2015-07-03.
Medienerklärung

Tomo Križnar wird von der EU geehrt

Internationaler ethecon Blue Planet Award 2014/2015

Der Friedens- und Menschenrechtsaktivist Tomo Križnar wird zweifach für seinen Einsatz im Sudan geehrt. Zunächst durch den European Citizen’s Prize des Jahres 2015 des EU-Parlaments, zudem ist er für den Internationalen ethecon Blue Planet Award 2014/2015 nominiert. Die Gestalterin des ethecon Blue Planet-Awards sowie eine ethecon Vertreterin reisen am Samstag zu ihm nach Slowenien.

Am Freitag, den 03.07.2015 wird im slowenischen Parlament verkündet, dass Tomo Križnar für den European Citizen’s Prize des Jahres 2015 ausgewählt wurde. Der Friedens- und Menschenrechtsaktivist wurde von ethecon- Stiftung Ethik & Ökonomie für den Internationalen Blue Planet Award 2014/2015 nominiert. Tomo Križnar wurde u.a. dafür bekannt, dass er fordert die zivile Drohnenüberwachung nicht nur für bedrohte Tierarten einzurichten, sondern auch für von Völkermord und Gemetzel betroffene Bevölkerungen. Die Fotokünstlerin Katharina Mayer sowie die ethecon Vertreterin Sibylle Arians reisen am 04.07. nach Slowenien. Nicht nur um Tomo Križnar, dem Nominierten des ethecon Ehrenpreises zu seiner Würdigung durch das EU-Parlament zu gratulieren, sondern um den international bekannten Aktivisten und Filmregisseur in seiner häuslichen Umgebung kennen zu lernen und mit ihm für den ethecon Blue Planet Award ein individuell gestaltetes Fotoporträt zu erarbeiten.
Seit 1979 reist Tomo Križnar in den Sudan im Bemühen, zur Beendigung des Bürgerkriegs dort beizutragen. Er teilte das Leben der Ethnien dort und lernte insbesondere von den Nuba, wie man in dieser Welt anders leben kann.
2006 wurde er vom Slowenischen Präsidenten Janez Drnovšek als Sonderbotschafter nach Darfur (Sudan) gesandt, um über die Verhältnisse dort zu berichten. Angekommen vor Ort, wurde er ins Gefängnis geworfen.
Insgesamt wurde er mittlerweile sechs Mal bei seinen Einsätzen im Sudan inhaftiert. Dennoch reiste er immer wieder in die Kriegsregionen des Sudan, um seinen Einsatz für Frieden und die Lebensrechte der Bevölkerung fortzusetzen. Er kontaktierte Menschenrechtsorganisationen, die EU, US-Regierungsstellen und andere Organisationen. In dem 2008 fertig gestellten Dokumentarfilm „Dar Fur - War for Water“ wies er nach, dass vielfach nur Hilfsbereitschaft geheuchelt wird, es in Wirklichkeit aber um Macht sowie um Zugang zu Öl, Land und Wasser geht. Der Film gehört zum Projekt „Safe-Keeping Darfur“, mitgefördert von der Berliner Stiftung „Cinema for Peace“ und Tomo Križnars eigener humanitären Stiftung, H.O.P.E..
Von Spenden über Cinema for Peace an sein Projekt kaufte Tomo Križnar Minikameras, um damit den bedrohten Nuba in ihrer hilflosen Lage zumindest Hoffnung zu geben: So konnten sie nun selbst dokumentieren, wie sie von den Milizen überfallen, beschossen, vergewaltigt, ermordet werden. Er schuf ihnen die Voraussetzung, sich selbst mit Bilddokumenten an die Weltöffentlichkeit zu wenden. Aus dem erschütternden Bildmaterial entstand der Dokumentarfilm „Eyes And Ears Of God“ (2012).
Die Stiftung ethecon freut sich mit Tomo Križnar über seine Wahl durch das Preiskomitee des Europäischen Parlaments. ethecon geht davon aus, dass durch diese Ehrung, ebenso durch die Verleihung des Blue Planet Awards 2014/2015 im November, seine Arbeit vermehrt Gehör und Unterstützung in der Weltöffentlichkeit finden wird.

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Die Internationalen ethecon Black Planet Awards bisher schmähten Manager und GroßaktionärInnen der Konzerne MONSANTO/USA (2006), NESTLÉ/Schweiz (2007), BLACKWATER (XE)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009), BP/Großbritannien (2010), TEPCO/Japan (2011), GLENCORE/Schweiz (2012) sowie DEUTSCHE BANK (2013).

Die Internationalen ethecon Blue Planet Awards ehrten in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009), Elias Bierdel/Österreich (2010), Angela Davis/USA (2011), Jean Ziegler/Schweiz (2012) sowie Esther Bejarano (2013).

ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“, die sich mit ihren derzeit 40 ZustifterInnen und dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“ in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.
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Weitere Informationen

Tanja Brouwers

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Druckansicht      zurück nach oben03.07.2015
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