Du findest in dieser eMail info:

1. RHEINMETALL:
„Goldene Nase“ durch Leid, Not, Tod

2. RHEINMETALL:
Krieg gegen die Bevölkerung

3. DEUTSCHE BANK:
Kapitalistischer Raubzug

4. Angela Davis:
Sklavenarbeit in US-Gefängnissen!

5. Eintracht Frankfurt:
Kein Platz für braune Brut

6. ethecon:
Shitstorm nach AfD-Kritik

7. NESTLÉ:
Wasser teuer an Arme verkauft

8. ethecon 2018
Spenden! Fördern! Zustiften!

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Guten Tag,
am 11. März jährt sich die Menschheitskatastrophe von Fukushima. Auch wenn die Massenmedien und die Weltpolitik das Geschehen totschweigen - in Japan ist der unvorstellbare atomare GAU weiterhin Realität. 2011 bereits haben wir die leitenden Managern und die GroßaktionärInnen des TEPCO-Konzerns mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award an den Pranger gestellt. Nach wie vor fordert ethecon, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden müssen.
ethecon charakterisierte 2011 den Umgang mit den Opfern der Fukushima-Katastrophe als „kapitalistische Barbarei“. Eine ebensolche Barbarei ist das Massenmorden an den Außengrenzen Europas und der anderen reichen Staaten. ethecon hat bereits 2010 den früheren „Kap Anamur“-Vorstand Elias Bierdel mit dem Internationalen ethecon Blue Planet Award geehrt und setzt sich für offene Grenzen und Beseitigung der Fluchtursachen ein. Hier ein erschütterndes Video.
Was Konzernmacht tatsächlich bedeutet, wie Politik und Gesellschaft von den Konzernen missbraucht und unterjocht werden, zeigt der in den Medien verharmlosend als „Diesel-Skandal“ berichtete Sachverhalt: Millionen AutokäuferInnen wurden von den Konzernen um Abermilliarden betrogen, Milliarden Menschen werden von den Konzernen vorsätzlich gesundheitlich geschädigt. Und was passiert? Nichts! Der Sprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD), Gerd Lottsiepen, brachte es auf den Punkt: „In Deutschland sitzen 4.700 Menschen wegen Schwarzfahrens im Gefängnihttps://www.ethecon.org/de/2681?utm_content=buffere24bf&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer|nächsten Internationalen ethecon Black Planet Award] nominiert werden.
Gegen die Macht der Konzerne bauen wir auf die Solidarität der Menschen. Bei unserer aktuellen Kampagne zu RHEINMETALL brauchen wir Unterstützung und Rückenstärkung. Spenden kannst Du unter dem Stichwort “RHEINMETALL stoppen!„ bequem hier oder auf unserer Webseite mit PayPal. Das Spendenkonto für Deine eigene Überweisung lautet
EthikBank BIC GENODEF1ETK
IBAN DE 58 8309 4495 0003 0455 36
Mit solidarischen Grüßen
Anabel Schnura
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie
www.ethecon.org / info@ethecon.org
Nicht vergessen:
Viele weitere wichtige Informationen und Petitionen gibt es auf unserer Facebook-Kampagnenseite. Solltest du einen eigenen Facebook-Account haben, dann drück doch bitte unbedingt auf unserer Facebook-Seite den-“Gefällt mir„-Button und unterstütze uns als “Fan„. Und empfehle uns bitte weiter!

