Guten Tag,

Die Ölkatastrophe bei BP versetzt die Menschen vor Ort in Angst und Schrecken. Diane Wilson, Preisträgerin des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2006, wohnt am Golf von Mexiko. Sie und ihre Familie - und mit ihnen viele tausend AmerikanerInnen - sind in Aktion. Auch wir finden, dass es Zeit wird für einen Boykott. Mehr dazu in dieser ethecon email info.

Mit solidarischen Grüßen
Axel Köhler-Schnura / Hubert Ostendorf
ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie

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„ethecon„ ist die Zusammensetzung der englischen Begriffe „ethics“ (Ethik) und „economics“ (Ökonomie). Die englische Sprache haben wir deshalb gewählt, da unsere internationale Stiftung in einer globalisierten Welt wirkt. Dies wird auch an unseren international ausgerichteten Projekten und den beiden internationalen ethecon-Preisen deutlich.

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Sie finden in dieser ethecon email info
(hier nur die Überschriften, die Artikel weiter unten in dieser eMail):

: 1
ethecon-Preisträgerin Diane Wilson
droht Gefängnisstrafe

: 2
Diane Wilson protestiert
gegen BP-Konzern

: 3
Internationaler Aufruf:
Boykottiert BP!

: 4
BP & FPG
Black Planet Award 2009

: 5
Ändern statt Almosen!

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: 1
ethecon-Preisträgerin Diane Wilson
droht Gefängnisstrafe

Die Preisträgerin des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2006, Diane Wilson, ist am 9. Juni in Washington DC festgenommen worden, nachdem sie bei einer Sitzung des Energie-Ausschusses des US-Senats nachgemachtes Öl über sich vergossen hat. Mit dieser Aktion protestierte sie vor allem gegen die republikanische Senatorin Lisa Murkowski, die eine Gesetzesvorlage blockiert, mit der die Haftungsbegrenzung von Ölfirmen aufgehoben werden soll. Diese liegt im Augenblick bei $75 Millionen. Diane Wilson empört sich: „Das ist unerhört! Wie kann sie es wagen, für ‚Big Oil’ Partei zu ergreifen und gegen die Amerikaner, die von diesem von Menschen gemachten Desaster so erschüttert sind?“

Die Unterbrechung der Senats-Tagung durch Diane Wilsons Protest-Aktion wird als gesetzwidriges Benehmen betrachtet. Sollte sie für schuldig befunden werden, droht ihr eine einjährige Haftstrafe. Der Prozess findet schon am kommenden Freitag, 18. Juni, in Washington statt. Medea Benjamin, neben Diane Wilson eine der Mitbegründerinnen der US-amerikanischen feministisch-pazifistischen Bürgerrechts-Bewegung Code Pink, fordert: „Der BP-Geschäftsführer Tony Hayward sollte im Gefängnis sein, nicht eine verzweifelte Garnelenfischerin!“

Ursprünglich beabsichtigte Diane Wilson, am 17. Juni nach Taiwan zu fliegen. Sie will im Vorfeld der Preisübergabe des International ethecon Black Planet Award 2009 an die FORMOSA PLASTICS GROUP mit einigen taiwanesischen FPG-Arbeitern sprechen und Erfahrungen austauschen. Die eigentliche ethecon-Preisübergabe soll am 25. Juni im Rahmen der Hauptversammlung der FPG erfolgen. Sie hofft nun darauf, dass das Verfahren gegen sie am 18. Juni eingestellt wird, damit sie im Anschluss daran von Washington aus direkt nach Taiwan fliegen kann.

: 2
Diane Wilson protestiert
gegen BP-Konzern

Um die nackte Wahrheit über den BP-Konzern ans Tageslicht zu bringen, haben sich die ethecon-Preisträgerin Diane Wilson, ihre Tochter und andere Frauen der Bewegung Code Pink Ende Mai vor der BP-Zentrale in Houston, Texas ausgezogen. Die Idee dazu hatte Diane Wilson von einer Gruppe von nigerianischen Frauen, die eine Ölplattform von Chevron einnahm und damit drohte, sich zu entkleiden, wenn der Öl-Konzern nicht mehr lokale Arbeiter einstellen und in die Gemeinde investieren würde. Chevron gab nach.

