Du findest in dieser eMail info:

1. Aufruf:
PreisträgerInnen gesucht

2. Totale Überwachung:
Hände weg von Alexa & Co.

3. Repression:
Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac

4. Kriegsgefahr:
Münchner SiKo im Rüstungswahn

5. GegenMacht:
Gipfeltreffen der Weltmarktführer

6. Hoffnung:
ethecon Preisträger Jean Ziegler

7. Erfolg:
Stiftung ethecon erstarkt

Newsletter kostenlos abonnieren

 

Guten Tag,
auch, wenn bereits drei Wochen des neuen Jahres vorüber sind, noch die besten Wünsche und vor allem ganz viel Kraft für das vor uns liegende 2018.
Es wird 2018 nicht einfach werden. Die Konzerne und die hinter diesen stehenden ultrareichen GroßaktionärInnen treiben die Welt immer rücksichtsloser an den Abgrund. Konzernwiderstand ist weiter notwendig, notwendiger denn je.
Im Februar findet in München die Münchener Sicherheitskonferenz statt. Ende Januar in Schwäbisch Hall das Gipfeltreffen der Weltmarktführer sowie in Davos/Schweiz das berüchtigte Weltwirtschaftsforum. Diesmal mit Trump.


Es gibt weltweit Bewegung, die sich Kriegstreiberei, Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht gefallen lässt. Die nicht tatenlos bleibt. Es wird zu folgenden Protesten aufgerufen: Gipfeltreffen der Weltmarktverlierer, Frieden statt Aufrüstung und Gegendemo zum Weltwirtschaftsforum. ethecon unterstützt den Widerstand und macht deutlich, dass eine andere Welt möglich ist.
Für ethecon bedeutet 2018 auch: Aktiv wie immer! Möglichst mehr denn je! Im weltweiten Bündnis. Mit Aktionen und den beiden Internatioalen ethecon Awards.
Wenn von Unterstützung des Konzernwiderstands die Rede ist, müssen wir leider auch von Geld sprechen. Wenn wir den Konzernen die Stirn bieten, dann brauchen wir Rückenstärkung durch Fördermitglieder und SpenderInnen, aber auch durch Anspar-Zustiftungen und weitere StifterInnen.
Wir hoffen - gemeinsam mit Dir - auf ein erfolgreiches Jahr 2018! Ein Jahr, in dem das verheerende Unwesen der Konzerne und die barbarische Profitgier der GroßaktionärInnen wenigstens gebremst und etwas zurück gedrängt werden können.
Mit solidarischen Grüßen
Anabel Schnura
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie
www.ethecon.org / info@ethecon.org
Nicht vergessen:
Viele weitere wichtige Informationen und Petitionen gibt es auf unserer Facebook-Kampagnenseite. Solltest du einen eigenen Facebook-Account haben, dann drück doch bitte unbedingt auf unserer Facebook-Seite den-„Gefällt mir“-Button und unterstütze uns als „Fan“. Und empfehle uns bitte weiter!

 
1. Aufruf:
PreisträgerInnen gesucht

Seit 2006 verleiht ethecon jährlich zwei Preise:
Der Internationale ethecon Blue Planet Award ehrt aktiven persönlichen Widerstand gegen den Ruin des Planeten.
Der Internationale ethecon Black Planet Award stellt persönliche Verantwortung für die Zerstörung des Planeten an den Pranger.
Aktuell ist der Call für die Preise 2018 in Arbeit, mit dem weltweit dazu aufgerufen wird, bis spätestens 31.03.2018 Vorschläge für die beiden diesjährigen Preise einzureichen.
Save the Date!
Vorschläge werden nur mit ausführlichen Begründungen und weiteren wichtigen Angaben wirksam. Mehr Infos folgen über den weltweiten Verteiler.
Der Ehrenpreis, der Internationale ethecon Blue Planet Award, besteht aus einem wertvollen Kunstwerk, das die bekannte Düsseldorfer Fotokünstlerin Katharina Mayer für ethecon in Zusammenarbeit mit einer/einem jährlich wechselnden weiteren Künstler/in als Unikat erschafft.
Der Schmähpreis hingegen, der Internationale ethecon Black Planet Award, ist jährlich neu ein einfacher, industriell gefertigter Plastik-Globus, den ein Jugendlicher verfremdet.
Save the Date!
Vorschläge für PreisträgerInnen der beiden ethecon Preise sind bis spätestens zum 31. März 2018 (Poststempel/Eingang eMail) zu senden an:
ethecon
Stiftung Ethik & Ökonomie
Vorstand
Postfach 15 04 35
40081 Düsseldorf
Fax (0049) 211 26 11 220
eMail info@ethecon.org
Mehr Infos folgen am 19. Januar 2018 über den weltweiten Verteiler.

