Erklärung von Vorstand und Kuratorium der Stiftung ethecon vom 18. März 2017

Reichtum umverteilen!
=== Hin zu einem Solidarsystem!
Frieden herstellen. Soziales Elend beenden. Ökologie sichern. ===

Unvorstellbarer Reichtum konzentriert sich in den Händen von nur wenigen Menschen. Gleichzeitig nehmen weltweit Ausbeutung, Armut, Hunger und soziale Ausgrenzung von Millionen von Menschen dramatisch zu. Aber auch Menschenrechtsverletzungen, Kriege und Umweltkatastrophen.
Soziale Ungleichheit weltweit
Das gesamte globale private Vermögen beträgt aktuell etwa 125 Billionen Dollar. Etwa 40% des weltweiten Vermögens sind im Besitz von lediglich 1% der Weltbevölkerung. In den USA - der größten Volkswirtschaft der Welt - hält das 1% der Bevölkerung sogar über 50% des gesamten Vermögens.
Die reichsten 2% der Weltbevölkerung besitzen mehr als 51% des weltweiten privaten Besitzes. Auf die unteren 50% der Weltbevölkerung entfällt weniger als 1% des weltweiten Vermögens. Auf die reichsten 10% entfallen etwa 85% des weltweiten Reichtums.
Die 1.125 Dollar-Milliardäre, die es weltweit gibt, halten zusammen ein Vermögen von ca. 4,4 Billionen Dollar. Damit besitzen sie etwa vier mal so viel wie die untere Hälfte der Weltbevölkerung (etwa 3,3 Milliarden Menschen) zusammengenommen.
Zugleich müssen über 80% der Weltbevölkerung von weniger als 10 US-Dollar am Tag leben.
Es dominieren die Interessen der wirtschaftlichen Mächtigen
Multinationale Konzerne wie z.B. Apple erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Gewinn von 53,4 Milliarden US Dollar. Berkshire Hathaway brachte es immerhin auf 24,1 Milliarden US Dollar und die Citigroup auf 17,2 Milliarden US-Dollar, um nur einige zu nennen.
Diese gigantischen Gewinne und die noch höheren Profite , die sich hinter diesen Gewinnen verbergen, werden auf Kosten von Mensch und Umwelt gemacht. Zunehmend menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Fabriken und auf den Feldern, Ruin der menschlichen Gesundheit, Hungerkatastrophen , Umweltkatastrophen wie der die menschliche Existenz bedrohende Klimawandel sowie Kriege um Rohstoffe und Profitsicherung sind die Folgen.
Die Reichen dieser Welt, die ständig egoistisch auf Kosten der Menschheit, des Friedens und des Planeten ihren Reichtum mehren, haben Namen. Sie besitzen die Konzerne und diktieren die immer wahnsinnigeren Profitmargen, sie verantworten Ausbeutung, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Sie unterminieren Moral und Ethik, zerstören das menschliche Miteinander und sie missachten die ökologischen Erfordernisse.
Die Nummer 1 ist seit langem Bill Gates (75 Milliarden US Dollar), gefolgt von Amancio Ortega (67 Milliarden US Dollar), Warren Buffett (60 Milliarden US Dollar) und Carlos Slim Helos (50 Milliarden US-Dollar). Sie und mit Ihnen einige Tausend weitere Ultra-Reiche brüsten sich in aller Öffentlichkeit ohne jedes schlechte Gewissen und ohne jede Scham mit ihren Reichtümern auf der Basis des Hungers, des Elends und des gesundheitlichen Ruins, auf der Basis von Kriegen und Menschenrechtsverletzungen, auf der Basis der ökologischen Zerstörung des Planeten. Bei gleichzeitiger Ausmerzung von Solidarität zu Gunsten von Egoismus und Profitgier.
Eine andere Welt ist möglich
Diese geradezu „obszöne“ Vermögensverteilung wird kritisiert von einem breiter werdenden Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, dem neben VertreterInnen der Zivilgesellschaft aus den unterschiedlichsten Bereichen wie attac und Oxfam auch die Gewerkschaften, politische Parteien und die Verbände der sozialen Wohlfahrt und die Kirchen angehören. Selbst der Papst hat deutlich Stellung genommen.
ethecon- Stiftung Ethik & Ökonomie wirkt für die „Beachtung ethischer, ökologischer, sozialer und menschenrechtlicher Prinzipien bei Organisation und Durchführung ökonomischer Vorhaben.“ (Satzung der Stiftung)
Entsprechend unterstützt die Stiftung ethecon die zivilgesellschaftliche Reichtumskritik zu Gunsten von Gerechtigkeit, Umweltschutz und Frieden.
Um in Frieden, sozial gerecht und ökologisch sinnvoll zu produzieren und Handel zu treiben, ist der Umbau der Gesellschaftsordnung weg von Egoismus und persönlichem Vorteil, weg vom Diktat der Profite, hin zu Demokratie, Solidarität und Völkerfreundschaft notwendig. Statt des Ausbaus unkontrollierter Rechte für Konzerne und Finanzinvestoren bedarf es der Einschränkung ihrer Macht und der demokratischen Kontrolle über sie! Die Vergesellschaftung der Banken und Konzerne sind sicherlich ein erster wichtiger Schritt.

Berlin, den 18. März 2017

ethecon
Stiftung Ethik & Ökonomie

Anschrift von
Kuratorium und Vorstand:

Schweidnitzer Str. 41
40231 Düsseldorf

info@ethecon.org
Fon 0211 – 26 11 210
(Vorstand Axel Köhler-Schnura)

www.ethecon.org

Download: Schluss mit dem weltweiten Union-Busting!

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