Du findest in dieser eMail info:

1. MONSANTO: Gift-Kartell

2. NESTLÉ: Wasser ist Macht

3. ACADEMY: Käufliche Knarren

4. FORMOSA: Plastikinsel

5. BRITISH PATROL: Blut und Öl

6. TEPCO: Strahlende Spiele

7. GLENCORE: Raubbau und Sklaverei

8. DEUTSCHE BANK: Der Lachende Dritte

9. DOW CHEMICAL: Woke oder Joke

10. COCA COLA: The real thing

11. RHEINMETALL: Deutsche Leitkultur

12. VOLKSWAGEN: Unter Wildschweinen

13. SAVE THE DATE: Veranstaltungshinweise

14. 15 Jahre ethecon: Der Generationspakt

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Guten Tag,
seit genau 15 Jahren legt sich ethecon direkt und öffentlich mit den mächtigsten Konzernen der Welt an. Angefangen mit MONSANTO, deren Besitzer*innen und Bosse von uns 2006 mit dem ersten Internationalen ethecon Black Planet Award an den Pranger gestellt wurden. Der Pharma-Riese galt im vergangenen Jahr, als er von BAYER geschluckt wurde, als unpopulärster Konzern der Welt - und könnte nun die IG-FARBEN-Erbin zu Fall bringen.
Dieser große Erfolg von Umweltaktivist*innen und Betroffenenverbänden bekräftigt uns in der Ansicht, dass es die kontinuierliche, konzern- und kapitalismuskritische Arbeit einer Stiftung wie ethecon braucht, um die kommenden Auseinandersetzungen mit den Schlachtschiffen des Kapitals zu gewinnen.
Inzwischen haben wir bereits 11 weitere Ungetüme ins Visier genommen. Anlässlich unseres Jubiläums berichten wir heute vom Stand der Arbeit zu ihnen allen. Diese Arbeit ist dringend auf Spenden angewiesen. Als nächstes muss die Übergabeaktionen rund um die Hauptversammlung von VOLKSWAGEN am 14.05. finanziert werden. Also spende jetzt, werde Fördermitglied oder stifte zu bzw. spare eine Anspar-Zustiftung an.
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eei1904 Konzernwiderstand stärken!
EthikBank
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Und: Wir suchen Verstärkung im ehrenamtlichen ethecon-Team. Vor allem für die Aktualisierung und Übersetzung unserer Website. Es sind dafür keine weitreichenden technischen Kenntnisse erforderlich. Kannst Du helfen? Melde dich bitte hier.
Mit solidarischen Grüßen
Niklas Hoves / Anabel Schnura
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie
www.ethecon.org / info@ethecon.org
Nicht vergessen:
Viele weitere wichtige Informationen und Petitionen gibt es auf unserer Facebook-Kampagnenseite. Solltest du einen eigenen Facebook-Account haben, dann drück doch bitte unbedingt auf unserer Facebook-Seite den-„Gefällt mir“-Button und unterstütze uns als „Fan“. Und empfehle uns bitte weiter!

 
1. MONSANTO: Das Gift-Kartell
Bereits 2006 erhielt MONSANTO von uns den Black Planet Award. Zu Recht! Seit Jahren ist MONSANTO mit dem Unkrautvernichter Glyphosat/Roundup Dauergast in den Medien. Doch nicht nur das Gift Roundup ist verantwortlich für viele schwerwiegende Gesundheitsschäden. In der vergangenen Woche wurde in Frankreich ein Urteil gesprochen, dass MONSANTO für „fehlerhafte Produkte“ verurteilt. Ein französischer Landwirt hatte geklagt, weil er 2004 Dämpfe des Herbizids Lasso einatmete und seitdem an Nervenschäden leidet.
Neben den von MONASATO verursachten Gesundheitsschäden ist die Liste der Verbrechen lang. Im Jahr 2008 investierte MONSANTO in das Söldnerimperium und heuerte seinen Konzerneigenen Geheimdienst „TOTAL INTELLIGENCE SOLUTIONS“ an, um Umweltaktivisten ausspionieren zu lassen. Ein Konzern, der von Agent Orange bis Glyphosat einige Expertise in Sachen Mord gesammelt hat, hat natürlich auch keine Berührungsängste mit profanen Todesschützen.
Nach der Übernahme durch BAYER bedeutet dies für uns heute, dass das so gebildete Giftkartell einmal mehr seine Finger in der Kriegsführung und Aufstandsbekämpfung hat und die Gesundheit der Menschen an zweiter Stelle steht. BAYER muss gestoppt werden!
SAVE THE DATE:
Protest zur anstehenden BAYER-Hauptversammlung
Fr, 26. April ab 7 Uhr
World Conference Center
Platz der Vereinten Nationen
53111 Bonn

