TEPCO stoppen! Neues Flugblatt im Umlauf

Keine Olympiade in Fukushima! Menschen vor Profit!

Die Olympischen Spiele in Japan sollen die Atom-Katastrophe in Fukushima vertuschen. Nun wurden sie wegen der Corona-Epidemie um ein Jahr verschoben. Das Kartell aus Großkapital, Atomkonzernen und Politik hält jedoch an seinen Plänen fest: Die Sportler*innen aus aller Welt sollen ihre Wettkämpfe gerade einmal 150 Kilometer von dem seit neun Jahren in der Kernschmelze befindlichen AKW entfernt in Tokyo austragen. Der Fackellauf zur Eröffnung soll gar in unmittelbarer Nähe des explodierten Atomkraftwerks Fukushima stattfinden. Für die Atom-Katastrophe verantwortlich sind die Be sitzer*innen und Manager*innen von TEPCO. Sie wurden 2011 mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award geschmäht. Für sie zählt auch heute nur der Profit. TEPCO muss gestoppt werden!

Weiterlesen auf unserem Flugblatt:

TEPCO stoppen!

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Petition: Gesundheitsschutz und Freiheitsrechte nicht gegeneinander ausspielen!

Seit Wochen droht die Überlastung der Kliniken, doch noch immer werden keine Konsequenzen daraus gezogen. Eine verfehlte Gesundheitspolitik wird auf den Knochen von Ärzt*innen, Krankenschwestern und Pflegern ausgetragen. Und wie wird ihnen der Einsatz gedankt? Mit Applaus, Zwangsarbeit und 12-Stunden-Schichten?

Gleichzeitig wird die Epidemie genutzt, um die Folgen der Wirtschaftskrise auf die Beschäftigten und kleinen Unternehmen abzuwälzen. Unter den großen Konzernen ist eine weitere Machtkonzentration zu erwarten. Auf den griechischen Inseln werden Menschen zum Sterben zurückgelassen. Konzern-Vorstände fordern lauthals die Rückkehr an die Arbeitsplätze, während die täglichen Todesfälle durch die Pandemie sich auf über 10.000 weltweit gesteigert haben. Gleichzeitig werden hier in Deutschland wie vielerorts unsere verfassungsmäßigen Grundrechte weitgehend außer Kraft gesetzt: Demonstrationen und überhaupt Proteste (auch solche mit Sicherheitsabstand) werden staatlich aufgelöst und sogar Auto-Korsos verboten. Mit Infektionsschutz ist dieser Schlag gegen die Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit nicht zu begründen. Öffentliche Räume werden mit Drohnen überwacht, Zwangsarbeit wird verhängt und Mitbestimmung in den Betrieben beschnitten. Aktionärsversammlungen schließen Kritiker*innen aus und ein ernstgemeinter Ausbau des Gesundheitswesens findet selbst trotz der schwersten Epidemie unserer Zeit nicht statt.

Gesundheitsschutz und Freiheitsrechte dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Denn in beiden Fragen geht es um Menschenleben. Sich im öffentlichen Raum zu bewegen, die Wohnung zu verlassen oder für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen ist für viele Menschen ebenfalls eine Frage von Leben und Tod: Für Menschen, denen Gewalt in der Familie droht, die mit Vielen auf engstem Raum eingepfercht sind, die psychisch unter der Isolation leiden, ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben oder durch die aktuellen Notstandsmaßnahmen leiden.

Wir fordern:

Ein gemeinwohl-orientiertes Gesundheitssystem! 

  • Das Gesundheitswesen darf nicht länger den Profiten einiger Pharma- und Gesundheitskonzerne dienen!
  • Betten- und Personal-Kapazitäten müssen vorgehalten werden!
  • Anständige Tarife müssen das Gesundheitswesen attraktiv machen!

Kein Abstand von der Solidarität!

  • Leerstehende Hotels für Obdachlose, Frauen- und Weglaufhäuser beschlagnahmen!
  • Schnelle Aufnahme der Geflüchteten auf den griechischen Inseln!
  • Kein Normalbetrieb! Maximaler Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz!

Keine Abwälzung der Krisen-Kosten!

  • Kurzarbeiter-Geld überall auf 100% aufstocken! Extra-Prämien bei Extra-Lasten!
  • Vollständige Einkommenssicherung für Arbeitnehmer*innen bei Arbeitsausfall oder Kinderbetreuung!
  • Überbrückungskredite für Selbständige und kleine Unternehmen, die mit Liefer- oder Absatzschwierigkeiten kämpfen!

Keine Einschränkungen der Grundrechte!

  • Sofortige Wiederherstellung von Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit!
  • Keine Massen-Auswertung privater Handy-Daten!
  • Keine Bundeswehr-Einsätze im Inneren!

Umstellung der Produktion!

Wer wie viele deutsche Großkonzerne Millionen Autos oder zehntausende Spezialmaschinen pro Jahr bauen kann, und Milliarden an staatlichen Subventionen kassiert, muss jetzt – wie Ford in den USA – zur Produktion von Gesundheitsprodukten wie Beatmungsmaschinen staatlich verpflichtet werden. Gratis, und sofort!






Die Unterschriften werden notariell beglaubigt und anonymisiert mit der Petition an die Bundesregierung geschickt.

 

Fleisch-Konzern JBS stoppen!

Während in Brasilien Proteste von Bauern, Landlosen, Indigenen und Arbeiter*innen wegen der Pandemie verboten werden, gehen Abholzung und Klimazerstörung, Vertreibung und Mord weiter!

ethecon fordert:

    • Stoppt die Rodungen des brasilianischen Regenwaldes für Futtermittel und Rinderzucht!
    • Stoppt das Freihandelsabkommen der EU mit den süd-amerikanischen MERCOSUR-Staaten!
    • Stoppt die Massentierhaltung!
    • Wiederaufforstung und Entschädigung der indigenen Völker Amazoniens!
    • Ein Ende der Korruption – JBS enteignen!






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Diskussionsbeitrag zum Corona-Notstand

Aktuell stellt Corona die Welt auf den Kopf und hat tiefgreifende Konsequenzen für unseren Alltag.
Unsere Stiftung trägt den Namen „Ethik & Ökonomie“. Der Kunstname der Stiftung ethecon ist die Zusammensetzung der beiden Begriffe „ethics“ (engl. Ethik) und „economy“ (engl. Ökonomie). Entsprechend fühlen wir uns aufgefordert, uns im Hinblick auf Corona zu einigen Fragen im Spannungsfeld Ethik und Ökonomie zu Wort zu melden.
Unsere Wortmeldung orientiert sich an der Sachlage und den real stattfindenden Entwicklungen. Sie verdeutlicht Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten und verzichtet auf Vermutungen und Spekulationen.
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