Die Risiko-Chemikalie Bisphenol A soll verboten werden

Mehrere europäische Länder planen Verbote von Bisphenol A in risikoreichen Anwendungen. Besonders umstritten ist die Verwendung der Chemikalie in Lebensmittel-Verpackungen, Babyflaschen und Kinderspielzeug. Schon 2008 hatte Kanada Bisphenol A als „gefährliche Substanz“ deklariert und als erstes Land eine Verwendung in Babyflaschen verboten.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass Bisphenol A im Körper hormonaktiv wirkt. Schon geringste Dosen könne das Nervensystem schädigen und bei Säuglingen zu Entwicklungs-Störungen führen. Zahlreiche Studien bringen die Chemikalie mit Übergewicht, Unfruchtbarkeit, Diabetes sowie Herz- und Lebererkrankungen in Verbindung. Das Umweltbundesamt fordert seit Jahren, die Verwendung von Bisphenol A einzuschränken, konnte sich bislang jedoch nicht gegen die Interessen der Industrie durchsetzen.

Jährlich werden rund vier Millionen Tonnen der Chemikalie hergestellt. Neben den US-Firmen Dow Chemicals und Hexion gehört das taiwanesische Unternehmen Nan Ya Plastics, das Teil der FORMOSA PLASTICS GROUP ist, zu den größten Herstellern weltweit.

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