Für Union Busting, d.h. skrupelloses und unverblümtes Vorgehen gegen Betriebsräte, Gewerkschafter und selbstbewusste Beschäftigte, z.B. mit Hilfe von schmutzigen Tricks innerhalb des Arbeitsrechts, gibt es mehr als 1000 EUR teure Schulungen, doch das lassen sich die Betroffenen nicht einfach gefallen.
Zwar investiert mancher Betriebsinhaber diesen Betrag, um sich darin perfektionieren zu lassen, „Krankheit und Fehlverhalten als Kündigungsgrund“ für unbequeme Arbeitnehmer (allen voran Betriebsräte und Gewerkschaftler) nutzen zu können. Am vergangenen Mittwoch jedoch hinderten in Köln etwa 30 Aktivisten von diversen Gewerkschaften, workwatch.de und der aktion./.arbeitsunrecht, ein Seminar der auf Union Busting spezialisierten Anwaltskanzlei Dirk Schreiner & Partner am geplanten Ablauf. Unter ihnen waren auch Angestellte, die es sich nicht nehmen ließen, noch vor Arbeitsbeginn dagegen zu protestieren. Das Seminar fand nicht in der geplanten Form und auch nicht im Maritim-Hotel statt.
In Zukunft wollen Aktive der aktion./.arbeitsunrecht unangemeldet Union-Busting-Seminare mitsamt der Teilnehmer stören. Zu prüfen wäre, ob bei derlei Schulungen nicht „zu Straftaten wie Diskriminierung, Prozessbetrug und falschen Anschuldigungen“ angeleitet werde.

Druckansicht      zurück nach oben21.08.2015
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