Guten Tag,

inzwischen sind einige Wochen vorbei und das Jahresende rückt heran. Da wollten wir uns doch noch einmal melden.

Die ethecon Tagung am 20. November in Berlin war ein voller Erfolg! Das ist die Meinung vor allem der TagungsteilnehmerInnen. Mehr dazu erfahren Sie in dieser ethecon email info und auf unserer Webseite unter Stiftungstagung 2010.

Leider hat der angekündigte Livestream dieses Mal nicht so gut funktioniert wie im Vorjahr. Dafür entschuldigen wir uns bei allen, die das online mitbekommen haben. Ursache war ein Kapazitätsproblem auf dem Videoserver.

Zum Jahresende: Das nächste Jahr wird wieder schwierig werden, das steht heute bereits fest. Deshalb Ihnen allen ein paar ruhige Tage und für 2010 das Beste.

Für uns wünschen wir uns nur ganz bescheiden ein wenig Unterstützung von Ihnen. Vielleicht ist ja eine Spende drin. Oder besser noch eine Fördermitgliedschaft. Sie können sicher sein, in diesen harten Zeiten zählt auch bei uns jeder Euro.

Mit solidarischen Grüßen

Axel Köhler-Schnura / Bettina Schneider
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie
www.ethecon.org / info@ethecon.org

* „ethecon„ ist die Zusammensetzung der englischen Begriffe „ethics“ (Ethik) und „economics“ (Ökonomie). Mehr zu „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ am Ende dieser eMail und auf unserer Internetseite.
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Sie finden in dieser ethecon email info
(hier nur die Überschriften, die Artikel weiter unten in dieser eMail):

: 1
ethecon Tagung:
„Radikaler Humanismus“

: 2
Bilder, Bilder, Bilder:
Große Fotoreportage

: 3
Wolfgang Ehmke:
Atomkraft - Nein danke!

: 4
Blue Planet Award 2010:
Die Künstlerin und der Preis

: 5
Blue Planet Award 2010:
Umstrittene Laudatorin

: 6
Black Planet Award 2010:
Schmährede Winfried Wolf

: 7
Dossiers 2010:
Blue und Black Planet Award

: 8
Diane Wilson:
Beitrag auf rbb Kulturradio

: 9
Es ist an der Zeit:
Gehen Sie stiften!

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: 1
ethecon Tagung
„Radikaler Humanismus“

Elias Bierdel/Österreich zeigte sich überwältigt von der Verleihung des diesjährigen Internationalen ethecon Blue Planet Award. Fast 200 Personen waren am Samstag, 20. November, im Berliner Pfefferwerk dabei, als die ehemalige Bundesministerin für Entwicklung und Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, schilderte, wie der Flüchtlings- und Menschenrechtler in Italien verhaftet, ins Gefängnis geworfen und vor Gericht gestellt wurde. Für nichts anderes, als dafür, dass er und seine Kollegen 37 afrikanischen Flüchtlingen im Mittelmeer das Leben gerettet hatten. „Die Situation, wie die EU mit den Flüchtlingen umgeht, ist eine Schande für Europa!“, stellte sie klar. Heidemarie Wieczorek-Zeul hatte 2004 die sofortige Freilassung Bierdels gefordert und sich damit ihrem Parteikollegen, dem damaligen Innenminister Schily (SPD) entgegengestellt. Dieser wollte zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi an Bierdel und seinen Kollegen ein Exempel in Flüchtlingsfragen statuieren. Der Prozess endete im Oktober 2009. Mit dem Freispruch aller Angeklagten. Aufgrund dieser Ereignisse gründete der mit einem Medienpreis der Evangelischen Kirche ausgezeichnete ehemalige ARD-Korrespondent zusammen mit anderen „borderline europe“ und ist seither aktiv, um auf „die schreckliche Tatsache, dass an den Grenzen der Wohlstandsfestung Europa Jahr für Jahr Tausende von Menschen den Tod finden“, aufmerksam zu machen. Die Verleihung des Internationalen Blue Planet Award 2010 an ihn wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen bedacht.

