Zur Trophäe des Internationalen ethecon Dead Planet Award
                    
Bei dem Internationalen ethecon Dead Planet Award handelt es sich um einen unter ausbeuterischen und umweltfeindlichen Bedingungen industriell aus Plastik hergestellten Globus, der von einem/einer Jugendlichen jährlich neu gestaltet und mit schwarzer Farbe verfremdet wird, die sich wie ein Ölteppich über den Globus legt. Die künstlerische Verfremdung ist bewusst nicht von dem Künstler bzw. der Künstlerin, der bzw. die den jährlichen Positiv-Preis schafft, vorgenommen, sondern von einem nicht weiter genannten Jugendlichen. Damit wird vermieden, dass mit dem Internationalen ethecon Dead Planet Award ein Kunstwerk von Wert entsteht; es wird vermieden, dass in unserer auf Verwertbarkeit ausgerichteten Welt ein neuer Wert geschaffen wird, zumal für jemanden, der diesen Wert – im wahrsten Sinne des Wortes - nicht verdient hat. Zugleich steht der/die Jugendliche symbolisch für die gefährdete Zukunft des Blauen Planeten, für diejenigen denen ein toter, unbewohnbarer Planet droht, die Jugend der Welt.
Bezeichnender Weise missachten die mit dem Internationalen Dead Planet Award angeprangerten Personen die Preistrophäe von vorn herein. Nur selten hat einer der Geschmähten den Preis persönlich entgegen genommen. Lediglich in zwei Fällen wurde sie überhaupt in Empfang genommen (2006/Peter Brabeck-Letmathe, Liliane Bettencourt, AktionärInnen und verantwortliche Manager des NESTLÉ-Konzerns sowie 2017/Armin Papperger, Ulrich Grillo, verantwortliche Manager von RHIENMETALL). In einem weiteren Fall wurden wir Zeuge, wie die Trophäe von den Security-Kräften, die die PreisträgerInnen in der Öffentlichkeit abschirmten, wutentbrannt zerstört und in eine Mülltonne geschmissen wurde (2009 / Besitzerfamilie Wang, Lee Chih-tsuen, AktionärInnen und verantwortliche Manager des Chemie- und Gentech-Konzerns Formosa Plastics mit Sitz in Taiwan).
                    
Mit dem internationalen Schmähpreis Dead Planet Award werden in konsequenter Ergänzung und als Gegenstück zum Internationalen ethecon Blue Planet Award Personen gebrandmarkt, die im Spannungsfeld Ethik und Ökonomie ethische Prinzipien in herausragender Weise mit Füßen treten und derart den Blauen Planeten in Gefahr bringen. Wobei der Blaue Planet die gesamte belebte und unbelebte Welt umfasst.
Der Internationale ethecon Black Planet Award prangert Personen an, die beispielhaft von Krieg, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, Zerstörung der Natur und sozialem Elend profitieren und derart gewollt oder ungewollt treibende Kräfte dieser verheerenden Entwicklungen sind. Diese Menschen sind es, die die Gefahr heraufbeschwören, dass aus unserem Blauen Planeten ein toter, unbewohnbarer Planet wird.
                    
Die mit dem Internationalen ethecon Dead Planet Award ausgezeichneten Menschen stehen in einer zunehmend auf den Profit als einzigem Kriterium jeglicher Entscheidung und Entwicklung ausgerichteten Welt als wenige Mächtige der Masse der Menschheit und der Umwelt gegenüber und diktieren deren Lebens und Existenzbedingungen. Selbstherrlich und zunehmend keinerlei Gesetzen und Gerichtsbarkeit unterworfen, agieren sie einzig zum Vorteil der persönlichen Bereicherung. Der Dead Planet Award schmäht und brandmarkt diese Angeprangerten, die Moral und Ethik mit Füßen treten; die für ihre Macht- und Profit-Interessen den Untergang des Planeten als toter, unbewohnbarer Planet in Kauf nehmen. Sie zeigen das, was gemeinhin Rücksichtslosigkeit und Egoismus genannt wird. Sie sind diejenigen, die das empfindliche Pflänzchen der Ethik missachten und schänden.
                    
Diese Menschen und Institutionen werden mit dem Schmähpreis stellvertretend für alle, die den „Blauen Planeten“ gefährden bzw. dessen Untergang zu einem „Schwarzen Planeten“ heraufbeschwören, persönlich gebrandmarkt. Ihre Schmähung soll als Warnung und abschreckendes Beispiel dienen.
                    
Der ehemals „Black Planet Award“ genannte Schmähpreis wurde 2019 in „Dead Planet Award“ umbenannt. Pressemitteilung zur Umbenennung
                    

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Druckansicht      zurück nach oben06.09.2019
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