Es fällt der 61-jährigen Texanerin und fünffachen Großmutter nicht leicht, sich in der Öffentlichkeit nackt zu zeigen. Aber seit 21 Jahren tut die Garnelenfischerin alles, was nötig ist, um den Umweltschutz am Golf von Mexiko voranzutreiben. Mit ihren Aktionen kämpft sie unermüdlichen gegen die schlimmsten dort ansässigen Umweltverschmutzer, unter ihnen die FORMOSA PLASICS GROUP.

„Der BP-Ölteppich ist der Sargnagel für die Menschen, die - wie ich als Fischerin in vierter Generation - entlang der Golfküste ihren Lebensunterhalt bestreiten,“ so Diane Wilson.

Besonders verärgert ist sie über die hochmütige und rücksichtslose Haltung des BP-Vorstandsvorsitzenden Tony Hayward, der den größten Ölteppich der US-Geschichte als „kleinen Fleck im weiten Ozean“ bezeichnet hat und die Auswirkungen für „sehr, sehr bescheiden“ hält. Dieser Zynismus darf nicht ungestraft bleiben! Daher hat „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ beschlossen, zum Boykott von BP aufzurufen.

: 3
Internationaler Aufruf:
Boykottiert BP!

Angesichts der dramatischen Katastrophe im Golf von Mexiko und der skandalösen Entwicklungen in diesem Zusammenhang, wendet sich „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ mit einem Internationalen Boykott-Aufruf an die Öffentlichkeit:

„BP ist mit einem ausgewiesenen Umsatz von 367 Milliarden Dollar der viertgrößte Konzern der Welt. Die durch BP verursachte Katastrophe im Golf von Mexiko ist ein erschütterndes Beispiel, wie die hinter dem Konzern stehenden Kapitalbesitzer und die verantwortlichen Manager in ihrer rücksichtslosen Jagd nach Gewinn und Profit unseren Planeten an den Abgrund des Ruins treiben. „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ ruft auf zum Boykott des BP-Konzerns und möglichst vieler seiner Tochterunternehmen und Marken wie AMOCO, ARAL, ARCO, BP-Solar CASTROL, am/pm, und WILD BEAN CAFÉ: Boykottieren wir BP bis der Konzern die Katastrophe gestoppt, die Umwelt- und sozialen Schäden beseitigt und die langfristige Verantwortung für alle Folgeschäden übernommen hat! Boykottieren wir BP bis die verantwortlichen Manager und die hinter ihnen stehenden großen Kapitalbesitzer bestraft sind und für die von ihnen verursachten Schäden aufkommen!“

Unterschriftenlisten hier.

Protest-Emails an BP hier.

Bitte diesen Boykott-Aufruf möglichst umfangreich auf Blogs, Facebook, Twitter, per eMail etc.verbreiten.

: 4
BP & FPG
Black Planet Award 2009

Die Preisträger des Internationalen ethecon Black Planet Award 2009, die Verantwortlichen der FORMOSA PLASTICS GROUP (FPG), beweisen immer wieder, wie sehr sie unseren Schmähpreis verdient haben. Auch im Zusammenhang mit BP dürfen sie nicht unerwähnt bleiben: Die beiden Konzerne betreiben in Mailiao in Taiwan ein Joint Venture, an dem BP und die Formosa Chemicals & Fiber Corp (FCFC) jeweils zu 50 % beteiligt sind. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die 2002 gegründete Formosa BP Chemicals Corp (FBPCC), die jährlich 300.000 Tonnen Essigsäure produziert.

Das wichtigste industrielle Ausgangsmaterial für diese Produktion ist das hochgiftige Kohlenmonixid, von dem die Firma jährlich 200.000 Tonnen in einer Fabrik am selben Ort herstellt. Die seit Wochen andauernde Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt deutlich, dass der BP-Konzern keinen Plan zum Krisen-Management für den Notfall entwickelt hat. Es ist mehr als zweifelhaft, ob die beiden profitbesessenen Konzerne einen Notfall-Plan für die taiwanesischen Fabriken erstellt haben. Die bisherigen - teils tödlich verlaufenden - Unfälle in der Konzern-Geschichte der FPG sprechen jedenfalls nicht dafür.

Derzeit laufen noch bis Ende Juni 2010 in Taiwan die Aktionen zur Übergabe des Internationalen ethecon Black Planet Award 2009.