2. NESTLÉ: Wasser ist Macht
NESTLÉ monopolisiert weltweit den Zugang zu Wasser, vergiftet seine Kunden und steht für katastrophale Arbeitsbedingen. Dafür stellte ethecon den Geschäftsführer Peter Brabeck-Letmathe und die Großaktionärin Liliane de Bettencourt mit dem Black Planet Awards 2007 an den internationalen Pranger.
Das Beispiel des Six-Nations-Reservates verdeutlicht die Gefahr, die vom Privatbesitz am Grundwasser ausgeht: Hier haben die indigenen Bewohner*innen der wasserreichen kanadischen Region keinen Zugang zu fließendem Wasser mehr, da NESTLÉ das Grundwasser abpumpt um es gewinnbringend zu verkaufen. Lokarenhtha Thomas, Mutter von 5 Kindern, muss bis zu 10 km weit fahren und sich abgefülltes Wasser kaufen.
Während weltweite Boycott-Kampagnen dem Schweizer Lebensmittel-Multi zusetzen, sucht er das Bündnis mit STARBUCKS, um auf dem bisher vernachlässigten US-Markt nachzuholen. Wir arbeiten mit unseren US-amerikanischen Partner*innen daran, diesen Vormarsch zu stoppen!

3. ACADEMY: Käufliche Knarren
Für ihre Kriegsverbrechen und ihre profitgetriebene Einflussnahme auf die US-Kriegsführung wurden der Besitzer Erik Prince und die verantwortlichen Manager Gary Jackson, Cofer Black, Chris Taylor, Robert Richter und Brian Bonfiglio mit dem ethecon Black Planet Award 2008 geschmäht.
Die Söldnerfirma ACADEMY ist eng mit dem US-amerikanischen Staat, dem Pentagon und der CIA verwoben. Ihre Gründer und Besitzer*innen profitierten von der Privatisierung des Militärwesens, die besonders unter Donald Rumsfeld vorangetrieben wurde. Schon die vielen Namenswechsel von “Blackwater worldwide“ zu „XE“ und schließlich „ACADEMY“ zeigen, dass es mit der PR-Arbeit nicht ganz rund lief. Kein Wunder, halfen ACADEMY´s Söldner doch dabei Afghanistan, den Irak, Syrien und Libyen in den Bürgerkrieg zu stürzen.
Unsere Blue-Planet-Preisträgerin Ann Wright kämpft mit uns für das Ende der staatlichen Aufträge an Söldner und die Zunehmende Macht des Militärisch-industriellen Komplexes.