Die Trophäe des ansonsten undotierten Awards besteht aus einem Unikat, das die international bekannte Fotokünstlerin Katharina Mayer/Düsseldorf gestaltet hat. Sie war persönlich anwesend und zeigte sich „stolz, diesen Preis einem Menschen übergeben zu dürfen, der die Antwort auf Frage nach dem ‚menschlichen Maß‘ in ‚radikalem Humanismus‘ sieht.“

Gleichzeitig mit dem Positivpreis wurde der Internationale ethecon Black Planet Award 2010 verliehen. Der Schmähredner, Dr. Winfried Wolf, Chefredakteur von LunaPark21, begründete ausführlich, weshalb Tony Hayward, Bob Dudley, Carl-Henric Svanberg, das weitere verantwortliche Management sowie die GroßaktionärInnen des Ölkonzerns BP mit diesem Negativ-Preis international an den Pranger gestellt werden. „Aus reiner Profitsucht betreiben sie Umweltzerstörung in großem Stil“, wie im April dieses Jahres bei der Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko deutlich wurde. Die Abkürzung „BP“ stehe in Wirklichkeit für „Bloody Profits … für Profitmacherei, die Tod und Zerstörung in Kauf nimmt.“

Die Verleihung der beiden internationalen ethecon Preise war eingebettet in das Tagungsthema „Atomkraft – Nein danke“. Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg stand ganz unter dem Eindruck der Ereignisse rund um den Anfang des Monats erfolgten Castortransport ins Wendland: „Das Wendland hat mit seinen jahrzehntelangen Aktionen S21 vorbereitet: Der Atommüll muss oben bleiben!“, meinte Ehmke.

ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“, die sich mit ihren derzeit 18 StifterInnen und dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“ in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.

Mit den Positivpreisen hat ethecon in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008) sowie Uri Avnery/Israel (2009) ausgezeichnet. Die Schmähpreise gingen bisher an die EigentümerInnen bzw. AktionärInnen und das verantwortliche Management der Konzerne Monsanto/USA (2006), Nestlé/Schweiz (2007), Blackwater (Xe)/USA (2008) und Formosa Plastics Group/Taiwan (2009).

Wer nicht in Berlin dabei sein konnte, kann sich auf unserer Internetseite umfassend informieren. Es wird auch bald die Filmmitschnitte bei YouTube geben.

: 2
Bilder, Bilder, Bilder:
Große Fotoreportage

Wie schon im Vorjahr war auch dieses Mal die Arbeiterfotografie bei unserer ethecon Tagung anwesend, um sie mit einer Fotoreportage zu dokumentieren. Die spannenden Bilder der Fotografin Gabriele Senft geben einen Eindruck von dem sehr bewegenden Ereignis.

: 3
Wolfgang Ehmke:
Atomkraft - Nein danke!

Über das Tagungsthema „Atomkraft - Nein danke!“ hat Wolfgang Ehmke aus dem Vorstand der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg gesprochen. Dabei stand er noch ganz unter dem Eindruck der Ereignisse rund um den Castor-Transport Anfang November: „Wir haben tatsächlich in diesem Jahr einen Rekord geschlagen, und zwar sind fast 50.000 Menschen zu uns ins Wendland gekommen. ... Es hat natürlich Hintergründe, dass so viele Menschen sich auf den Weg gemacht haben. ... Mir gefällt es auch gar nicht so sehr, von Erfolgen zu sprechen, denn es gibt da einen großen Misserfolg: Der Transport hat sein Ziel erreicht.“

Die vollständige Rede von Wolfgang Ehmke finden Sie hier.

Bei dieser Gelegenheit: Unser Gründungsstifter Axel Köhler-Schnura hat Post von der Staatsanwaltschaft bekommen. Es läuft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn, weil er zusammen mit Konstantin Wecker, Hannes Wader, vielen Bundestagsabgeordneten und weiteren als Erstunterzeichner folgenden Aufruf mit der Überschrift „Castor schottern!“ unterzeichnet hat:

“Am Tag X werden wir mit tausenden unterschiedlichen Menschen durch massenhaftes Schottern, also das Wegräumen von Schottersteinen aus dem Gleisbett, den Castor blockieren. Um auf die Strecke zu kommen werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen. Ziel unserer Aktion ist, die Schiene unbrauchbar zu machen und nicht, die Polizei anzugreifen.„
(Aus dem Aufruf “Castor schottern!„)