: 5
Ändern statt Almosen!

ethecon ist eine junge Stiftung. Sie möchte die Probleme nicht mit Almosen lindern, sondern durch grundlegende Änderungen Probleme beheben.

“Eine andere Welt ist möglich" - diese bekannte Losung ist ebenso richtig wie auch schwer umzusetzen. Es bedarf großer Ausdauer und eines langen Atems. Und es bedarf auch entsprechender finanzieller Mittel.

ethecon stellt sich dieser Aufgabe. Die Form einer Stiftung wurde gewählt, damit ethecon, unabhängig vom Leben der StifterInnen, Fördermitglieder und SpenderInnen, auch über den Wechsel der Generationen hinweg wirken kann.

In diesem Sinne nehmen die SpenderInnen, FörderInnen und StifterInnen von ethecon die vielbeschworene Verantwortung für künftige Generationen ernst. Sie möchten unsere Kinder und Enkel nicht alleine lassen; sie möchten ihnen eine starke Stiftung für ihre Kämpfe für Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Frieden, Umweltschutz und soziale Sicherheit hinterlassen.

ethecon ist sowohl gemeinnützig als auch mildtätig. Jede Förderung von ethecon ist steuerlich begünstigt.

Um noch wirkungsvoller als bisher in die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen eingreifen zu können bzw. um langfristige mehr Kraft zu entwickeln, brauchen wir Ihre Hilfe. Wir brauchen Sie als Spender/in, als Fördermitglied bzw. am besten als Stifter/in.

Bitte helfen Sie uns, engagieren auch Sie sich: Spenden Sie. Werden Sie Fördermitglied (ab 60 Euro jährlich). Stiften Sie (Zustiftungen sind ab 5.000 Euro möglich). Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) ist möglich. Wenn Sie ein Darlehen gewähren wollen, melden Sie sich bitte.

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Alle Zuwendungen an ethecon sind steuerbegünstigt, wirken steuersenkend und werden entsprechend bescheinigt.

Möchten Sie weitere Informationen. Sichern Sie sich die ausführlichen Informationen zu allen steuerwirksamen Möglichkeiten der Förderung.
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Es gibt in Deutschland ca. 20 Tsd. Stiftungen, international mehrere hunderttausend. Zumeist sind es Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen, denen es in erster Linie um Macht und Geld geht, etwa den Erhalt großer Familienvermögen bzw. die Sicherung der gegebenen politischen Verhältnisse. Es gibt auch Förderstiftungen für alle möglichen Zwecke und sehr viele karitative Stiftungen, die sich um eine Vielzahl von Umweltschutz-, Gesundheits- etc. Problemen kümmern.

ethecon ist eine der wenigen Stiftungen, die sich system-, konzern- und globalisierungskritisch für einen grundlegenden Wandel der Verhältnisse engagieren. ethecon ist eine Stiftung „von unten“, die sich vor allem in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht.

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Bei Interesse an einer Zustiftungen sprechen Sie am besten mit uns. Kurze Nachricht genügt.

ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie
Wilhelmshavener Str. 60
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Fon 030 - 22 32 51 45
eMail mailto:info@ethecon.org
Internet http://www.ethecon.org/

Oder direkt an den Vorstand:

Axel Köhler-Schnura
Schweidnitzer Str. 41
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Fon 0211 – 26 11 210
Fax 0211 – 26 11 220
eMail mailto:aks@ethecon.org

Vorstand

Axel Köhler-Schnura/Düsseldorf
Dipl. Kfm./Träger des Preises für Zivilcourage 2000

Hubert Ostendorf/Düsseldorf
Dipl. Rel. Päd./Journalist und Galerist

Gudrun Rehmann/Detmold
Journalistin

Kuratorium

Elke von der Beeck/Wuppertal
Erwachsenenbildnerin

Uwe Friedrich/Bonn
Dipl. Ing. und Stadtplaner/Betriebsratsvorsitzender

Katharina Kniesche-Schubert/Hamburg
Bankkauffrau/Betriebsratsvorsitzende

Christiane Schnura/Düsseldorf
Dipl.Soz.Päd.

Wolfgang Teuber/Lübeck
Journalist

Karen Teuber-Genn/Norden
Dipl.Päd. und Theaterpädagogin

Lydia Will/Bergisch Gladbach
Studentin

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