2. Totale Überwachung:
Hände weg von Alexa & Co.

Im Silicon Valley wird viel Gefährliches produziert und in Serie gebracht, es wird ein Etikett »intelligent« oder »smart« auf das Produkt gepappt - und die Märkte spielen verrückt.
Heute trägt man „intelligente“ Uhren und Schuhe, wohnt im „smart home“, lässt sich vom „schlauen“ Kühlschrank zur Käsetheke lotsen und demnächst durchs „selbstfahrende“ Auto überall hin kutschieren, nur nicht zur nächsten Demo.
Wozu länger den eigenen Kopf, Verstand oder Körper gebrauchen, wenn einem Technik alles abnimmt? Und übrigens auch viel Geld, das mit einem Wisch übers Display bei Bill Gates, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos landet.
Das Dumme bei allem ist nur, die Menschheit wird verführt zur totalen Ausbeutung und Überwachung! Beispielsweise von „Echo“ (AMAZON), „Now“ (GOOGLE), „Siri“ (APPLE), „Cortana“ (MICRSOFT) und anderen.
Etwa der AMAZON-Lautsprecher „Alexa“ mit der Software „Echo“: Ein Lautsprecher, der weitaus mehr kann als laut sprechen. Durch den Betrieb dieses Unterhaltungsgeräts mit der interaktiven Kommunikationssoftware „Echo“ drohen „Datenschutzrisiken“, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Alle Sprachbefehle, die ein/e Nutzer/in an den rund um die Uhr aktiven „Alexa“-Lautsprecher richtet, werden bei AMAZON verarbeitet und gespeichert.
Aber nicht genug! AMAZON speichert nicht nur die Sprachbefehle, sondern auch zum Beispiel Einkauflisten, Kalendereinträge oder Musikwünsche. Auch ist „Alexa“ ständig online und hört mit. Laut AMAZON natürlich alles harmlos, man brauche sich keine Sorgen machen. Aber es gehört nicht viel Phantasie dazu, um zu wissen, was das bedeutet. Die künstliche Intelligenz von „Echo“ im Lautsprecher „Alexa“ lernt alles über ihre Nutzer - wirklich alles. Kunden werden so gläsern und bezahlen noch dafür.
Und: Fragen zur Weitergabe von Daten an Dritte seien unklar formuliert, kritisieren die Verbraucherschützer. Wo also all das Wissen über die Menschen landet, liegt vollkommen im Dunklen.