 
1. RHEINMETALL:
“Goldene Nase„ durch Leid, Not, Tod

Vom 16. bis 18.Februar trafen sich in Bayerns Landeshauptstadt die Kriegstreiber der Welt. Das Treffend hieß irreführend “Münchner Sicherheitskonferenz„ (MSC) und die ReferentInnen werden verharmlosend VertreterInnen der “Sicherheits- und Verteidigungsbranche„ genannt.
Das Treffen blieb nicht ohne Widerstand und Protest. Ein großes Bündnis startete die Aktionen am 2. Februar mit der Verleihung eines “Goldene Nasen„-Schmähpreises an sieben deutsche Rüstungskonzerne. Darunter RHEINMETALL, der Konzern, dessen Vorstände und GroßaktionärInnen im November 2017 in Berlin mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award an den Pranger gestellt wurden.
Zur Begründung verwies das Bündnis darauf, dass WaffenhändlerInnen Name und Gesicht haben. In der Tat, es sind nur einige wenige Unternehmen und ihre AnteilseignerInnen, die durch von ihnen gebilligtes Leid, Not und Tod die sprichwörtlichen Goldenen Nasen verdienen. Millionen Menschen sind auf der Flucht oder sterben, weil diese Konzerne und ihre AktionärInnen vom lukrativen Geschäft mit Krieg und Waffenexporten profitieren.
Namentlich genannt wurden unter anderem Andreas Heeschen, Hauptgesellschafter des Handfeuerwaffenherstellers HECKLER UND KOCH, Frank Haun, Geschäftsführer von Panzerbauer KRAUSS-MAFFEI WEGMANN, und Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der RHEINMETALL AG.
Da einige der benannten Rüstungskonzerne Sponsoren und Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz sind, haben die RüstungsgegnerInnen und das Protestbündnis, in dem sich mehr als 80 Organisationen zusammen geschlossen haben, zu einer Demonstration am 17. Februar gegen die Konferenz aufgerufen. Auch wurde eine “Friedenskonferenz„ im Münchener DGB-Haus veranstaltet. Mit dabei war auch der bekannte Rüstungsgegner Jürgen Grässlin. Seine beeindruckende Rede findet Ihr hier.
ethecon ist begeistert von der Aktion. RHEINMETALL erhielt von der Stiftung im vergangenen November den Internationalen ethecon Black Planet Award 2017 (Schmähpreis) aus denselben Gründen. Eine ausführliche Begründung findet Ihr hier.

2. RHEINMETALL:
Krieg gegen die Bevölkerung

Die Militarisierung der Polizei ist nicht neu, aber das Tempo, mit dem das geschieht, ist atemberaubend. Mittlerweile haben bereits mehrere Bundesländer in Deutschland Panzer zum Kampf gegen die eigene Bevölkerung geordert. Der “Survivor„-Panzer von RHEINMETALL wurde bereits bei den Demonstrationen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg eingesetzt (ebenso wie eigens angeschaffte Sturmgewehre!).
Sachsen legte sich im Juni zwei Panzerfahrzeuge vom Typ “Survivor R„ von RHEINMETALL zu. In Hamburg waren im vergangenen Jahr in Vorbereitung auf den G20-Gipfel im Sommer ein ähnliches Panzerfahrzeug und eine Reihe Sturmgewehre vom Typ CR 223 der Firma HAENEL aus Suhl angeschafft worden.
Bayern führte unlängst Taser ein und plant schon, deren Gebrauch stark auszuweiten. Schleswig-Holstein schließlich orderte ebenso wie Berlin Sturmgewehre vom Typ MCX - und zwar gleich 522 Stück.
Beworben wird der “Survivor R„, als geeignetes Fahrzeug zur “Aufstandsbekämpfung„ und kann auf Wunsch mit Abschussanlagen für Tränengas ausgestattet werden. RHEINMETALL zufolge wird der “Survivor„ für die Polizei zudem serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet (sic!). Die Zeit berichtete in ihrer Ausgabe vom 9. November 2017, dass die Bundesländer allein seit 2015 mehr als 210 Millionen Euro für neue Waffen und Schutzausrüstung bei der Polizei ausgegeben hätten. Ganz zur Freude deutscher Rüstungsunternehmer und Waffenhersteller.
ethecon verurteilt die zunehmende Militarisierung der Polizei: “Hier werden Panzer erprobt, die später dem Krieg gegen die eigene Bevölkerung dienen„, so Anabel Schnura (Geschäftsstelle ethecon).

