Ein Boot der Freedom Flotilla 3, „Matilda“, wurde am Montag in internationalen Gewässern von der israelischen Marine gekapert, weitere Boote offenbar von griechischen Behörden an der Weiterfahrt gehindert.
Bereits am Sonntag appellierte Uri Avnery, Internationaler ethecon Blue Planet Award Preisträger, an den israelischen Premierminister Netanyahu sowie seinen Verteidigungsminister Ya'alon, dass diese kleinen Boote keinerlei Gefahr für die Sicherheit Israels bedeuteten.
Über das spezielle Anliegen der Flotilla hinaus sei es höchste Zeit, den Hafen von Gaza zu öffnen und die Wirtschaft des Gaza-Streifens von der Strangulierung zu befreien, die seine Bewohner in die Arbeitslosigkeit und schreckliche Armut treibe. Beides sei der Nährboden für Extremismus und Hass, so Avnery. Es sei bekannt, dass internationale Parteien gewillt seien, eine Einigung über eine internationale Überwachung des Gaza-Hafens zu vermitteln, und dass die Führer der Hamas bereit seien, eine solche Einigung zu erzielen.
Die Free Gaza Flotille Flotilla war mit kleinen Booten voller medizinischer Ausrüstung und Solarzellenpaneelen zur Stromerzeugung, Wasserreinigungssystemen und Rollstühlen zum Hafen von Gaza unterwegs. Bemannt war sie mit Helfern aus der Türkei, Großbritannien, Irland, Schweden, Griechenland, Kuwait und Algerien.
Dennoch wurde das Boot „Marianne“ ca. 100 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens vom israelischen Militär gestoppt und beschlagnahmt, über einen Kontakt zu der Besatzung wurde noch nichts bekannt.

Zum Dossier des Internationalen Ethecon Award Preisträgers 2009 und ehemaligen Knessetmitglieds Uri Avnery

Druckansicht      zurück nach oben30.06.2015
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