„Alexa“ sieht schick schwarz aus und kann sprechen. Doch das ganze Konzept ist eine Datenschutzhölle. „Echo“ ist eine Wanze, verpackt in „Alexa“. Und AMAZON ist ein gigantischer und unkontrollierbarer Konzern. Ein Internetmonopol. Und mit „Alexa“ nun auch ein profitgetriebener Abhördienst, der uns bis ins Letzte ausspioniert.
Das Gerät dient als intelligenter Assistent wie ein Interface als Zugang zum Internet. Ein Mikrofon lauscht permanent und hört alles, was wir sagen. Die AMAZON-Wanze wird damit sehr weitreichende Rückschlüsse auf fast alles ziehen können, was wir tun.
Mit „Echo“ werden unser Verhalten und unsere Sprache mathematisch ausgewertet, abgebildet und dann mit Datenuniversen auf Datenservern korreliert. Unter dem Vorwand, dass Nutzer per Sprachsteuerung Dinge bei AMAZON bestellen, sich über das Wetter informieren oder das Licht anknipsen können. Dabei lernen die künstlichen neuronalen Netze in der Cloud des Konzerns, wer wir sind und wie wir ticken. Mit „Alexa“ dehnt sich die Totalüberwachung aus dem virtuellen Raum in unsere Wohnung aus. Und sogar in das Innere unserer Persönlichkeit!
Amazon weiß nun, wann wir zuhause sind, ob wir allein sind, ob wir über Merkel lästern, wen wir wählen, ob wir linksradikale Parolen dreschen oder Schlager unter der Dusche singen und welche Vorlieben im Bett haben.
Allein der Zugriff auf unsere Sprachmuster ermöglicht „Alexa“ mit „Echo“ und der ihr zugehörigen monströsen technologischen Infrastruktur, an die sie in tausenden Kilometern Entfernung gekoppelt ist, eine genaue psychologische Profilierung.
Ganze Geschäftszweige haben sich darauf spezialisiert, die wie AMAZON künstliche Intelligenz einsetzen. In den USA existiert mittlerweile über jeden (!) Bürger ein Datendossier mit Psychoprofil, das mit allem, was wir von Verfassungsschutz, CIA und Stasi bisher kennen, nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hat.
CAMBRIDGE ANALYTICA ist eine dieser Firmen, die so etwas verkauft. Und die „Echo“ trainiert mit unseren Sprach- und Verhaltensmustern zur Auswertung unserer Persönlichkeiten.
Und wie es im Kapitalismus so ist: Längst gibt es Konkurrenz für AMAZON. GOOGLE hat mit „Cortana“ und Apple „Siri“. Alarmstufe Rot. Die Konzerne wollen uns total in den Griff zu bekommen.

