ethecon eMail News | September 2022

Guten Tag,

heute ist Antikriegstag. Der Tag, an dem wir an die Forderung “Nie wieder Krieg” am lautesten erinnern.

Der Ukraine-Krieg ist allgegenwärtig und drückt momentan übermächtig alles andere in den Hintergrund. Die Medien berichten und wirken wie gleichgeschaltet. Der Krieg vernebelt die Hirne und vergiftet die Herzen. Die herrschende Politik reagiert wie ein „Pawlowsches Hündchen“ – klassisch konditioniert:

„Krieg – dann muss sofort noch mehr Rüstung her!“

Dabei spült das einfach RHEINMETALL & Co. mehr Geld in die Kassen. Und die ganzen Waffenlieferungen haben diesen Krieg nicht mal beendet. Ganz im Gegenteil: der Konflikt eskaliert immer weiter. Das AKW Saporischschja ist seit Wochen unter Beschuss. Die Gefahr einer nuklearen Eskalation ist so hoch wie noch nie. Es ist jetzt endgültig Zeit, dass die Waffen schweigen und die Diplomatie die Oberhand gewinnt.

Diesen Antikriegstag muss klargemacht werden: Der Krieg ist niemals sauber oder heldenhaft. Er ist immer zerstörerisch, menschenverachtend, falsch. Die einzig mögliche Heldentat, ist das Niederlegen der Waffen.

Genau deshalb ist es so wichtig diesen Antikriegstag auf die Straßen zu gehen und ein starkes Signal für den Frieden zu senden. Bundesweit werden dezentrale Aktionen organisiert. Und am 01. Oktober geht es auf nach Berlin, zur bundesweiten Friedensdemo.

Unsere Gedanken und unsere Solidarität geht an alle Menschen weltweit, die unter Krieg und deren Folgen leiden müssen. In der Ukraine, im Jemen, in Afghanistan, in Syrien, in Somalia, in Palästina, in Kurdistan und vielen weiteren Orten auf der Welt.

Unser Einsatz gilt weiterhin für den Frieden und für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung! Doch dieser Traum einer besseren Welt braucht einen langen Atem – und er braucht auch (finanzielle) Unterstützung.

Prüfe also bitte, ob Du uns in diesen schwierigen Zeiten bei unserer Arbeit gegen Krieg und Ausbeutung mit einer Spende unterstützen kannst. Und falls du noch kein Fördermitglied bist, überlege Dir bitte, ob eine Förderung mit fünf Euro monatlich (oder mehr) möglich ist. Mit einer Fördermitgliedschaft hilfst du uns, unsere Arbeit nachhaltig zu finanzieren.

Mit solidarischen Grüßen

Şirin Seitz

ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie

www.ethecon.org / info@ethecon.org

Du findest in diesen [ethecon eMail News]
(hier nur die Überschriften, die Artikel weiter unten):

: [1]
Abrüstung
Kauf von F-35 Kampfjets stoppen!

: [2]
RWE
Energieversorgung in öffentliche Hand!

: [3]
JBS
und die brasilianische Agrarlobby

: [4] 
UZ-Pressefest

: [5]
attac
Europäische Sommeruniversität der sozialen Bewegungen


: [1]
Abrüstung
Kauf von F-35 Kampfjets stoppen!

Mitte März verkündete Verteidungsministerin Christina Lambrecht den Erwerb von Kampfbomber des Typs F-35. Die finale Entscheidung im Bundestag ist aber noch nicht gefallen.

ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie wandte sich mit einem dringlichen Offenen Eil-Brief an die Abgeordneten aller demokratischer Parteien im Bundestag. 

Dieser Offene Eil-Brief fand großen Zuspruch unter unseren Mitgliedern. Schnell bemerkten wir, dass ein Bedürfnis besteht, an Bundestagsabgeordnete persönlich zu appellieren. Deshalb haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet.

Die Forderungen:

>   ICAN Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben!

>   Kein Erwerb atomwaffenfähiger Flugzeuge!

>   Keine Lagerung von Atomwaffen in Deutschland!

Angesichts der sich zuspitzenden Situation in der Ukraine fordert ethecon die Parlamentarier*innen auf, gegen die Beschaffung von atomwaffenfähigen F-35 Kampfjets zu stimmen. Mach mit bei unserer Unterschriftaktion – lass uns gemeinsam der atomaren Aufrüstung der Bundesregierung den Kampf ansagen!

Du möchtest auch Unterschriften für uns sammeln?
Hier kannst du die Unterschriftenliste runterladen, selber ausdrucken und verteilen.

Du möchtest, dass wir die Unterlagen zuschicken oder hast Fragen?
Kein Problem, schreib uns einfach eine Mail.

: [2]
RWE
Energieversorgung in öffentliche Hand!

Am 27.08. demonstrierten wir in Köln mit über 1000 Aktivist:innen gegen das Profitdiktat des Energiekonzerns RWE. Bunt, laut und entschlossen forderten wir gemeinsam als Akteure der Klimabewegung und gesellschaftlichen Linke die Vergesellschaftung von RWE!