4. FORMOSA: Die Plastikinsel
Für ihre schamlosen Verbrechen gegen Umwelt und Gesundheit stellte „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ die Mitglieder der Familie Wang, den Vorsitzenden der FORMOSA PLASTICS GROUP, Lee Chih-tsuen, und das leitende Management der Konzern-Gruppe mit dem „Black Planet Award 2009“ an den Pranger.
„Formosa“ – das ist die Bezeichnung der Insel Taiwan aus Kolonialzeiten. Hier sitzt der größte Plastikproduzent der Welt, der für seinen Profit jede erdenkliche Umweltzerstörung in Kauf nimmt. Selbst über das von der taiwanesischen Regierung erlassene Produktionsverbot für PVC setzte der Konzern sich hinweg und lagerte die Produktion kurzerhand in andere Länder ohne PVC-Produktionsverbot aus. In Point Comfort in Texas beispielsweise lassen sich hohe Konzentrationen von Ethylendichlorid (EDC) im Grundwasser nachweisen.
Doch seither ist der Plastikriese zu noch schamloseren Verbrechen übergegangen: 2016 kam FORMOSA kurzzeitig in die Schlagzeilen, als ihre örtliche Stahlfabrik ein gigantisches Fischsterben durch Chemieabfälle auslöste. Der Fischbestand an der vietnamesischen Küste wurde bis heute dezimiert und hat dort eine regelrechte Völkerwanderung in Gang gesetzt. Nur durch öffentlichen Druck und in Koordination mit vielen Initiativen auf der ganzen Welt gelang es, FORMOSA zur Zahlung von 500 Millionen US-Dollar zu bewegen.
Obwohl das ein toller Erfolg war, kam dieses Geld leider bei manchen betroffenen Fischern bis heute nicht an. ethecon und seine vietnamesischen Verbündeten vermuten, dass die Gelder direkt in die Infrastruktur für den Auslandsstandort von FORMOSA floss, wie es bei „Entwicklungskrediten“ von Kolonialmächten üblich ist. Die taiwanesische Wirtschaftsministerin Emile M. P. Chang stellte in einem Brief an ethecon jede weitere Verantwortung von FORMOSA in Abrede. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Und auch in Texas geht Auseinandersetzung mit FORMOSA in eine neue Runde. Seit Jahrzehnten protestiert und kämpft hier unsere Blue-Planet-Preisträgerin Diane Wilson gegen die Verpestung ihrer Heimat am Golf von Texas durch das Plastik-Imperium, das auch hier illegal Chemieabfälle entsorgt. Im März 2019 hat sie ein Etappenziel erreicht: Die Klage der Shrimp-Fischerin wird nun endlich vor Gericht verhandelt. Der Streitwert wird auf 184 Millionen USD beziffert.
FORMOSA geht dabei extrem repressiv vor und ließ durch die amerikanischen Behörden schon Protest-Webseiten sperren. FORMOSA muss endlich gestoppt werden, bevor das Unternehmen auch nach Luisiana expandiert.

5. BRITISH PATROL: Blut und Öl
Bekannt wurde BRITISH PETROLEUM vor allem 2010 durch die Explosion auf der Bohrinsel „Deep Water Horizon“ im Golf von Mexico und die darauffolgende gigantische Ölverseuchung im Jahr 2010. Elf Mitarbeiter*innen verloren dabei ihr Leben. Das ausströmende Öl löste eine der verheerendsten Umweltkatastrophen der Geschichte aus.
Auch heute macht der Konzern weiterhin Negativ-Schlagzeilen. In seiner deutschen Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven versagten Anfang März die Hochspannungsleitungen. In dem Kraftwerk Schloven verbrennt UNIPER die krebserregenden Abfälle von BP. Teile der Anlage mussten abgestellt werden, Fackelschein und Lärm rissen die Anwohner aus dem Schlaf. Dieser Unfall war bereits der vierte seiner Art seit 2015. Und obwohl sich BP besonders in Deutschland um sein Image bemüht, machen ihm Proteste und Divestement-Kampagnen zu schaffen, an denen sich auch ethecon beteiligte.
Nun zog auch der norwegische Staatsfond sein Geld ab. Der Grund dafür ist, dass beim BP-Konzern das “Klumpenrisiko“ steigt und die Experten des Fonds auf verfehlte Risikostreuung reagieren.
Wie wichtig der Kampf und Protest gegen Großkonzerne ist, zeigt eine Ausstellung in London. Es ist ein Erfolg die ausbeuterischen Geschäftspraktiken an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Ausstellung in der Galerie P21 zeigt die Folgen des Abbaus irakischer Ölreserven, darunter Ausbeutung, Umweltkrisen, staatliche Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Jugendarbeitslosigkeit.