3. DEUTSCHE BANK:
Kapitalistischer Raubzug

Die DEUTSCHE BANK steht für skrupellose Profite und Kapitalismus pur. ethecon schmähte das Kreditinstitut bereits im Jahr 2013 mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award.
Nun kommen erneut kriminelle Machenschaften des Unternehmens ans Licht: Die Bank entlässt einerseits Tausende in die Arbeitslosigkeit, zahlt andererseits aber irrwitzige “Boni„ an ihre Banker aus. Mit dem Nebeneffekt, steuersparende Verluste zu produzieren. Besonders beschämend dabei: Aufgrund der Verluste fällt auch die Gewerbesteuer aus und die Stadt Frankfurt hat keine Einnahmen für die Finanzierung ihrer sozialen Aufgaben. Nach Ansicht von Michael Müller (finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Frankfurter Stadtparlament) ein “kapitalistischer Raubzug„ sondergleichen. “Pure Gier„.
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Thorsten Schäfer-Gümbel, sagte dem Spiegel, Millionen-Boni trotz Verlusten widersprächen jeglichem Gerechtigkeitsempfinden. “Einerseits Arbeitsplatzabbau, andererseits goldene Nasen in der Führungsetage - das kann man niemandem erklären.„
Die DEUTSCHE BANK macht Profite auf Kosten der Beschäftigten und agiert mit hoher krimineller Energie. Die Liste der laufenden Prozesse, der eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungen und der in Durchführung befindlichen aufsichtsrechtlichen Untersuchungen ist endlos.
Zugleich weist Uwe Becker (CDU) Forderungen der Partei die Linke im Frankfurter Stadtparlament, die Gewerbesteuern zu erhöhen, zurück. Der “Finanzstandort Frankfurt„ müsse verteidigt und erhalten werden, argumentiert er.

4. Angela Davis:
Sklavenarbeit in US-Gefängnissen!

Seit dem 15. Januar wird in den Gefängnissen Floridas gestreikt. Der Streik ist Ausdruck einer Gefangenenbewegung, die seit dem landesweiten Ausstand vom 9. September 2016 an Stärke gewinnt. Die Aktion 2016 - begonnen am Jahrestag der Gefängnisrebellion in Attica im Jahr 1971 - mobilisiert GefängnisinsassInnen für den Kampf um ihre grundlegenden Menschenrechte.
Im November 2017 haben sich die Initiatoren der “Operation PUSH„ hilfesuchend an Gruppen wie das IWOC (Incarcerated Workers Organizing Committee) gewandt, um ihren Forderungskatalog außerhalb der Gefängnisse und über die Medien zu verbreiten. Die Post- und Telefonkontrolle in den Knästen ist äußerst streng, deshalb sind die Streikenden auf Unterstützung solche Unterstützung von außerhalb angewiesen.
Auf zahlreichen Veranstaltungen zum Martin-Luther-King-Tag und auf Kundgebungen des “Womens March„ gegen die Trump-Regierung, an dem sich am 20. Januar 2018 landesweit Hunderttausende beteiligten, riefen Rednerinnen wie die Bürgerrechtlerin Angela Davis, die 2011 mit dem Internationalen ethecon Blue Planet Award geehrt wurde, dazu auf, die streikenden Gefangenen zu unterstützen.
Der Name PUSH (Abkürzung für “People United to Save Humanity„) entstammt der gleichnamigen Kampagne Jesse Jacksons, mit der zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den 1970er Jahren eine Verbesserung der ökonomischen Bedingungen der afroamerikanischen Bevölkerung erkämpft werden sollte.
Der Druck auf die Menschen in den Gefängnissen wächst in aller Welt ebenso, wie er es außerhalb der Knast-Mauern tut: Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Konzerne, die aus allem ihre Profite herausquetschen.
In den USA sind die Gefängnisse hoffnungslos überbelegt. Das Essen ist ungenießbar, es gibt zu wenig Personal. In den Gefängnisläden ist alles viermal so teuer wie im Einzelhandel draußen. Gebraucht werden aber nicht mehr WärterInnen, sondern menschenwürdige Bedingungen für die Häftlinge.
Die brutale Gewalt, der die Gefangenen ausgeliefert sind, ist erschreckend. Florida etwa hat die zweithöchste Todesrate in US-Gefängnissen und die dritthöchste Häftlingsrate im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Von drei afroamerikanischen Männern in Florida sitzt einer im Gefängnis. Misshandlungen durch die WärterInnen sind an der Tagesordnung.
Im Hinblick auf die Haftanstalt von Lake Butler kam heraus, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder unter den GefängniswärterInnen planten, InsassInnen umzubringen. Ein Gefangener wurde in der Dusche mit kochendheißem Wasser verbrüht, bis er starb.
Häftlinge in den Gefängnissen werden zwangsweise im Straßenbau, in der Forst- und Landwirtschaft sowie in der Brandbekämpfung eingesetzt. Für diese Dienste erhalten sie keine Bezahlung, so Jones für das Florida Department of Corrections (FDC/Gefängnisbehörde).
Diese Sklavenarbeit trifft in erster Linie die Schwarzen. Ein Drittel aller ZwangsarbeiterInnen in den Gefängnissen Floridas sind schwarz. Obwohl der Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung lediglich 17 Prozent beträgt.
In ihrem Streik verweigern die Häftlinge vor allem die Sklavenarbeit, die ihnen auferlegt ist. Sie fordern u.a. eine “angemessene Entlohnung für die Zwangsarbeit„. Gegenüber dem britischen The Guardian bezeichnete ein Menschenrechtsaktivist die Zwangsarbeit hinter Gittern als “Arbeit mit vorgehaltener Waffe„.
Laut der Zeitschrift The Intercept wurde in mindestens acht Haftanstalten am diesjährigen Martin-Luther-King-Gedenktag am 15. Januar begonnen zu streiken. Die Operation PUSH ist auf vier Wochen befristet. Der monatelang vorbereitete Streik ist der dritte Versuch in jüngerer Zeit, die unmenschlichen Haftbedingungen anzuprangern und zu verändern. Auf Dauer sollen sich die Aktionen zu einem Generalstreik hinter Gittern entwickeln, um die angezeigter TextSklavenarbeit in den Knästen zu beenden.
Zwei Wochen nach Streikbeginn ist die aktuelle Lage hinter den Mauern auch für die UnterstützerInnen draußen nur in Teilen bekannt, da die Streikenden sofort isoliert wurden und die Anstaltsleitungen eine Nachrichtensperre verhängten.
Auch in Deutschland werden mittlerweile wahre Sonderwirtschaftszonen in Gefängnissen eingerichtet. Dem Leitgedanken der Resozialisierung als “wichtigstem Vollzugsziel„ der Strafe hinter Gittern steht dies diametral entgegen. ethecon protestierte bereits im Jahr 2012 gegen diese Entwicklung.
Die Solidaritätsbewegung mit den Streikenden in den USA ist groß. ethecon unterstützt die Streikenden und steht hinter den Forderungen, Sklavenarbeit in Gefängnissen abzuschaffen und bessere Bedingung für die Gefangenen zu schaffen. Allein in Florida unterstützen mehr als 100 Organisationen die Häftlinge, wie die Plattform liberationnews.org der Party for Socialism and Liberation meldet. Landesweit stehen die Anwaltsvereinigung National Lawyers Guild und der Dachverband schwarzer Gewerkschafter, die Coalition of Black Trade Unionists, mit 50 Einzelgewerkschaften hinter dem IWOC.