Unser Gründungsstifter und die anderen von der Staatsanwaltschaft verfolgten UnterzeichnerInnen gehen davon aus, dass ihre Sache legitim ist. Selbst wenn die “Castor Schottern!"-Erklärung nicht vom Gesetzbuch gedeckt ist. Wenn die Regierung mit den Atom-Konzernen mauschelt, um ihnen Milliardenprofite zuzuschanzen, wenn sie gemeinsam Gorleben als Endlager zementieren, obwohl längst bekannt ist, dass der Standort nicht geeignet ist - dann ist Widerstand und ziviler Ungehorsam gerechtfertigt, auch wenn er die immer enger gezogenen Grenzen des Gesetzes überschreitet! Mit jeder Verlängerung der AKW-Laufzeiten wachsen die strahlenden Müllberge, unter denen nicht nur die nächste und übernächste Generation, sondern selbst die Kinder nach 50.000 Generationen noch zu leiden haben. Das muss ein Ende haben!

Wir lassen uns nicht einschüchtern. Aber wir brauchen Solidarität. Und Geld. Spenden Sie bitte unter dem Stichwort „Castor schottern!“ hier.

: 4
Blue Planet Award 2010:
Die Künstlerin und der Preis

Wie berichtet, hat in diesem Jahr erstmals die Künstlerin Katharina Mayer die Trophäe unseres Internationalen Blue Planet Award geschaffen. Sie tritt damit die Nachfolge von Otto Piene an, der lange Jahre diesen Preis für und gestaltet hat.

Die Düsseldorfer Galeristin Gabi Kraushaar hat die Katharina Mayer in Berlin vorgestellt: „Mit Katharina Mayer tritt heute eine jüngere Künstlergeneration und ein anderes Medium, die Fotografie, an die Stelle von Otto Piene, dem bisherigen Gestalter des Preises für den ‚Blue Planet Award’. Ich möchte im Folgenden versuchen, Ihnen eine Vorstellung zu geben von den Arbeits- und Denkprozessen der Künstlerin. Diese sind im Wesentlichen bestimmt von ihrem Interesse am Menschen, von ihren Lehrern, deren Konzept ich als eine ‚Methode der Kunst’ bezeichnen möchte, und ganz besonders von der ganz speziellen Eigenschaft der Fotografie, immer ganz nah an der Realität zu sein.“

Die komplette Vorstellung der Künstlerin durch Gabi Kraushaar können Sie hier nachlesen.

Es war an Katharina Mayer höchstpersönlich, die von ihr als wertvolles Unikat geschaffene Preistrophäe für den Blue Planet Award 2010 vorzustellen: „Ich freue mich, den ‚Blue Planet Award’ 2010 im Geiste Otto Pienes und im Sinn der Ziele von ‚ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie’ - fortsetzen zu dürfen. Der ‚Blaue Planet’ ist Vergangenheit und Zukunft und wir müssen uns fragen, was eigentlich in der Gegenwart geschieht. Die Präsenz als Künstler sehe ich in der Arbeit am Gesamtkunstwerk Mensch - in den Bezügen der Menschen zueinander, zur Welt, zum Kosmos, zur Natur. Das Gesamtkunstwerk integriert alle Kunstgattungen und kämpft um die Vision, dass das einzelne Werk in ihm aufgeht. Ich spreche nicht über Kunst, diese Debatte ist zu müßig, ich spreche - wenn überhaupt - über das Künstlerische. Und im Künstlerischen, im kreativen Denken, liegt eine große Chance, die Vision der Freiheit.“

Lesen Sie hier die ganze Rede „Das menschliche Maß“ von Katharina Mayer.

: 5
Blue Planet Award 2010:
Umstrittene Laudatorin

Ein bereits im Vorfeld umstrittener Gast der ethecon Tagung in Berlin war die Laudatorin und SPD-Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul. Klar, sie hat die Politik der SPD und auch die Politik von Rot-Grün mitzuverantworten. Insbesondere trug sie auch Verantwortung für die offizielle Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik, als sie als Entwicklungsministerin an der Regierung beteiligt war.