6. TEPCO: Strahlende Spiele
Nach dem Super-GAU von Fukushima hielt ethecon den Vorständen von TEPCO ihre Schuld an der Atom-Katastrophe und ihren profitgetriebenen Menschenverschleiß bei den Aufräumarbeiten vor. Nach Massendemonstrationen gegen die Atomindustrie überbrachten wir ihnen den Black Planet Award 2011.
Heute setzen TEPCO, die japanische Regierung und das olympische Komitee (IOC) die Gesundheit von Sportler*innen und Besucher*innen und besonders Anwohner*innen aufs Spiel: Für die Austragung von Baseball- und Softballspielen in Fukushima 2020 sollen viele evakuierte Anwohner in das strahlenverseuchte Areal zurückkehren.
Von den Ausmaßen der andauernden Katastrophe überzeugten wir uns zuletzt bei unserem Besuch in der „Fukushima Collaborative Clinik“.
Für die Arbeit dieser privat organisierten Praxis für Kinder, die an Schilddrüsenkrebs erkrankt sind, sammeln wir weiterhin Spenden. Spende hier per eMail oder hier auf unserer Internetseite oder hier mit PayPal (Button rechts oben unter dem Foto) oder hier per Direkt-Überweisung:
Stichwort „Fukushima Collaborative Clinik“
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE 58 830 944 95 000 30 45 536

7. GLENCORE: Raubbau, Mord und Sklaverei
2012 erhielt GLENCORE den Black Planet Award von uns. Seither schauen wir dem Konzern bei jedem Schritt nach Kräften auf die Finger. GLENCORE hält an seiner verbrecherischen Tätigkeit bis heute ungebrochen fest: Nach wie vor werden ganze Dörfer umgesiedelt und immer wieder werden Gewerkschaftler*innen und soziale Führungspersonen ermordet. Natürlich nicht direkt von GLENCORE-Angehörigen, sondern von Para-Militärs. Das Dorf El Hatillo ist auf dem größten Kohlevorkommen Kolumbiens gebaut und fiel der Umsiedelung zum Opfer. Außerdem wurde Anfang 2017 mit Aldemar Parra ein führender Vertreter der Gemeinde und bekannter Gewerkschafter ermordet und weitere Umsiedlungsgegner bedroht.
Nicht nur Gewerkschaftler*innen, auch NGO’s sind der Macht des Konzerns ausgesetzt. 2017 wurde Misereor und Facing Finance mit Schadensersatzklagen gedroht, sollten diese nicht ihren Boykottaufruf aus dem Netz nehmen.
Damit aber noch nicht genug, auch die Korruptionsvorwürfe gegen GLENCORE sind aktueller denn je. Durch die 2017 veröffentlichten Paradise Papers kam heraus, dass der Rohstoff-Riese auffallend günstig an wertvolle Minen-Lizenzen gekommen war. Massive Bestechung steht im Raum. Immerhin endeten die Verhandlungen zwischen der staatlichen Minengesellschaft und GLENCORE damit, dass der Konzern 300 Millionen US-Dollar an Minenlizenzen sparte. Weiter sind Dokumente aufgetaucht die belegen, dass GLENCORE zwischen 2013 und 2017 jährlich 6 Millionen Dollar an eine von Pieter D. (wegen Korruption sanktionierter Manager) geleitete Firma zahlte. Das Geld sollte dazu verwendet werden die „Beziehungen zur kongolesischen Präsidentschaft zu pflegen“.
Die Umweltverschmutzung durch den Raubbau von GLENCORE an der Natur sind verheerend. Die Schadstoffmessungen vom Mai 2018 ergaben, dass die Staubbelastung rund um die Stadt Kolwezi um bis das Zehnfache über dem Tagesmittel-Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation WHO lag.
Bis Anfang 2019 wurde der Kohleabbau ausgebaut und beworben. Um sein Image bei der globalen Debatte um den Kohleabbau nicht zu schaden betrieb der Konzern professionelles Greenwashing. Der Guardian Australia berichtete, dass der Konzern Posts von angeblichen Grassroots-Bewegungen im Internet verbreitete, in denen von GLENCORE‘s „sauberer Kohle“ die Rede war. Die Kampagne kostet jährlich umgerechnet zwischen 5,3 und 9,3 Millionen Franken. Dabei hat das Unternehmen auch regelrechte Spionage-Aktionen in Gang gesetzt. Um Informationen über ihr Budget und ihre Social-Media-Reichweite zu erhalten, spionierte GLENCORE Kohlegegner von Greenpeace aus. Ebenfalls wurde nach möglichen Schwachstellen gesucht um die NGO öffentlich bloß zustellen.
Die Geschäftspraktiken sind also immer noch dieselben wie vor 7 Jahren. Die Beweislast gegen den Multi ist heute entsprechend noch erdrückender. Sie soll der Grundstein dafür sein, dass GLENCORE auf die eine oder andere Weise das Handwerk gelegt wird.

