FORMOSA PLASTICS stoppen!

Umweltkatastrophe in Vietnam

Am 17. Juni 2016 findet in Taipeh/Taiwan die Hauptversammlung der FORMOSA PLASTICS GROUP (FPG) statt. Zusammen mit Organisationen und AktivistInnen aus aller Welt wird ethecon bei der Hauptversammlung, aber auch rund um den Erdball auf das von der Tochter FORMOSA HA TINH STEEL verursachte große Fischsterben an den vietnamesischen Küsten aufmerksam zu machen.
Die Umwelt wird im großen Stil zerstört, die Gesundheit der Menschen massiv in Gefahr gebracht. Die FPG muss ihre giftigen Einleitungen sofort beenden. ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie, hat die Besitzer_Innen und das verantwortliche Management der FPG bereits 2009 mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award an den Pranger gestellt und unterstützt die Proteste gegen den Konzern in Vietnam, Taiwan und anderen Ländern.

Die FORMOSA PLASTIC GROUP (FPG) ist mit einem Umsatz von 78 Mrd. US-Dollar und 106 Tsd. Beschäftigten einer der größten Konzerne der Welt.
Seit Anfang 2016 betreibt FPG das Stahlwerk FORMOSA HA TINH STEEL in Vietnam.
Die Inbetriebnahme des Stahlwerks geht zeitlich mit dem Sterben der Fische in vier vietnamesischen Provinzen einher.
Auf einem rund 200 Kilometer langen Küstenstreifen werden massenhaft Fischleichen angeschwemmt, Menschen leiden nach Fischgenuss unter gesundheitlichen Schäden und das ökologische Gleichgewicht der Region droht zu kippen.
Auch wird gemeldet, dass die vietnamesische Regierung die Menschen dazu aufforderte, keinen Fisch mehr zu verzehren.
Lokale vietnamesische Nachrichten berichten von einer Pipeline, die direkt aus dem Werk in das Meer mündet und hochtoxische Mittel in den Ozean leitet.
Umweltminister Vo Tuan Nhan und die vietnamesische Regierung sind dem Global Player mit ungleichen Waffen ausgeliefert und wissen bis heute nicht, was der Konzern dort einleitet.
Das Fischsterben hat für landesweite Knappheit bei Fisch, einem der Hauptnahrungsmittel in Vietnam, gesorgt und die das Fischgewerbe in den vier betroffenen Provinzen nahezu ruiniert.
Die Bevölkerung in Vietnam ist massiv beunruhigt.
Es kam bereits mehrfach zu Protesten und Demonstrationen.
Informationen zu den Vorgängen in Vietnam sind auch unter dem Hashtag „ichoosefish“ zu finden. Allerdings hat die Regierung diesen Tweet und andere Social Media Kanäle bereits mehrfach abgeschaltet.
Ein FPG-Sprecher forderte in Reaktion auf die Massenproteste in Vietnam die Bevölkerung in arrogant-zynischer Weise dazu auf, sich zwischen Fischen und Stahl zu entscheiden. Dieser wurde zwar mittlerweile entlassen, doch die Katastrophe dauert an.

Sarah Schneider, Geschäftsführerin von ethecon: „Es kann nicht angehen, dass ein multinationaler Konzern in Vietnam die Standards, die in Europa oder den USA gelten, missachtet. Die FORMOSA PLASTICS GROUP muss als Verursacher der Katastrophe in die Pflicht genommen werden und alle eingetretenen Schäden bei Mensch und Umwelt angemessen entschädigen bzw. beheben. Die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden."

Neusten Angaben zufolge hat die vietnamesische Regierung die Schuldigen bereits identifiziert, weigert sich allerdings die Ergebnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen.
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie hat die Besitzer_Innen und das verantwortliche Management der FORMOSA PLASTICS GROUP im Jahr 2009 wegen ihres unverantwortlichen, zerstörerischen und menschenunwürdigen Verhaltens an den internationalen Pranger gestellt.
In einem Offenen Brief /Link setzen/ fordert ethecon FPG auf, die Umweltzerstörung sofort zu beenden und alle eingetretenen Schäden bei Mensch und Umwelt angemessen zu entschädigen bzw. zu beheben.
Die für die Umweltkatastrophe und die Gesundheitsschäden Verantwortlichen der FPG müssen vor Gericht gestellt und angemessen bestraft werden.
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie fordert zugleich die vietnamesische und die taiwanesische Regierung auf, den Konzern in die Verantwortung zu nehmen und die Gesundheit der Menschen und Unversehrtheit der Ökologie zu gewährleisten. Ebenso muss die Regierung ihre Erkenntnisse betreffend der Schuldfrage offen legen, die Schuldigen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“ und folgt dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“. Die noch junge Stiftung sucht weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitglieder. Bereits seit 2006 verleiht ethecon jährlich die beiden internationalen Positiv- und Negativ-Preise, den Internationalen ethecon Blue Planet Award für herausragenden Einsatz für Erhalt und Rettung des „Blauen Planeten“ sowie der Internationalen ethecon Black Planet Award für schockierende Verantwortung für Ruin und Zerstörung der Erde. Blue Planet PreisträgerInnen waren ua. Vandana Shiva/Indien, Uri Avnery/Israel, und Jean Ziegler/Schweiz, der Black Planet Award schmähte u.a. bereits Manager und GroßaktionärInnen der Konzerne BP/Großbritannien, TEPCO/Japan und DEUTSCHE BANK/Deutschland und FORMOSA PLASTICS/Taiwan.

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Weitere Informationen bei:
Sarah Schneider
sis@ethecon.org
Mobil: 0157 - 88 05 09 05
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ethecon

Stiftung Ethik & Ökonomie
Schweidnitzer Str. 41
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Fon +49 - (0)211 - 26 11 210
eMail aks@ethecon.org
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Druckansicht      zurück nach oben17.06.2016
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