„Die Toten kommen“ hieß es am Sonntag im Marsch von 5500 „Unentschlossenen“, der schließlich auf dem Rasen vor dem Reichtagsgebäude mit zahllosen gestalteten symbolischen Gräbern endete. Mit der Aktion des Zentrums für Polische Schönheit wurde ein Symbol der menschenverachtenden Situation an den Außengrenzen der EU direkt vor eins der Zentren der politischen Macht in Europa gebracht. Eine Phalanx aus behelmten Berliner Polizisten, die die Pressefreiheit buchstäblich mit Füßen trat, indem Journalisten immer wieder gezielt von Polizeikräften zu Boden gestoßen wurden, vollendete das Bild. Zugleich wurden schon seit Samstag in zahlreichen deutschen Städten und auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus mahnende „Grabstätten“ mit Kreuzen, die u.a. an die 23.000 geschätzen EU-Außengrenzen-Opfer seit 2000 erinnern, errichtet.
ethecon unterstützt diese Aktionen aus ganzem Herzen. Die Stiftung forderte in ihrer Grundsatzerklärung 2006 die Bekämpfung aller Fluchtursachen und Asyl für alle politisch Verfolgten und unter menschenunwürdigen Bedingungen lebenden Menschen: http://www.ethecon.org/de/547

Die Chronik des Marsches im „Tagesspiegel“

Fotosammlung von symbolischen Grabstätten überall

Druckansicht      zurück nach oben22.06.2015
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