
—
Gestern hat der 22-jährige Mathematikstudent Julian Huber seine 35-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Plötzensee angetreten. Er hatte sich im August 2023 an einer Straßenblockade in Fürth beteiligt, um auf die verfehlte Klimapolitik aufmerksam zu machen.
Julian erklärt: „Ich gehe ins Gefängnis, um mich von dem Joch der Angst zu befreien. Die Haft ist momentan das schärfste Schwert, das dem deutschen Staat zur Verfügung steht. Ich glaube, dass wir uns als Einzelne und als Bewegung stärker damit auseinandersetzen müssen, wie wir mit diesem Druckmittel umgehen.“
Er ergänzt: Ich weiß, „warum ich so gehandelt habe, wie ich es getan habe. Ich gehe mit der tiefen Überzeugung ins Gefängnis, das Richtige getan zu haben und nach meinem besten Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Ich muss mir nichts vorwerfen. Mit dieser Haltung blicke ich auf die kommenden Tage im Gefängnis.“
Julian möchte eine gesellschaftliche Debatte darüber anstoßen, welchen Umgang politische Bewegungen mit Repressionen wie Gefängnisaufenthalten entwickeln können.
Obwohl er bereits zum Haftantritt geladen war, beteiligte sich Julian am vergangenen Montag an einem Protest gegen RHEINMETALL und blockierte gemeinsam mit anderen, unter anderem Greta Thunberg, das Büro in Berlin Mitte, um auf die Rolle bei der militärischen Unterstützung Israels im Krieg in Gaza aufmerksam zu machen.
ethecon erklärt sich solidarisch mit Julian Huber und protestiert entschieden gegen derartige Repressionen.
Briefe erreichen Julian unter folgender Adresse:
Julian Huber
JVA Plötzensee
Friedrich-Olbricht Damm 16
13627 Berlin
Diese Seite wurde mit Hilfe von Google automatisiert übersetzt. Wir bitten etwaige Übersetzungsfehler zu entschuldigen.