5. Eintracht Frankfurt:
Kein Platz für braune Brut

Der Präsident von Eintracht Frankfurt sprach sich gegen Rassisten in den Stadien aus. Für seine AfD-kritischen Äußerungen hat Peter Fischer, im hessischen Landtag breite Zustimmung geerntet. Der Fußball-Funktionär habe in einer Art und Weise gesellschaftliche Verantwortung übernommen, “wie ich es mir von vielen anderen wünschen würde„, lobte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Thorsten Schäfer-Gümbel, in Wiesbaden. “Es geht in solchen Phasen darum, Bekenntnis abzugeben und Haltung zu zeigen.„
Nun hat die AfD Strafanzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt und will Fischer wegen Volksverhetzung anzeigen. Dies ist absurd. Spitzenpolitiker der AfD hetzen seit Monaten gegen schwarze Fußballspieler oder solche muslimischen Glaubens. Ihrer Auffassung nach sind sie keine Deutschen, sollten hier nicht spielen dürfen.
Die Liste rassistischer Äußerungen von AfD-Spitzenpolitikern ist lang. Und auch die Parteispitze ist beteiligt. So sagt Alexander Gauland über die Nationalmannschaft, sie sei “schon lange nicht mehr deutsch im klassischen Sinne„. Über Jérôme Boateng hetzte er: “Die Leute finden ihn als Spieler gut. Sie wollen ihn aber nicht als Nachbarn haben. „
Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hetzt nach dem EM-Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft: “Vielleicht sollte mal wieder eine deutsche Nationalmannschaft spielen?„ Und das Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion Jens Maier beschimpft den Sohn von Boris Becker als “kleinen Halbneger„.
Peter Fischer hat recht, wenn er für alle SpielerInnen und SportlerInnen einsteht, die rassistisch beleidigt und gedemütigt werden. Gegenüber der FAZ erklärt er, dass es sich mit der Vereinssatzung nicht vertrage, AfD zu wählen.
Hamburg tat es Peter Fischer nach. Der Vorsitzende des Seniorenrats des Hamburger SV, Peter Gottschalk, wollte bei der Mitgliederversammlung des Traditionsklubs am 18. Februar über den Ausschluss von AfD-Mitgliedern abstimmen lassen. Sie oder “gleichgesinnte Personen„ dürften “nicht Mitglied im Hamburger-Sport-Verein e. V. werden oder der HSV Fußball AG angehören„, heißt es in dem Antrag, den der 76jährige eingebracht hat. Den Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern aus dem Verein zog der Vorsitzende des Seniorenrats bei der Mitgliederversammlung des Hamburger SV e.V. aber überraschend zurückgezogen. Durch die aufkommende Diskussion, ob der Verein bei einem Ausschluss von AfD-Mitgliedern selbst intolerant wäre, will er nun stattdessen bei der nächsten Mitgliederversammlung einen Antrag auf Satzungsänderung einbringen. Im Regelwerk solle verankert werden, dass der Verein keinen Rassismus, keine Ausgrenzung, Diskriminierung und Herabsetzung von Menschen dulde.

