Diane Wilson protestiert gegen BP-Konzern

Um die nackte Wahrheit über den BP-Konzern ans Tageslicht zu bringen, haben sich die ethecon-Preisträgerin Diane Wilson, ihre Tochter und andere Frauen der Bewegung Code Pink Ende Mai vor der BP-Zentrale in Houston, Texas ausgezogen. Die Idee dazu hatte Diane Wilson von einer Gruppe von nigerianischen Frauen, die eine Ölplattform von Chevron einnahm und damit drohte, sich zu entkleiden, wenn der Öl-Konzern nicht mehr lokale Arbeiter einstellen und in die Gemeinde investieren würde. Chevron gab nach.

Es fällt der 61-jährigen Texanerin und fünffachen Großmutter nicht leicht, sich in der Öffentlichkeit nackt zu zeigen. Aber seit 21 Jahren tut die Garnelenfischerin alles, was nötig ist, um den Umweltschutz am Golf von Mexiko voranzutreiben. Mit ihren Aktionen kämpft sie unermüdlichen gegen die schlimmsten dort ansässigen Umweltverschmutzer, unter ihnen die FORMOSA PLASICS GROUP.

„Der BP-Ölteppich ist der Sargnagel für die Menschen, die - wie ich als Fischerin in vierter Generation - entlang der Golfküste ihren Lebensunterhalt bestreiten,“ so Diane Wilson.

Besonders verärgert ist sie über die hochmütige und rücksichtslose Haltung des BP-Vorstandsvorsitzenden Tony Hayward, der den größten Ölteppich der US-Geschichte als „kleinen Fleck im weiten Ozean“ bezeichnet hat und die Auswirkungen für „sehr, sehr bescheiden“ hält. Dieser Zynismus darf nicht ungestraft bleiben! Daher hat „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ beschlossen, zum Boykott von BP aufzurufen.

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