Umverteilung zu Gunsten
der Reichen stoppen!
 
Angesichts der Finanzkrise fordern Vorstand und Kuratorium der Stiftung ethecon das Primat des Profits durch ein Solidarsystem zu ersetzen
 
Auf Ihrer Sitzung am 20. Dezember 2008 verabschiedeten Kuratorium und Vorstand von „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ eine gemeinsame Erklärung zur Finanzkrise und verlangten, das Primat des Profits zu beenden und durch ein Solidarsystem zu ersetzen. Was die Welt erlebe, sei kein Zufall, sondern Ergebnis der Tatsache, dass 1.125 Milliardäre ebenso viel Vermögen wie zwei Drittel der Weltbevölkerung besäßen. Dieses Kapital dränge auf Rendite und Profit. Wenn nun die durch diese Profitgier verursachte Spekulationsblase in sich zusammenbreche, dann sei das nur folgerichtig. Und da die Regierungen sich in den letzten 20 Jahren enger denn je mit dem Finanzkapital verflochten hätten, sei es nicht verwunderlich, dass jetzt aus den Staatskassen Billionen zur Rettung der Vermögen der Reichen bereit gestellt würden.
 
Vorstand und Kuratorium von ethecon kritisieren, dass die Folgen der verheerenden Finanz- und Wirtschaftskrisen von den Lohnabhängigen, den arbeitenden und arbeitslosen Menschen getragen werden müssen. Ihnen werden die Steuerlasten erhöht und die Sozialleistungen weiter gekürzt. In den armen Ländern werden die Menschen gar mit ihrem Leben bezahlen, die Zahl der Hungertoten wird dramatisch ansteigen.
 
Gründungsstifter und Mitglied des ethecon-Vorstands Axel Köhler-Schnura: „Das gesamte kapitalistische System steckt in der Krise. Das auf Profit ausgerichtete System ist nicht in der Lage die sozialen und ökologischen Probleme der Menschheit zu lösen. Es treibt die Probleme vielmehr in verantwortungsloser Weise immer weiter auf die Spitze mit der Gefahr der Apokalypse.“
 
ethecon fordert: Statt der profitorientierten Wirtschaft Billionen zur Verfügung zu stellen, muss das System gewandelt werden. Weg vom Primat des Profits hin zum Primat der Solidarität! Vergesellschaftung der Banken und Konzerne sind ein erster erforderlicher Schritt.
Am 14. März 2009 wird ethecon diesen Forderungen mit einer Fachtagung in Berlin noch mehr Nachdruck verleihen.
 
Weitere Informationen bei
Hubert Ostendorf (Vorstand ethecon) 0152 - 21 52 90 77
Die vollständige Erklärung „Umverteilung von unten nach oben stoppen!“ ist bei ethecon erhältlich.
 
eMail an info@ethecon.net

 
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090317

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