Aber ebenso richtig ist, dass sie sich ohne Wenn und Aber öffentlich für den Preisträger des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2010, für Elias Bierdel, eingesetzt hat und uneingeschränkte Solidarität mit ihm übte, als in Italien an ihm und seinen Mitstreitern ein Exempel statuiert und die Genannten für ihre Flüchtlings- und Menschenrechtsarbeit ins Gefängnis geworfen werden sollten. Sie legte sich in dieser Frage mutig mit ihrem Parteikollegen Otto Schily an, der als Innenminister ein hartes Vorgehen gegen Elias Bierdel und seine Mitangeklagten forderte. Und genau das gab den Ausschlag, sie die Lobrede für unseren Preisträger, Elias Bierdel, halten zu lassen.

Den vollständigen Text der Laudatio finden Sie hier.

In seiner Replik dankte der Preisträger des ethecon Blue Planet Award 2010, der Flüchtlings- und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel, für die Lobesworte, ersparte der ehemaligen Ministerin aber nicht die Kritik an ihrer Mitverantwortung an dem Grenzregime Frontex, das „Jahr für Jahr vielen tausend Menschen das Leben kostet“. Mit eindringlichen Worten schilderte der ehemalige „Cap Anamur“-Leiter und Mitbegründer der Organisation „borderline-europe - Menschenrechte ohne Grenzen“ die Situation der Flüchtlinge und den europäischen Umgang mit ihnen:

„Es ist im Kern eine so himmelschreiende Ungerechtigkeit, wie wir uns diese Welt hier zurecht organisiert haben, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber unseren Nachbarregionen. Und wenn wir uns vorstellen, dass wir unseren - und ich finde ja auch immer ein bisschen schalen - Wohlstand, dass wir den verteidigen können, jetzt vielleicht noch mit Gewalt, gegen jene, die völlig zurecht einen Anteil daran wollen und fordern, sind wir auf einem grotesken Holzweg, der auf jeden Fall ins Elend führt, wie wir es auch anschauen und wie wir es auch tun. Es geht entscheidend darum, diese Umkehr zu finden und ich bin nun mal jemand, der, wie man es ja auch sieht, dem guten Leben eben irgendwie zugeneigt ist. Warum sollte ich das leugnen? Dazu gehört für mich aber auch, dass ich ein solches möglichst vielen anderen Menschen gönnen möchte. Und zwar völlig unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrem jeweiligen Lebensort.“

Lesen Sie die ausführliche Rede des Preisträgers, die - ebenso wie Elias Bierdel selbst - mit stehenden Ovationen geehrt wurde.

: 6
Black Planet Award 2010:
Schmährede Winfried Wolf

Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Black Planet Award 2010 an die Verantwortlichen des britischen Energie- und Öl-Konzerns BP. In seiner Schmährede auf BP hat der ehemalige Bundestagsabgeordnete der PDS und jetzige Chefredakteur von Lunapark21 festgestellt, dass „BP“ für „Bloody Profits“ steht und dass die Verantwortlichen des Ölkonzerns den Internationalen ethecon Black Planet Award 2010 mehr als verdient haben:

„Werter Mr. Bob Dudley! Sie sind aktuell der Chief Executive Officer, der Top-Mann von BP. Sie waren während der Deepwater Horizon-Katastrophe vor Ort der verantwortliche Mann Ihres Unternehmens. Sie erklärten jüngst ‚Ich hörte Leute sagen, dass wir nach der Bergung des Bohrers unsere Sachen packen und verschwinden. Das ist zweifellos nicht korrekt (...) Schließlich haben wir allein im Golf von Mexiko 35 weitere Ölplattformen’. Für die Menschen am Golf klang das nicht unbedingt beruhigend. Viele empfanden Ihre Worte als neuerliche Drohung.

Werter Mr. Tony Hayward! Sie standen bis zum 30. September 2010 an der Spitze von BP. Vor ein paar Tagen gaben Sie die Gründung Ihrer neuen Firma ‚3E Capital’ bekannt – originellerweise eine Firma, die Ölunternehmen berät. Das macht irgendwie auch Sinn. Schließlich waren Ihre Bagatellisierungen der Deepwater Horizon-Katastrophe legendär – etwa, als Sie auf dem Höhepunkt der Deepwater Horizon-Katastrophe erklärten: ‚Der Ölfleck ist doch winzig verglichen mit der Größe des Golfs’.“

Erfahren Sie in der gesamten Schmährede, wofür BP sonst noch steht - und weshalb das so ist.