RWE macht weiterhin exorbitante Gewinne während die Bürger:innen mit explodierenden Gas- und Energiepreisen und der Gasumlage obendrauf belastet werden. Dieser zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit war auch ein zentrales Thema auf dieser Demo. Im Winter heizen zu können ist ein Grundbedürfnis, dass nicht der Profitlogik unterliegen sollte.

Unterschriftenaktion: RWE stoppen!

Mit einer Unterschriftenaktion fordert ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie:

> Menschen- und umweltverträglichen Umbau von RWE
> Vergesellschaftung von RWE
> Haftung für alle entstandenen Umwelt- und anderen Schäden!
> Bestrafung aller Verantwortlichen.

Wenn Du diese Forderungen auch unterstützt kannst du hier unterzeichnen.

Du möchtest in deinem Freundes- und Bekanntenkreis Unterschriften für uns sammeln? Hier kannst du die Unterschriftenlisten ausdrucken.

Fragen? Schreib uns eine Mail!

: [3]
JBS
& Co. zeichnen fette Kriegsgewinne

Mit einem Saldo von 43,7 Milliarden US Dollar ist die brasilianische Agrarindustrie einer der bedeutsamsten Industrien. Fast die Hälfte der Exporte kommen aus der Landwirtschaft. Von diesem Export-Boom kommt natürlich bei der Bevölkerung kaum was an. Der durchschnittliche Anteil der Agrarindustrie am Volksvermögen beträgt etwa 5 Prozent. Übersetzt: die Kleinbauer werden enteignet zugunsten von globalen Großkonzernen.

Diese Großkonzerne sind organisiert. Das Instituto Pensar Agropecuária (IPA) ist eine Lobby der Brasilianischen Agrarindustrie. Sie vereint alle relevanten Großkonzerne im Sektor, wie zum Beispiel BAYER, JBS und PROSOJA.

Die Hauptinteressen der IPA sind eine vereinfachte Zulassung von neuen chemischen Substanzen, hygienische Selbstkontrolle, steuerliche Anreize, und mehr “flexibilität” der Umweltkontrollen.

2019 verliehen wir JBS den International ethecon Dead Planet Award und machten seine Verbrechen öffentlich. JBS ist nachweislich verantwortlich für die Bestechung von mind. 167 brasilianischen Abgeordneten. Sie nutzte ihren Einfluss um Klimaschutz-Maßnahmen zu umgehen, Staatsgewalt zu sabotieren und den Regenwald zu roden.

Scheinwerfer an!
Gegen den Lobbyismus der Großkonzerne

Bitte spende hier per eMail oder mit PayPal.

Das Spendenkonto für die Direkt-Überweisung lautet

JBS stoppen!
EthikBank
IBAN DE58 8309 4495 0003 0455 36
BIC GENO DEF1 ETK

: [4]
UZ-Pressefest
Ein Fest des Friedens und der Solidarität

Vergangenes Wochenende fand mit der Teilnahme von über 10.000 Besucher:innen das UZ-Pressefest statt. Trotz trübem Wetter war also das Interesse groß und übertraf alle Erwartungen. Besonders auffallend war, dass dieses Jahr die Workshops und Diskussionen großen Zuspruch fanden! Der Bedarf für Austausch war wohl groß – kein Wunder, in diesen turbulenten Zeiten.

Ob nächstes Jahr im Ruhrgebiet oder wieder in Berlin: wir werden auf jeden Fall dabei sein!

: [5]
attac
Europäische Sommeruniversität der sozialen Bewegungen

Am 17.-21. August fand in Mönchengladbach die Europäische Sommeruniversität der sozialen Bewegungen von attac statt. ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie war vor Ort um unsere konzernkritische Arbeit vorzustellen, bei Workshops und Diskussionen teilzunehmen und auch mit anderen Aktivist:innen aus ganz Europa uns zu vernetzen.

Besonders hervorzuheben war, dass am Samstag die Teilnehmer:innen der ESU einen Ausflug nach Lützerath machten, um bei der Aktion Rote Linie gegen Kohle und Konzernmacht teilzunehmen.

Ein ganz besonderes Highlight war die Abschiedsveranstaltung mit Manon Aubry, Mitglied des Europäischen Parlaments und Co-Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament – GUE/NGL.Temperamentvoll hielt sie ihre bewegende Rede zum Ende der ESU 2022. Sie unterstrich die Wichtigkeit davon, dass wir uns über Grenzen hinweg vernetzen.

Für die gemeinsamen Analysen, Austausch und gemeinsame Kämpfe auf Straßen und in Institutionen und Parlamenten. Denn nur gemeinsam können wir dem Treiben der internationalen Konzerne die Stirn bieten.

Ähnlich argumentierte Tommaso Fattori, Förderer des Bürgerbegehrens 2011, Organisator des Europäischen Sozialforums und des Klimaforums. Er lud ein, die Vernetzung weiter voran zu bringen und ein neues ESF anzustreben. Es geht darum, dass hinter allen Kämpfen gegen zerstörerische Missstände, das kapitalistische System steht, welches nur gemeinsam zu überwinden ist.

Wir bedanken uns ganz herzlich an attac für diese tolle Veranstaltung mit einem vollgepackten Politik- und Kulturprogramm. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!