Die DEUTSCHE BANK bleibt wie sie ist: nachhaltig unmoralisch

Das wohl größte Lob aller Reden auf der Hauptversammlung der DEUTSCHEN BANK am gestrigen Donnerstag, 22.05.2014, erteilte sich der Vorstand in seiner Begrüßungsrede selbst. Danach wurde er fast durchgehend mit Kritik und scharfen Worten konfrontiert. Für die Protestunterschriften, überreicht von urgewald e.V., stand Herr Fitschen noch auf, um sie entgegen zu nehmen. Bei der Überreichung des Internationalen ethecon Black Planet Award 2013 von ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ließ er einen Mitarbeiter die Schmähtrophäe neben der Bühne entgegen nehmen. Seine Antwort: „Zu Herrn Köhler-Schnura bleibt mir nur zu sagen, dass wir zu all den Themen, die Ihre Zweifel betreffen, bereits etwas gesagt haben“.
 
Was gesagt wurde, sind Sätze wie:
„Das Thema Rüstungsindustrie muss differenziert betrachtet werden. Wir halten es als durchaus erfoderlich, in bestimmte Produkte für die Verteidigung zu investieren.“
Oder zum Thema Nahrungsmittelspekulation: „Dieses Thema ist so komplex, dass es dafür keine einfache Lösung gibt.“
Außerdem stehe die DEUTSCHE BANK als Finanzakteur auf dem globalen Markt im Handel mit potentiell allen Unternehmen, so die Reaktion auf die Kritik zur Finanzierung von Rohstoffunternehmen, die wie COAL INDIA Menschen vertreiben, zu unmenschlichen Bedingungen arbeiten lassen und sie so Hunger und Armut aussetzen.
 
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie hatte zur Hauptversammlung fünf Gegenanträge eingereicht, in denen vergangene Geschäftspraktiken dargelegt wurden. Diese Fakten sind klare Argumente gegen die Entlastung des Vorstands sowie des Aufsichtsrates und auch gegen die Erhörhung der variablen Vergütung, die mit einer Senkung des Grundgehaltes einhergeht.
 
Das Ergebnis der Abstimmung zeigt, dass die DEUTSCHE BANK nicht in der Hand der Kleinaktionäre liegt, die in der Festhalle anwesend waren und ihren Unmut durch viele kritische und angreifende Reden verdeutlichten. Die DEUTSCHE BANK wurde „Club von Banditen“ genannt, der Vorstand sowie der Aufsichtsrat mehrfach als „unfähig“ ob all der Rechtstreitigkeiten und riskanten Geschäfte bezeichnet. Dass der Internationale Black Planet Award zwar die Sicherheitsschranke passieren durfte, aber nicht vom Vorstand angenommen wurde, zeigt deutlich die Doppelmoral, hinter der sich die Verantwortlichen verstecken: „Die DEUTSCHE BANK sagt nicht, was sie meint und tut nicht, was sie sagt“, formulierte ein Aktionär in seiner Rede. Damit ist kein „Kulturwandel“ zu machen.
 

Die Internationalen ethecon Black Planet Awards bisher schmähten Manager und GroßaktionärInnen der Konzerne MONSANTO/USA (2006), NESTLÉ/Schweiz (2007), BLACKWATER (XE)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009), BP/Großbritannien (2010), TEPCO/Japan (2011) und GLENCORE/Schweiz (2012).
Die Internationalen ethecon Blue Planet Awards ehrten in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009), Elias Bierdel/Österreich (2010), Angela Davis/USA (2011) sowie Jean Ziegler/Schweiz (2012).
ethecon ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“, die sich mit ihren derzeit 40 ZustifterInnen und dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“ in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Die noch junge Stiftung finanziert sich über Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.
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