8. DEUTSCHE BANK: Der Lachende Dritte
Bei kaum einem schmutzigen Finanzgeschäft verdient die DEUTSCHE BANK nicht mit. So hätten Anshu Jain und Jürgen Fitschen aus dem Vorstand schon bei manch früherer Verleihung des Black Planet Award mit auf der Anklagebank sitzen können.
Für besonderes Aufsehen sorgte jedoch, als die DEUTSCHE BANK während der US-Immobilien-Krise in Cleveland mit undurchsichtigen rechtlichen Konstruktionen Immobilien erwarb und bis zu 100.000 Menschen auf die Straße setzte. Mit Hilfe von Dokumenten- und Unterschriftenfälschungen vertrieb die DEUTSCHE BANK -Tochter DEUTSCHE BANK NATIONAL TRUST insgesamt 1,4 Millionen Familien in den USA durch Zwangsvollstreckungen aus ihren Häusern.
Wie schon während des deutschen Faschismus folgt die DEUTSCHE BANK in der Politik lediglich ihrer „Auswertung der Markteinschätzung“.
Da ist es nur folgerichtig wenn ein aktueller Tweet der DEUTSCHE BANK verkündet, der Faschist und neue Präsident Brasiliens sei der „Wunschkandidat der Märkte“.
Aktuell unterstützen wir die Kolleg*innen, die auf die Fusionsdrohungen der DEUTSCHE BANK und COMMERZBANK am 03. April mit der Niederlegung ihrer Arbeit reagierten. Während die Bosse Millarden-Gewinne mit Waffendeals & Umweltzerstörung einfahren und den Faschisten Bolsonaro umgarnen, wollen sie sich im Zuge der Fusion mit der COMMERZBANK ihrer lästigen Beschäftigten entledigen. Ihre Vermögen würden für Arbeitsplatzgarantien genügen - auch nach der Zerschlagung der DEUTSCHEN BANK!

9. DOW CHEMICAL: Woke oder Joke?
“Woke” (zu deutsch: “wach”) will DOW DUPONT sein. Mit einer großangelegten PR-Kampagne will der Konzern seinen Ruf aufpolieren. Das Magazin Bloomberg Businessweek veröffentlichte kürzlich eine Artikel über DOW’s neuen schwulen CEO Jim Fitterling. Bloomberg präsentiert den Chemieriesen als aufgeklärten Konzern, der eine lange Geschichte von vermeintlich vorbildlichen politischen Funktionen übernimmt.
Der Artikel hebt hervor, dass DOW im Corporate Equality Index der Human Rights Campaign Foundation einen 100er-Treffer erzielt hat. DOW stellte bereits 1929 seine erste weibliche Wissenschaftlerin ein, schütze seine Mitarbeiter vor Diskriminierung und jeder könne sich in dem Unternehmen sicher fühlen, propagiert Bloomsberg.
Leider scheint es DOW viel weniger darum zu gehen, gegenüber den buchstäblich Millionen Opfern seiner rücksichtslosen Unternehmenspolitik Verantwortung zu übernehmen, als reines Pinkwashing zu betreiben.
Während des Vietnamkrieges stellte DOW (zusammen mit MONSANTO) das berüchtigte Sprühmittel Agent Orange/Napalm her, das schätzungsweise 400.000 Vietnamesen getötet und zu 500.000 Geburtsfehlern geführt hat, darunter leiden bis heute Tausende. Jahrzehnte später sind vietnamesische Städte immer noch mit gefährlich hohem Dioxingehalt kontaminiert, einer der gefährlichsten und giftigsten Substanzen, die der Menschheit bekannt sind.
Zur traurigen Legende von DOW DUPONT gehört auch das größte Chemieunglück der Menschheitsgeschichte: Die Bhopal-Katastrophe, in der eine Pestizidfabrik der DOW-Tochter Union Carbide mehr als 600.000 Menschen vergiftete und bis zu 32.000 tötete. Auch das Austreten von giftigen Stoffen aus der von DOW DUPONT verwalteten Rocky Flats-Nuklearwaffenproduktionsanlage, und der Skandal um die Schaffung einer Steuerunterkunft in Höhe von einer Milliarde US-Dollar gehört zu der Liste der Verbrechen von DOW CHEMICAL. Kurz gesagt, der riesige Chemie- und Waffenkonzern kann keinesfalls als „aufgeweckt“ betrachtet werden. Der Artikel ist lediglich das jüngste Beispiel für eine skrupellose Unternehmenswelt, die versucht, ihr Image aufzubessern.

