Vortragsangebote

Zu den folgenden Vorträgen und Führungen können wir eingeladen werden. Es fallen ein Honorar von 400 Euro sowie die Fahrkosten DB 2. Klasse (ohne Spar- oder sonstige Vergünstigung) an. ABER: Sollten die Mittel nicht ausreichen, dann sprecht uns bitte an. Noch ist niemals eine Veranstaltung an den Kosten gescheitert. Alle Honorare werden zur Finanzierung unserer Arbeit verwendet, nichts fließt in private Taschen. Alle Zuwendungen sind steuerlich absetzbar.

+++Aufgrund der aktuellen Epidemie arbeiten wir auch an Online-Webinaren.+++

Bei Interesse an unseren Themen schreiben Sie einfach an info@ethecon.org

 

Profitwirtschaft in der Krise

Schon vor Ausbruch der Coronavirus-Epidemie stand unsere Gesellschaft am Abgrund einer gewaltigen Krise. Aktuell zählen die USA mehr Arbeitslose als während der großen Depression vor knapp hundert Jahren und der Ölpreis an der New Yorker Börse sank zeitweise unter null. Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten…

Doch Warum entstehen die modernen Wirtschaftskrisen? Steuert der globalisierte Kapitalismus seinem Ende entgegen? Und: Welche Alternativen haben wir als Gesellschaft?

Volkswirt Simon Ernst, ehrenamtliches ethecon-Vorstandsmitglied, steht Rede und Antwort.

 

RHEINMETALL – Geschichte einer kriminellen Waffenschmiede

In den letzten Jahren ist RHEINMETALL zum führenden deutschen Rüstungsunternehmen aufgestiegen und hat mit seinen Waffenlieferungen fürchterliche Bürgerkriege möglich gemacht und an ihnen verdient. ethecon schmähte dafür die Vorstände Armin Papperger und Ullrich Grillo sowie die Großaktionäre Larry Fink (BLACKROCK) und Paul Manduca (PRUDENTIAL) mit dem Black Planet Award 2017 (Heute Dead Planet Award). -> Dossier

Schon in zwei Weltkriegen produzierte RHEINMETALL für Tod und Zerstörung. Doch für kurze Zeit konnte RHEINMETALL durchaus erfolgreich zur Friedensproduktion und zur Herstellung etwa von Schreibmaschinen gezwungen werden. Vom Widerstand an den Werkbänken und von der realistischen Perspektive einer Friedensproduktion soll in diesem Workshop gelernt werden. Das Programm ist mit einem Stadt-Spaziergang in Düsseldorf mit Historiker Niklas Hoves kombinierbar.

 

Chemie-Industrie an Rhein und Wupper

Die Chemie-Industrie prägt bis heute Region und Menschen an Rhein und Wupper. Der Chemie-Konzern BAYER initiierte Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von hier aus den Zusammenschluss der Branche zur IG-Farben. Deren Eigentümer förderten den Aufstieg des Faschismus, verdienten an Krieg, „Arisierung“, Zwangsarbeit und industrieller Massenvernichtung durch Zyklon B. In der Bundesrepublik setzte BAYER die Produktion seiner Gifte fort, die nun nicht mehr Menschen sondern Schädlinge in der Landwirtschaft töten sollten. Bis heute zieht der verbrecherische Konzern die Menschen dieser Region und der ganzen Welt in Mitleidenschaft.

Vorträge können maßgeschneidert und mit historischen Stadt-Spaziergängen in Wuppertal und Leverkusen kombiniert werden. Stifterin und Kuratorin Christiane Schnura ist in Wuppertal geboren und arbeitet wie auch Gründungsstifter und ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura (Diplom-Volkswirt) seit Jahrzehnten ehrenamtlich zu diesem Thema.

 

Stadtführung zur Industrialisierung und Arbeiterbewegung in Düsseldorf

Das rasante Wachstum Düsseldorfs im neunzehnten Jahrhundert prägt die Stadt und seine Bewohner bis heute. Von der Eisenwaren-Produktion in Oberbilk über die Gerresheimer Glashütte bis zu RHEINMETALL-BORSIG in Derendorf prägte die Fabrik-Arbeit das städtische Leben. Die in bitterer Armut lebenden Arbeiter, die in die Stadt strömten, entwickelten eine lebendige Vereinskultur und stritten für ihre gemeinsamen Ziele.

In der Novemberrevolution schließlich eroberte Arbeiterschaft in Düsseldorf wie in vielen anderen Städten die Macht und erzwang so das Ende von Krieg und Kaiserreich. Mit dem Ruhraufstand, der vor hundert Jahren den faschistischen Kapp-Putsch vereiteln konnte, setzte sich die Düsseldorfer Arbeiterschaft mit den Kollegen aus den Zechen an der Ruhr an die Spitze der deutschen Arbeiterbewegung. Für einige Wochen schien ein Ende von Ausbeutung und Unterdrückung zum Greifen nah.

Die Entstehung von Kapitalismus und Konzernen

Vor ca. 500 Jahren begann die Eroberung der Amerikas durch europäische Monarchien. Gleichzeitig entstanden neue Rechtformen, die es findigen Unternehmern ermöglichten, einen nie dagewesenen Reichtum anzuhäufen. Die Kosten waren „Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt“ (Marx). Die erste Aktien-Gesellschaft entstand in den Niederlanden, wo sich Kaufleute zusammenschlossen um Schiffe für den Handel mit afrikanischen Sklaven, europäischen Industrie-Produkten und Rohstoffen aus der neuen Welt zu bauen. Schließlich herrschte die britische „Ost-Indische Handelskompanie“ über riesige Flotten und einen großen Teil des Welthandels. Seit die Manufakturen den Fabriken und die Monarchien den Republiken und wichen nahm die Konzentration von Macht und Reichtum in wenigen Händen noch weiter zu…

Der Workshop ist als interaktives Ganztags-Programm angelegt. Es wird in Gruppen gelesen, gelauscht und diskutiert.

Zur Termin-Anfrage