3. Repression:
Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac

Der Bundesfinanzhof hat am 19. Dezember 2017 entschieden, im Fall der Aberkennung der Gemeinnützigkeit die Revision der Steuerbehörden zuzulassen.
Es geht um Attac. Attac sollte die Gemeinnützigkeit verlieren. Das Hessische Finanzgericht in Frankfurt entschied, dass das nicht geht und ließ auch keine Revision gegen das Urteil zu.
Doch der Bundesfinanzhof in München entschied nun anders: Es gibt doch eine Revision. Attac muss weiter um seine Gemeinnützigkeit kämpfen.
Wer hätte anderes erwartet, wenn die Bundesregierung höchstpersönlich darauf besteht, dass Attac die Gemeinnützigkeit verlieren soll und diesen Gang nach München ausdrücklich angeordnet hat? Es geht hier um nichts anderes als politische Repression. Und das bedroht alle missliebigen gemeinnützigen Organisationen.
Der Rechtsstreit um die Gemeinnützigkeit des globalisierungskritischen Netzwerks Attac geht in eine neue Runde. Wer meinte, das Verfahren sei mit dem Urteil des Hessischen Finanzgerichts in Frankfurt zu Gunsten von Attac zu Ende, musste leider feststellen, dass er - wieder einmal - Illusionen über die unheilvolle repressive Entwicklung hierzulande aufgesessen war. Das Verfahren zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac war von Anfang an politisch bedingt. Es geht ums Prinzip. Ein Sieg von Attac wird nicht geduldet. Selbst, wenn das Hessische Finanzgericht ausdrücklich die Revision des Urteils ausgeschlossen hat.
„Die aufklärerische Bildungsarbeit von Attac, das gesellschaftspolitische Engagement und Handeln des konzern- und globalisierungskritischen Netzwerkes ist den Konzernmächtigen und der herrschenden Politik zunehmend ein Dorn im Auge“, heißt es in einer ethecon Erklärung zu diesem Fall aus dem Juni 2017.
Das wurde nun endgültig deutlich daran, dass das Bundesfinanzministerium unter ausdrücklichem Verweis auf Abstimmung mit der Bundesregierung bereits unmittelbar nach dem positiven Urteil für Attac das Finanzamt Frankfurt angewiesen hatte, Beschwerde über die Nichtzulassung der Revision beim Bundesfinanzhof einzulegen.
Das Hessische Finanzgericht in Frankfurt hatte die Klage des Finanzamts abgewiesen und ausdrücklich festgestellt, dass das Engagement von Attac gemeinnützig sei und unter anderem der Förderung des demokratischen Staatswesens und der politischen Bildung diene. Eine Revision wurde vom Gericht wurde ebenfalls ausdrücklich nicht zugelassen.
Nun hat der Bundesfinanzhof zu Gunsten der Bundesregierung entschieden, dass das Finanzamt Frankfurt nun doch gegen Attac vor den Bundesfinanzhof München ziehen kann. Das wird für Attac langwierig, teuer und existenzbedrohend. So ein Verfahren vor dem Bundesfinanzhof dauert Jahre und kostet sehr viel Geld. Zumal Attac nun bereits seit Jahren keine spendenwirksamen Quittungen mehr ausstellen kann und damit die Attraktivität insbesondere für GroßspenderInnen verloren gegangen ist.
Dem kritischen zivilgesellschaftlichen Engagement von Attac werden damit auch weiterhin Steine in den Weg gelegt. Attac braucht Solidarität. Es bleibt dabei: Attac ist gemeinnützig.
ethecon stellt fest: „Vor diesem Hintergrund wird offenkundig, dass die Finanzbehörden als politische Waffe benutzt werden, um missliebige politische Strömungen und Organisationen mundtot zu machen. Konzernkritik, Proteste gegen Kriegstreiberei, Widerstand gegen Sozialraub – all das soll durch den Entzug der Gemeinnützigkeit diffamiert und behindert werden. ... Der Angriff der Bundesregierung zielt zwar auf Attac, wird aber nach einem juristischen Sieg viele andere Organisationen treffen.“ (ethecon Erklärung)
Dirk Friedrichs von Attac meint: „In einer globalisierten Welt, in der Wirtschaftsinteressen immer mehr Macht über das Leben der Menschen bekommen, sind starke NGOs unabdingbar. Demokratie braucht eine kritische Zivilgesellschaft, die politische Entscheidungsprozesse begleitet und sich einmischt.“