Aktuelle Meldung: Die US-Regierung verklagt BP und einige andere Unternehmen wegen der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon am 20. April dieses Jahres. Die Regierung will die bei der größten US-amerikanischen Umweltkatastrophe aller Zeiten entstandenen Kosten vollständig an die Beklagten weiterreichen. Richtig so! Das wäre dann endlich einmal eine Ausnahme von der Regel, dass die Konzerne die Profite einfahren, im Schadensfall die Kosten aber immer auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Allerdings kann es noch Jahre dauern, bis die Gesamtkosten der Ölkatastrophe beziffert werden können.

: 7
Dossiers 2010:
Blue und Black Planet Award

Wie in jedem Jahr hat ethecon auch dieses Mal Dossiers über den Positiv- und die Negativpreisträger verfasst. Diese können als PDF-Datei heruntergeladen oder als Druckversion kostenlos bei uns bestellt werden. (In dem Fall freuen wir uns über eine kleine Spende!)

Das Blue Planet Dossier 2010 beschreibt Elias Bierdels Werdegang und die Rettung der afrikanischen Schiffbrüchigen, die im Sommer 2004 zu Bierdels Verhaftung und dem anschließenden Prozess geführt haben. Verschiedene Grußwörter - unter anderem von Vertretern von Amnesty International und Pro Asyl - sind darin ebenso abgedruckt wie die Solidaritätsadresse des Schriftstellers Günter Grass.

Das Black Planet Dossier 2010 umfasst eine erschreckend lange Liste mit den Verstößen und Vergehen des BP-Konzerns gegen Umwelt- und Arbeitsschutz, größtenteils vermeidbaren Unfällen und Strafzahlungen, die der rücksichtslosen Profitgier der Konzern-Verantwortlichen keinen Abbruch getan haben. Die Grußwörter stammen unter anderem von Diane Wilson und Greenpeace.

Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr allerdings: Wir werden demnächst beide Dossiers aktualisieren, indem die Schmährede bzw. die Laudatio und die Rede des Preisträgers in das jeweilige Dossier aufgenommen wird. Die aktualisierten Versionen finden Sie dann im Download-Bereich auf unserer Homepage.

Wer die Grußwörter und weitere Informationen online lesen möchte, findet diese in der Dokumentation unserer Stiftungstagung 2010.

: 8
Diane Wilson:
Beitrag auf rbb Kulturradio

Den regelmäßigen Lesern unserer ethecon email info ist Diane Wilson, unsere Blue Planet Preisträgerin aus dem Jahr 2006, wohlbekannt (siehe Black Planet Dossier 2010). Durch ihre mutigen Aktionen erregt die Umwelt- und Politaktivistin immer wieder große Aufmerksamkeit. Unter anderem bei der Anhörung des BP-Chefs Tony Hayward im US-Senat, als sie - mit nachgemachtem Öl verschmiert - lautstark seine Verhaftung forderte. Festgenommen und verurteilt wurde jedoch zynischerweise sie selbst. Darüber haben wir in einer früheren Ausgabe der ethecon email info berichtet.

Das rbb Kulturradio strahlt nun am kommenden Dienstag, 21. Dezember, von 19.04 bis 19.30 Uhr unter dem Titel „Eine unvernünftige Frau“ einen Beitrag von Gerit von Leitner über Diane Wilson aus. Dieser kann auch am Computer als Livestream verfolgt werden. Wer mehr über Diane und ihre - auch schriftstellerischen - Aktivitäten erfahren möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

: 9
Es ist an der Zeit:
Gehen Sie stiften!

ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist eine ungewöhnliche, eine andere Stiftung. Wir StifterInnen von ethecon, die wir dieses alternative konzern- und gesellschaftskritische Stiftungsprojekt gegründet haben, brauchen Unterstützung. Das sagen wir ganz offen. Wir brauchen Fördermitglieder, SpenderInnen und ZustifterInnen.

Wir sind keine Milliardäre, keine Millionäre und noch nicht ein mal Tausendionäre. Aber wir sind wild entschlossen, mit vielen kleinen Zustiftungen eine starke Stiftung schaffen!