6. ethecon:
Shitstorm nach AfD-Kritik

Nachdem ethecon im Oktober 2017 eine Erklärung zur AfD abgegeben hat, quoll unser eMail-Postfach über: Einerseits wurden wir in übelster Art und Weise beschimpft, wobei “Linksfaschisten„ und “Irre„ noch harmlose Beleidigungen waren; andererseits erhielten wir auch umfangreich Zustimmung und Unterstützung für unsere Positionierung in der Auseinandersetzung mit den RechtspopulistInnen, RassistInnen und Neo-FaschistInnen.
In unserer Erklärung schreiben wir, dass wir natürlich “den Kampf um die Köpfe der Menschen führen„ werden. Wenn Menschen den neuen Rechten in all ihren Erscheinungsformen schwankend und unentschlossen gegenüberstehen oder ihnen gar auf den Leim zu gehen drohen, kommt es darauf an, aufzuklären und mit Argumenten nachzuweisen, dass die RechtspopulistInnen und NeofaschistInnen die durch Kapitalismus und globale Krise hervorgerufenen Missstände nutzen, um mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie Einfluss auf die Menschen und die Politik zu nehmen. Entsprechend haben wir ein Handout entwickelt, in dem unsere Erklärung und zu einigen beispielhaften Themen O-Töne der AfD dokumentiert sind. Das Handout ist hier erhältlich.

7. NESTLÉ:
Wasser privatisiert und teuer an Arme verkauft

Parallel zum “Gipfel der Weltmarktführer„ fand Multiwatch,wie NESTLÉ, der größte Nahrungsmittelkonzern, die sozialen und ökologischen Rechte vieler Menschen mit Füßen tritt. Multiwatch, in Kooperation mit Gewerkschaften, Kirchen und anderen Organisationen der sozialen Bewegungen in der Schweiz, kritisiert insbesondere gewerkschaftsfeindliches Verhalten, Regenwaldzerstörung durch Palmölanbau und Privatisierung des Wassers.
Als eine unabhängige wissenschaftliche Institution ohne einseitige wirtschaftliche Interessen bezeichnet sich der Gegengipfel mit dem Titel “Akademie der Weltmarktverlierer„. Die Solidarität gelte den Verlierern einer von vielen als asozial und undemokratisch empfundenen Wirtschaft. “Wir leben in einer Region, wo es viele tüchtige Arbeitgeber und Unternehmer gibt, ein Glück für viele. Aber wir alle agieren in einer globalisierten Ökonomie, die gewaltige Schattenseiten hat, die Lebenschancen ungleich verteilt, Kriege verursacht, Flüchtlinge aus ihrer Heimat vertreibt, Kinder im Elend lässt, circa 800 Millionen in Hunger und Elend dahinvegetieren lässt - und das hat mit uns zu tun, denen es gut geht„.
ethecon solidarisiert sich mit den Veranstaltern und nahm mit einem Transparent an den Protesten und dem Gegengipfel teil. NESTLÉ, 2007 mit dem Internationalen Black Planet Award an den Pranger gestellt, konnte uns auch in Schwäbisch Hall nicht aus dem Weg gehen.
Zumal der Konzern in den USA erneut üble Schlagzeilen machte. NESTLÉ verklagte im vergangenen November die kleine Gemeinde Osceola Township im US-Bundesstaat Michigan. Über 1500 Liter Wasser pro Minute sollen abgepumpt und mit Riesengewinn verkauft werden. Doch die Gemeinde stellte sich dem Giganten mutig in den Weg. Jetzt zerrt NESTLÉ sie gnadenlos vor Gericht.
Doch die Gemeinde verlor: NESTLÉ darf weiterhin das Wasser der kleinen Gemeinde Osceola Township in Michigan, USA, abpumpen - gegen den erklärten Willen der BürgerInnen! Doch wenn NESTLÉ glaubte, dass die 2.000 tapferen BewohnerInnen von Osceola Township jetzt aufgeben, dann hat der Konzern sich geirrt. Die Proteste vor Ort dauern an.
Hier der Spendenaufruf von SumOfUs, damit die BürgerInnen von Osceola Township das Urteil anfechten und ihr Recht gegen Nestlé durchsetzen können.