4. Kriegsgefahr:
Münchner SiKo im Rüstungswahn

Ausgerechnet zur Adventszeit legte die „Münchner Sicherheitskonferenz“ (MSC) zusammen mit MCKINSEY im Herbst 2017 ihren „Munich Security Report 2018“ vor. Zur Einstimmung in das alljährliche Treffen von hohen Militärs, Waffenfabrikanten und politischen Kalten Kriegern vom 16. bis 18. Februar 2018 in München. Die Studie verheißt keinen Frieden auf Erden, sondern weiteres Wettrüsten, Kalten Krieg 2.0 und steigende Weltkriegsgefahren.
ethecon ruft dazu auf, die Proteste gegen das Treffen der KriegstreiberInnen in München zu unterstützen.
In einem begleitenden Beitrag in der FAZ, vom 30.11.17, registriert Mitverfasser der Studie und Vorsitzender der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zufrieden „aktuell wieder steigende Verteidigungsbudgets“ in Europa und macht sich Gedanken, wofür die zusätzlichen Gelder „am besten verwendet werden sollten“. Akribisch wird in der MSC-Studie bereits errechnet, dass die Verpflichtung der NATO-Länder, bis zum Jahr 2024 jährlich zwei Prozent ihrer Wirtschaftskraft in die Verteidigungsetats zu stecken, für die europäischen NATO-Länder pro Jahr 114 Milliarden Dollar mehr für Wehr und Militär bedeuten würden. Zusätzlich zu den 242 Milliarden Dollar, die bereits jetzt zur Verfügung stehen, also insgesamt dann 356 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: Russland, „die aktive Bedrohung aus dem Osten“ (US-Außenminister Tillerson), gab 2016 nach SIPRI gerade einmal 67 Milliarden für Waffen und Militär aus. Das ist ein Sechstel alleine des europäischen NATO-Etats.
Auf der SIKO vom 16.-18. Februar 2018 treffen sich im Bayerischen Hof in München Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Militär, Wirtschaft und Rüstungsindustrie, überwiegend aus den NATO-Staaten. Diese Konferenz wird von den Veranstaltern weltweit als Beitrag zur internationalen Sicherheit beworben.
Entgegen ihrer Selbstdarstellung geht es aber nicht um die friedliche Lösung von Konflikten oder um die Sicherheit für die Menschen auf der Welt. Vielmehr ist die SIKO ein Forum zur Rechtfertigung und ständigen Erhöhung der Militanz der NATO. Es geht um Kriegstreiberei, um Steigerung der Rüstungsausgaben und um immer neue Kriegseinsätze. Wenn auf der SIKO über Sicherheit geredet wird, geht es nicht um soziale Sicherheit, sondern um die Sicherung von „Rohstoffen, Märkten und Transportrouten“ für die Konzerne. Letztendlich also um die Sicherheit der Profite.
Dabei wäre die Gewährleistung von ausreichend Nahrung, von Wasser, Wohnraum, Gesundheit, Bildung, Frieden, existenzsichernden Einkommen, Mitbestimmung, Gleichberechtigung und einer intakten Natur das Gebot der Stunde. Soziale Sicherheit für alle Menschen auf dem Globus wäre der richtiger Ansatz, um dem Terrorismus den Boden zu entziehen und um wesentliche Fluchtursachen zu beseitigen.
Den NATO-Strategen auf der SIKO geht es dagegen darum, mit militärischer Stärke durch die Erhöhung der Militärausgaben, Beschaffung neuer Waffensysteme, Killerdrohnen, und der Perfektionierung ihres Atomwaffenarsenals die wirtschaftliche Vormachtstellung des „Westens“ zu sichern. Die NATO ist mit den verbündeten Staaten für zwei Drittel der weltweiten Rüstungsausgaben von jährlich 1.686 Milliarden Euro verantwortlich. Dabei verdienen sich u.a. die Verantwortlichen Konzernchefs und GroßaktionärInnen bei RHEIMETALL, die Preisträger des Internationalen ethecon Black Planet Award 2017 eine goldene Nase.
ethecon unterstützt den Aufruf „FRIEDEN STATT AUFRÜSTUNG NEIN ZUM KRIEG!“ zu den Protesten gegen die Sicherheits-Konferenz. Im Zentrum der Proteste stehen die Ablehnung der militärischen Aufrüstung, die geplante Verdoppelung der Ausgaben für die Bundeswehr und die Aufrüstung und Modernisierung der Atomwaffenarsenale inkl. der in Büchel stationierten US-Atombomben.
Das Aktionsbündnis fordert die friedliche Lösung von Konflikten anstelle von Kriegsvorbereitung und militärischer Drohungen.