10. COCA COLA: The real thing
Die Vorwürfe gegen COCA COLA reichen weit. Von Rassismus über Schädigung der menschlichen Gesundheit bis zur Mitverantwortung an der weltweiten Wasserknappheit.. Für diese Verbrechen und noch mehr wurden die Vorstände des Konzerns 2016 mit dem Black Planet Award an den Pranger gestellt.
In Mexiko ist das Grundwasser in vielen Regionen verunreinigt, weil COCA COLA die Grundwasserressourcen abpumpt und die Menschen gezwungen sind, Wasser aus Flaschen zu kaufen. Abgepacktes Wasser ist in Mexiko teurer als COCA COLA! Das massenhafte Verbreiten des ungesunden Getränks macht das Unternehmen auch mitverantwortlich für die grenzübergreifende Adipositas-Epidemie.
In Deutschland gingen Anfang April COCA-COLA Mitarbeiter*innen auf die Straße. Auch hierzulande gibt es zahlreiche Kritik an dem Konzern. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, nachdem die dritte Verhandlungsrunde für einen neuen Entgelttarifvertrag für die 7500 Beschäftigten der Coca-Cola European Partners Deutschland gescheitert ist. Der DGB verkündete einen Erfolg. Die Löhne der Mitarbeiter*innen in Deutschland steigen um 9 %. Jetzt fehlt nur noch der Rest der Welt.

11. RHEINMETALL: Deutsche Leitkultur
Für ihre barbarischen Geschäfte hat ethecon 2017 die RHEINMETALL-Manager Armin Papperger, Ulrich Grillo und Larry Fink an den Pranger gestellt. Letzterer ist zudem Chef des weltgrößten Vermögensverwalters BLACKROCK. Sie alle verdienen an den furchtbaren Bürgerkriegen in Syrien, der Türkei und im Jemen. Ihre Waffenschmiede RHIENMETALL hatte bereits nach beiden Weltkriegen illegal die Waffenproduktion fortgesetzt, damit internationales Recht gebrochen und die Militarisierung gefördert.
Da das Geschäft mit dem Tod boomt, investieren sämtliche Großen Banken und Aktienfonds immer mehr Geld in die Rüstung und treiben so auch die Politik vor sich her. So wächst in der EU mit RHEINMETALL ein militärisch-industrieller Komplex heran. So hat der Konzern gerade erst die DEISENROTH ENGENEERING übernommen, der Panzer-Fabrikant KRAUSS MAFFEI WEGMANN soll folgen. Gleichzeitig sitzen Ex-Minister wie Dirk Niebel und Franz Josef Jung auf wichtigen Posten des Konzerns und stellen sicher, dass die Politik ihrem blutigen Treiben keine Schranken setzt.
Kein Wunder. dass die Proteste gegen RHEINMETALL nicht abreißen. Auch als das Unternehmen am vergangenen Wochenende 130 Jahre alt wurde, versammelten sich Rüstungsgegner vor der Munitionsfabrik in Trittau. ethecon ruft dazu auf, den Protest auch zu den Aktionär*innen und Managern zu tragen, die noch immer von den Bürgerkriegen im Jemen und in der Türkei profitieren.
SAVE THE DATE
Filmvorführungen „Waffenexporte RHEINMETALL“ (Eintritt frei)
Di, 23. April 19 Uhr
Metropol-Kino
Brunnenstraße 20
40223 Düsseldorf
Proteste/Aktionen zur anstehenden Hauptversammlung
Di, 28. Mai 9 Uhr
Maritim Hotel
Stauffenbergstraße 26
10785 Berlin

