielen Dank.

Spenden über

PayPal
www.ethecon.org

Internationales Bankkonto
EthikBank
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE 58 830 944 95 000 30 45 536

_______
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“ und folgt dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“. Die noch junge Stiftung sucht weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitglieder.
Bereits seit 2006 verleiht ethecon jährlich die beiden internationalen Positiv- und Negativ-Preise, den Internationalen ethecon Blue Planet Award für herausragenden Einsatz für Erhalt und Rettung des „Blauen Planeten“ sowie der Internationalen ethecon Black Planet Award für schockierende Verantwortung für Ruin und Zerstörung der Erde. Blue Planet PreisträgerInnen waren ua. Vandana Shiva/Indien, Uri Avnery/Israel, und Jean Ziegler/Schweiz, der Black Planet Award schmähte u.a. bereits Manager und GroßaktionärInnen der Konzerne BP/Großbritannien, TEPCO/Japan und DEUTSCHE BANK/Deutschland und FORMOSA PLASTICS/Taiwan.
_______
ethecon
Stiftung Ethik & Ökonomie
Schweidnitzer Str. 41
D-40231 Düsseldorf
Deutschland
Fon +49 - (0)211 - 26 11 210
eMail aks@ethecon.org
Internet www.ethecon.org

Druckansicht      zurück nach oben
Facebook Twitter YouTube Flickr
Online spenden!