5. GegenMacht:
Gipfeltreffen der Weltmarktführer

Vom 30.1.2018 - 1.2.2018 findet in Schwäbisch Hall das sogenannte „Gipfeltreffen der Weltmarktführer“ statt. Es wird organisiert von dem in viele Skandale verwickelten ehm. baden-württembergischen Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP).
Unter den TeilnehmerInnen befindet sich auch der NESTLÉ-Konzern. Die Verantwortlichen und GroßaktionärInnen dieses Konzerns wurden im Jahr 2007 von ethecon mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award an den Pranger gestellt.
Seit mehreren Jahren veranstalten verschiedene Gruppen in Schwäbisch Hall einen „Gegengipfel der Weltmarktverlierer“ mit einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen, bei denen die „Weltmarktführer“ unter die Lupe genommen werden.
ethecon unterstützt diese Aktionen und wird sich entsprechend in Schwäbisch Hall am „Gegengipfel der Weltmarktverlierer“ beteiligen.
Der Gegengipfel befasst sich mit den Verlierern einer asozialen und undemokratischen Wirtschaft. Der gnadenlose Konkurrenzkampf unserer Marktwirtschaft hinterlässt allein in unserem Land 10 Millionen Menschen in Armut, Millionen in Depression. Global ist das System für 800 Millionen Hungernde verantwortlich. Gleichzeitig wird das Klima zerstört, das Reservoir der Rohstoffe verschwendet. Destruktiver Wettbewerb, knallharte Selektion und Profit als Ziel der Wirtschaft. Da ist die Kritik an den dahinterstehenden ProfiteuerInnen, den GroßaktionärInnen und Verantwortlichen in den Konzernen, mehr als überfällig.
Täglich verhungern 60.000 Menschen! „Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet“, so unser ethecon Blue Planet Award Preisträger Jean Ziegler.
2018 nimmt am „Gipfeltreffen der Weltmarktführer“ auch Beatrice Guillaume-Grabisch von NESTLÉ Deutschland teil. Ein passender Anlass für ethecon, Stellung zu beziehen. Unser Internationaler Black Planet Award Preisträger 2007 wird uns in Schwäbisch Hall nicht aus dem Weg gehen können. ethecon AktivistInnen werden vor Ort mit Flyern und Transparenten sein.
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie prangerte mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award 2007 den damaligen Vorstandsvorsitzenden Peter Brabeck-Letmathe und die Großaktionärin Liliane de Bettencourt des weltgrößten Lebensmittelkonzerns an. Management und das hinter diesen stehende Kapital sind diejenigen, die für die Gefahr verantwortlich sind, dass aus unserer Welt ein „Schwarzer Planet“ zu werden droht. Eine unmenschliche, eine tote Welt.
In der aggressiven Unternehmensstrategie dieses Konzerns werden die kapitalbasierte Macht globaler Konzerne und die damit verbundenen ökologischen und sozioökonomischen Folgen besonders deutlich. Der NESTLÉ-Konzern ist einer der führenden Repräsentanten des kapitalistischen Ausbeutungssystems, der immer wieder in den Schlagzeilen steht.

6. Hoffnung:
ethecon Preisträger Jean Ziegler

Im Jahr 2012 ging der Internationale ethecon Blue Planet Award an den Schweizer Soziologen und Sozialisten Jean Ziegler. Er ist einer der seit Jahrzehnten unerschrocken und nachdrücklich den Mächtigen direkt ins Gewissen redet und mit seiner tiefgreifenden Systemkritik Millionen Menschen in aller Welt inspirierte, selbst aktiv zu werden. Kürzlich erschien Jean Zieglers 2016 bereits in Frankreich mit dem Titel „Chemins d'espérance: Ces combats gagnés, parfois perdus mais que nous remporterons ensembles“ veröffentlichtes Buch endlich auch in deutscher Sprache: „Der schmale Grat der Hoffnung“ ist ein stark autobiografisches Buch. Im Untertitel sagt es: „Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden.“
Woher nimmt Ziegler die Zuversicht? „Heute stellen unzählige soziale Bewegungen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Einzelkämpfer, die aus den verschiedensten sozialen Schichten, Religionen, Nationen, Ethnien, politischen Gruppierungen und allen Regionen der Erde kommen, die kannibalische Weltordnung radikal infrage.“ (S.304) Seinen Platz in diesem Kampf sieht er so:
“Der Intellektuelle hat eine Aufgabe: den Feind erkennen, den Feind bekämpfen. Wer dem Volk Legenden erzählt, falsche Analysen macht, ist so verbrecherisch wie ein Kartograf, der für Seefahrer falsche Karten herstellt. Der Intellektuelle muss dem Volk die Waffe für den Aufstand in die Hand geben, und genau das versuche ich zu tun, bis heute. „ (ZEITmagazin Nr. 53/2017)
Wir von ethecon freuen uns über dieses Buch und sehen uns Seite an Seite mit dem Autor und unserem Blue Planet Preisträger.

