2016-12-09
MediaInformation

8. Dezember, Houston/USA
Aktion zur Schmähung der Verantwortlichen von DOW CHEMICAL!

Damit hatten die mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award 2015 geschmähten Vorstände und Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL nicht gerechnet: Während ethecon Aktivistin Sibylle Arians mit Freund_innen von Code Pink und der Internationalen Kampagne für Gerechtigkeit in Bhopal, ICJB, vor der Zentrale des Konzerns in Houston/Texas demonstrierten, gelang es Diane Wilson, Bob Lindsey und Anabel Schnura, mit der Urkunde des Schmähpreises für Andrew Liveris, James Ringler und die Großaktionär_innen in das Foyer zu gelangen. Die ethecon Aktivist_innen aus Deutschland hatten eine weitere Station ihrer Reise in Solidarität mit den Opfern von DOW CHEMICAL in Bhopal und anderswo erreicht.
Houston, 8. Dezember 2016,die Preisträgerin des Internationalen ethecon Blue Planet Award 2006, Diane Wilson, stößt zu den ethecon Aktivist_innen. Zusammen mit weiteren Unterstützer_innen brechen sie auf in das Zentrum der Stadt, zum Firmensitz von DOW CHEMICAL in Texas, um dort die Urkunde des Internationalen ethecon Black Planet Award 2015 für die geschmähten Vorstände Andrew Liveris und James Ringler und Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL zu überbringen. Noch am Montag, 05.12. hatten sie die Trophäe des bekannten internationalen Negativpreises in Midland/Michigan an der Weltzentrale des Konzerns überbracht.
Anabel Schnura dazu: „Liveris und Ringler leiten den Konzern, die Großaktionär_innen sind die Besitzer_innen. Auf ihr Konto gehen der Ruin der menschlichen Gesundheit und die Zerstörung der Umwelt im großen Stil, ja selbst der Tod vieler Menschen. Sie stellen nicht nur eine Gefahr für den Frieden und die Menschenrechte dar, sondern auch für die Demokratie, die Ökologie und die Menschheit insgesamt. Sie handeln zum Vorteil persönlicher Macht und privater Bereicherung. Dafür treten sie Moral und Ethik mit Füßen und nehmen den Untergang der Erde als Schwarzer Planet in Kauf.“
Der Zeitpunkt der Überbringung des Internationalen ethecon Black Planet Award ist nicht zufällig. Derzeit wird in aller Welt der 32. Gedenktag an die Chemie-Katastrophe in Bhopal/Indien begangen. Über eine Leck in einem Werk von UNION CARBIDE, einer heutigen Tochter von DOW CHEMICAL, trat in der Nacht vom 02. auf den 03. Dezember 1984 ein Giftgas aus. Zehntausende starben, die Gesundheit von Hunderttausenden wurde ruiniert. Bis heute weigert sich der Konzern, die Opfer zu entschädigen sowie das Gelände und das Grundwasser zu entseuchen. Täglich neu vergiften sich Menschen neu, darunter immer wieder Kinder und Jugendliche.
Wie erwartet ist der Haupteingang von DOW CHEMICAL in Houston von Sicherheitskräften abgeriegelt, es gibt kein Durchkommen. Offensichtlich erwartet der Konzern die Kritiker_innen ebenso wie in Midland/Michigan auch hier bereits. Und dennoch stehen Diane Wilson, Bob Lindsey und Anabel Schnura plötzlich im Foyer des Gebäudes und verlesen den Offenen Brief und fordern Gespräche mit den geschmähten Vorständen und Großaktionär_innen. Sie werden von Sicherheitskräften bedrängt und der Einsatz von Polizei wird angedroht.
Derweil hat der Werkschutz von DOW CHEMICAL vor dem Eingang eine Menge damit zu tun, eine Reihe von Aktivist_innen von Code Pink, die ethecon Aktivistin Sibylle Arians aus Deutschland sowie Kinnu Gondu von der Internationalen Kampagne für Gerechtigkeit in Bhopal, ICJB, aus dem Gebäude zu halten. Es fällt ihnen sichtlich schwer, zeigen sie doch privat Sympathie für das Anliegen der Protestierenden. Trotz aller Anstrengungen zur Unterbindung der Aktionen werden die Forderungen auch dort verlesen und von den Passant_innen wohlwollend aufgenommen:

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