12. VOLKSWAGEN: Unter Wildschweinen
Auf einem sagenumwobenen Familientreffen des Porsche-Piëch-Clans soll ein ehemaliger Vorstand der PORSCHE AG zu seiner Familie gesagt haben: „Ich bin das Wildschwein, ihr seid die Hausschweine!“ Seit der Übernahme des weltgrößten Automobilkonzerns durch den Gründer-Clan aus Nazi-Zeiten scheint dieser Ausspruch zum Geschäftsmotto geworden zu sein. So müssen sich aktuell immer mehr Manager des Konzerns für die kriminelle Vertuschung von Klima-Zerstörung durch Diesel-Motoren und krude Aktiengeschäfte bei der Übernahme des Konzerns durch die PORSCHE HOLDING juristisch verantworten. Die Nervosität in den Reihen der Verantwortlichen bei VW steigt. Jetzt soll offenbar soll Ruhe geschaffen werden. Zwei Standeskollegen aus ihrer Mitte werden ganz offiziell „vor den Bus geschubst“: Der Vorstand von VW fordert, das Ex-Audi-Chef Stadler alleine für den Dieselbetrug haften soll und schlägt der kommenden Hauptversammlung des Konzerns die Nicht-Entlastung vor. Auch lässt der Vorstand kein Wort des Portestes zur staatsanwaltlichen Anklage gegen den ehemaligen Vorstandschef Winterkorn verlauten. Alles offensichtlich in der Hoffnung, dass der Rest der VW-Kriminellen-Bande selbst nicht vor Gericht muss.
Doch es bleibt dabei: Die Verantwortung für das Diesel-Verbrechen zum Schaden von an 3 Millionen Autobesitzer*innen und des Klimaschutzes tragen Vorstand, Aufsichtsrat und Großaktionär*innen gemeinsam. Folgerichtig stellte ethecon mit dem Black Planet Award 2018 Wolfgang Porsche, Stephan Weil, Herbert Diess und Hans Dieter Pötsch an den internationalen Pranger. Seither versuchte Pötsch dem größten Automobilkonzern der Welt ein Öko-Image zu verpassen und kündigte die Massenproduktion von E-Autos an. Warum die neuen Elektro-Autos von VW und Co. keine Lösung sind, darauf wiesen wir bereits in einem früheren Newsletter.
Nun dürfen wir nicht locker lassen. Wir beobachten nicht nur die aktuellen Prozesse, sondern tragen unseren Protest in einem breiten Bündnis am 14. Mai vor die Hauptversammlung von VOLKSWAGEN und konfrontieren die geschmähten Bosse und Besitzer persönlich. Für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept, faire Arbeitsbedingungen, die Entschädigung der Betroffenen und ein solidarisches Wirtschaften!
SAVE THE DATE:
Protest zur anstehenden VOLKSWAGEN-Hauptversammlung
14.05.2019, 9 Uhr
Messedamm 26
14055 Berlin

13. Gegenmacht: Jetzt Konzernkritik stärken
Jahr für Jahr reißt ethecon die Architekt*innen und Profiteur*innen von Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung aus der Anonymität. Die selbstherrliche Elite der großen Konzerne schiebt die Verantwortung gerne auf die Politik, die sie jedoch längst in Abhängigkeit hält.
Um eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung erstreiten zu können, müssen wir die Aufstellung und die Organisation der Nutznießer dieser Ordnung kennen. ethecon stellt sie nicht nur öffentlich an den Pranger, sondern deckt Hintergründe und Zusammenhänge auf. Überzeuge Dich auf unserer Webseite von unserem umfangreichen Archiv. Dieses Wissen stellen wir unseren internationalen Partner*innen zur Verfügung.
Um diese Arbeit aufrecht zu erhalten, brauchen wir Deine Unterstützung in Form von Spenden, Fördermitgliedschaften oder Zustiftungen. Jede Hilfe zählt!

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