7. Erfolg:
Stiftung ethecon erstarkt

In den 90er Jahren hatten Axel Köhler-Schnura und Gudrun Rehmann, beide seit Jahrzehnten in den sozialen Bewegungen aktiv und bekannt, die Idee, für die langfristige Unterstützung von Aktionen und Kampagnen eine Stiftung zu errichten. Ihre FreundInnen lachten sich schlapp! Aus dem Nichts, noch dazu ohne großes Vermögen, eine Stiftung aufzubauen, wie soll das denn gehen? Noch dazu eine konzern- und kapitalismuskritische Stiftung!
Nun, trotzdem! Die beiden StiftungsgründerInnen ließen sich nicht abbringen. Im Januar 2004 schmissen sie ihr Erspartes zusammen und hoben mit 80 Tsd. Euro ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie aus der Taufe. Das Echo war erneuert skeptisch bis eher amüsiert. “80 Tsd. Euro, ok, nicht schlecht. Und nun, was soll damit denn werden?„
Heute, kurz vor dem 15. Geburtstag der Stiftung im Januar 2019, lacht niemand mehr. Und niemand ist mehr skeptisch oder amüsiert. ethecon weist im Jahresbericht 2016 ein Stiftungsvermögen von 2 Millionen Euro aus. ethecon hat im vergangenen Jahr für konzern- und kapitalismuskritische Arbeit fast 200 Tsd. Euro ausgeben können. Das hat inzwischen den letzten Ungläubigen aus dem Jahr 2004 zum Schweigen gebracht.
Möglich wurde das nur durch die vielen UnterstützerInnen: 56 ZustifterInnen, mehr als 300 Fördermitglieder, etwa 500 SpenderInnen haben die Stiftung mit aufgebaut und tragen ethecon heute.
Aber trotzdem: Bleiben wir realistisch! Ein Stiftungsvermögen von 2 Millionen Euro ist beeindruckend, aber zugleich nicht viel, wenn es darum geht konzernkritische Arbeit zu enTwickeln und dauerhaft wirksame Kampagnen und Aktionen zu gewährleisten.
Wieso? Weil es ja darum geht, das Stiftungsvermögen zu eralten und alleine aus den “Erträgen„ die Arbeit zu finanzieren. Und die Erträge gehen im aktuellen Kapitalismus gegen. Die Konzerne scheffeln Profite mit Margen von 20 und mehr Prozent, die SparerInnen sind mit ihren Sparbüchern schon lange bei NULLKOMMANULL und weniger angelangt. ethecon ist zwar nicht bei Null, aber mit Erträgen von 15 bis 20 Tsd. Euro lässt sich auch nichts Großes bewirken.
Also muss ethecon weiter erstarken. Schön wäre es, wenn wir zum 15. Geburtstag der Stiftung mit einem Haushalt von 300 Tsd. Euro konzern- und kapitalismuskritische Arbeit leisten könnten.
Dafür brauchen wir weitere Zustiftungen. Wir bitten unsere ZustifterInnen, die Zustiftungen zu erhöhen. Und wir suchen neue ZustifterInnen.
Zustiftungen sind ab 5.000 Euro möglich. Sie können hier zustiften. Oder via Online-Formular.
Es geht aber auch kleiner: Die 5.000 Euro können auch in einer Ansparzustiftung mit monatlichen Raten ab 20 Euro angespart werden. Werden Sie Anspar-ZustifterIn hier. Oder via Online-Formular.
Wenn Sie zuvor erst einmal mehr Info über uns und unsere Stiftung wollen, dann bestellen Sie einfach unsere Stiftungsbroschüre “Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung". Natürlich kostenlos (Spende erbeten). Oder hier den Jahresbericht 2016.
Und natürlich brauchen wir auch viele Spenden und noch mehr Fördermitglieder:
Online spenden (einmalig):
via eMail / via Online-Formular
via PayPal (Button oben rechts auf unserer Internetseite)
Fördermitglied werden (ab jährlich 60 Euro):
via eMail / via Online-Formular.

Druckansicht      zurück nach oben
Facebook Twitter YouTube Flickr
Online spenden!