Wie das geht? - Entweder sie stiften einen Betrag von mindestens 5 Tsd. Euro oder - für manche ist dieser Betrag natürlich zu hoch - Sie entschließen sich zu einer Ansparstiftung mit einem kleinen Betrag ab 20 Euro monatlich.

Warum eine Stiftung? Weil es um die Zukunft der Kinder und Enkel geht. Alles, was Konzerne und ihre Handlanger in Medien und Politik heute verbrechen, trifft nicht nur uns, sondern noch viel mehr die nach uns kommenden Generationen. Die Stiftung schafft genau an dieser Stelle die Kontinuität des Widerstandes.

In 2004 haben wir deshalb die Stiftung ethecon ins Leben gerufen. Zu zweit. Heute sind wir schon vierzehn!! Plus vier weitere AnsparstifterInnen.

Also mitgemacht. Zustiften (ab 5.000 Euro) können geht hier. Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) kann hier eingerichtet werden.

Wenn Sie sich (noch) nicht zu einer Zustiftung entscheiden können, dann unterstützen Sie uns! Mit Ihrer Spende. Mit Ihrer Fördermitgliedschaft (ab 60 Euro jährlich).

Wichtig: Alle hier vorgestellten Zuwendungen wirken steuersenkend und werden entsprechend bescheinigt.

Und wenn Sie mehr über uns wissen wollen, dann sichern Sie sich hier kostenlos die ausführlichen Stiftungsbroschüre „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.“

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Es gibt in Deutschland ca. 20 Tsd. Stiftungen, international mehrere hunderttausend. Zumeist sind es Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen, denen es in erster Linie um Macht und Geld geht, etwa den Erhalt großer Familienvermögen bzw. die Sicherung der gegebenen politischen Verhältnisse. Es gibt auch Förderstiftungen für alle möglichen Zwecke und sehr viele karitative Stiftungen, die sich um eine Vielzahl von Umweltschutz-, Gesundheits- etc. Problemen kümmern.
ethecon ist eine der wenigen Stiftungen, die sich system-, konzern- und globalisierungskritisch für einen grundlegenden Wandel der Verhältnisse engagieren. ethecon ist eine Stiftung „von unten“, die sich vor allem in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht.
Die Stiftung hat derzeit 14 StifterInnen, weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften sind willkommen.

Spenden bitte an:

EthikBank
Konto 30 45 536
BLZ 830 944 95
Internationale Bankverbindung
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE 58 830 944 95 000 30 45 536

Werden Sie Fördermitglied. Ab 60 Euro jährlich möglich. Formlose Mitteilung unter Angabe eines Kontos zur Abbuchung des Beitrages genügt: info@ethecon.org

Bei Interesse an einer Zustiftungen sprechen Sie am besten mit uns. Kurze Nachricht genügt.

Online-spenden können Sie hier. Fördermitglied (ab 60 Euro jährlich) werden Sie hier. Zustiften (ab 5.000 Euro) können Sie hier. Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) zeichnen Sie hier.

ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie
Wilhelmshavener Str. 60
D-10551 Berlin
Fon 030 - 22 32 51 45
eMail info@ethecon.org
Internet www.ethecon.org

Oder direkt an den Vorstand:
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Fon 0211 – 26 11 210
Fax 0211 – 26 11 220
eMail aks@ethecon.org

Vorstand

Axel Köhler-Schnura/Düsseldorf
Dipl. Kfm./Träger des Preises für Zivilcourage 2000

Uwe Friedrich/Bonn
Dipl. Ing. und Stadtplaner/Betriebsratsvorsitzender

Gudrun Rehmann/Detmold
Journalistin

Kuratorium

Elke von der Beeck/Wuppertal
Erwachsenenbildnerin

Katharina Kniesche-Schubert/Hamburg
Bankkauffrau/Betriebsratsvorsitzende

Christiane Schnura/Düsseldorf
Dipl.Soz.Päd.

Wolfgang Teuber/Lübeck
Journalist

Karen Teuber-Genn/Norden
Dipl.Päd. und Theaterpädagogin

Lydia Will/Bergisch Gladbach
Studentin

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