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Gewerkschafter leben bei NESTLÉ Kolumbien gefährlich: Wilberto Quintero Medina (49) arbeitete mehr als 20 Jahre für die Milchpulverfabrik von NESTLÉ in Valledupar/Kolumbien. Er war langjähriges Führungsmitglied der Gewerkschaft Sinaltrainal. Am Abend des 28. April 2025 trafen ihn sechs Kugeln in den Rücken, und er starb noch auf dem Weg ins Spital. Für Carlos Soto, den Generalsekretär von Sinaltrainal, ist klar, dass der Mord im Zusammenhang mit den gewerkschaftlichen Aktivitäten von Medina steht.
Soto sagt: „Die Ermordung von Medina erfolgte in der Woche nach einem nationalen Treffen unserer Gewerkschaft in der Stadt. 100 Gewerkschaftsmitglieder und auch der kolumbianische Arbeitsminister waren damals in Valledupar.“ In der gleichen Woche seien auch Flugblätter mit Namen von Gewerkschaftsmitgliedern und Morddrohungen zirkuliert.
Der Tod von Medina reiht sich ein in eine lange Liste von Verbrechen gegen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter: Nach Angaben des kolumbianischen Arbeitsministeriums wurden zwischen 1971 und 2023 insgesamt 3323 Gewerkschaftsmitglieder ermordet, 39 von ihnen gehörten der Gewerkschaft Sinaltrainal an.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte der Fall des ehemaligen Nestlé-Arbeiters und Gewerkschaftsführers Luciano Romero. Er wurde 2005 entführt, gefoltert und ermordet, nachdem er zuvor mehrfach bedroht worden war. Der Fall führte wegen der Beteiligung von Nestlé-Managern auch zu einem juristischen Verfahren gegen Nestlé in der Schweiz. Die Klage gegen den damaligen Nestlé-Chef Peter Brabeck vor einem Zuger Gericht wurde jedoch aus formalen Gründen abgelehnt.
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Der Schähpreis von ethecon ging stellvertretend für alle Verantwortlichen bei dem Schweizer Lebensmittel-Konzern an die Ultrareiche NESTLÉ Aktionärin Bettencourt sowie den Vorstandsvorsitzenden Brabeck-Letmathe.
Die Schmährede hielt der inzwischen verstorbene Oberstaatsanwalt Prof. Dr. Schöndorf, der seinen Dienst quittierte, weil er miterleben musste, wie ein Strafverfahren gegen BAYER wg. Tausender tödlicher Vergiftungen in Deutschland in lächerlicher Weise beigelegt wurde und er vom BAYER-Werkschutz mit Waffen bedroht wurde, als er Akten beschlagnahmen wollte.
—Alle Dokumente
zur Verleihung des ethecon Schmähpreises an die Verantwortlichen bei NESTLE
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