8. ethecon 2018
Spenden! Fördern! Zustiften!

Wenn Du Dir auf unserer Webseite die Meldungen, die Medieninformationen und die Newsletter ansiehst, oder unsere Aktivitäten bei Facebook, Twitter oder Youtube nachvollziehst, dann kannst Du sehen, dass wir zwar eine kleine Stiftung sind, aber trotzdem sehr aktiv sind. Konzern- und kapitalismuskritisch. Jahr für Jahr verleihen wir den weltweit mittlerweile wohl wichtigsten Schmähpreis für Konzernverbrechen. In unseren Kampagnen gegen Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung bleiben wir nicht bei den Symptomen stehen, sondern nennen Roß und Reiter.
Und genauso wollen wir auch weitermachen. Falls Du dieses Engagement richtig und wichtig findest, bitten wir Dich um eine Spende, besser noch um eine Fördermitgliedschaft oder gar Zustiftung.
Du musst wissen: ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist keine Stiftung der Reichen und Mächtigen. ethecon ist eine ungewöhnliche Stiftung von unten. Alternativ, konzernkritisch und systemverändernd.
Unsere Idee ist: Eine Stiftung wirkt im Gegensatz zu anderen Organisationen weit über den Generationenwechsel und eignet sich deshalb ganz besonders, wenn es um die Zukunft der Kinder und Enkel geht. Alles, was Konzerne und ihre Handlanger in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft heute verbrechen, trifft nicht nur uns, sondern noch viel mehr die nach uns kommenden Generationen. Die Stiftung soll hier Kontinuität des Widerstandes schaffen. Über den Wechsel der Generationen hinaus.
Fördermitgliedschaften sind ab 60 Euro jährlich möglich. Sie sind für unsere Arbeit besonders wichtig, weil sie für uns durch die Regelmäßigkeit ihres Eingangs überhaupt erst die Planbarkeit unserer Arbeit schaffen. Für Arbeitslose, Jugendliche und StudentInnen sind Fördermitgliedschaften bereits ab 20 Euro jährlich möglich (bitte angeben). Wir möchten mit unserer Stiftung und unserer Arbeit so vielen Menschen wie möglich die politische Partizipation ermöglichen. Dafür hoffen wir auf eine möglichst breite Basis an UnterstützerInnen.
Selbstverständlich kannst Du hier auch zustiften (ab 5.000 Euro), um unsere Stiftung zu stärken. Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) kann hier eingerichtet werden. Das Stiftungskapital ist festgelegt und unantastbar. Die Zinsen werden nur einmal im Jahr ausgeschüttet und liegen (unter anderem auf Grund der ethischen Anlageprinzipien) bei etwa zwei Prozent.
Oder unterstützt uns und unsere Projekt einfach mit einer Spende.
Übrigens helfen uns auch Darlehen weiter!
Wichtig: Alle Zuwendungen an ethecon werden steuerwirksam bescheinigt und können - falls eine Steuererklärung gemacht wird - über Steuerersparnisse je nach persönlichem Steuersatz refinanziert werden.
Und wenn Du zuvor erst einmal mehr Info über uns und unsere Stiftung willst, dann bestellen sie einfach hier, die Stiftungsbroschüre “Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung". Natürlich kostenlos (Spende erbeten).

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