Der Kampf gegen die Umweltzerstörung und den desaströsen Klimawandel wird an vielen Fronten geführt. Da gibt es Aktivisten, die Ölbohrschiffe vor dem Verlassen des letzten Hafens vor der Arktis hindern wollen (Kampagne „SaveTheArctic„) oder welche auf riesige Tagebaubagger klettern (Ende Gelände).
Greenpeace Nordic stellte nun gestern ein Konzept zum Erwerb von Vattenfalls Braunkohlesparte vor. Die Organisation bringt eine Stiftung ins Spiel. Die soll den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 organisieren und Vattenfall zu einem Unternehmen für erneuerbare Energien umbauen, finanziert vom Konzern selbst sowie dem schwedischen und deutschen Staat.
Bis zum Jahr 2030 soll die Stiftung die Kraftwerke und Tagebaue in der Lausitz schrittweise stilllegen.
Die Kohle selbst soll überwiegend im Boden bleiben, statt gefördert zu werden. “Wir sind die Einzigen, die klar machen, dass bisher die wahren Kosten verschleiert wurden - zu Lasten der Steuerzahler, sagte Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace.
Hohe Folgekosten des Kohleabbaus beispielsweise für die Renaturierung der Tagebaue und den Rückbau der Kraftwerke drückten den Preis auf einen negativen Betrag von mehr als zwei Milliarden Euro minus. Berücksichtige man darüber hinaus die enormen sozialen und Umweltkosten, errechneten sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrags, die Vattenfalls Braunkohlesparte in der Lausitz der Gesellschaft verursache, betonte Greenpeace.
Somit hat Greenpeace Nordic offiziell ein „Statement of Interest“ bei der US-amerikanischen Bank Citigroup eingereicht, um weiter im Vattenfall-Verkaufsprozess zu bleiben.

Druckansicht      zurück nach oben21.10.2015
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