ethecon eMail info

Guten Tag,

die ethecon Stiftungstagung am 21.11.2015 im Pfefferberg, Berlin, rückt näher. Die ersten Anmeldungen liegen vor. Bitte melden Sie sich frühzeitig an, um sich Ihren Platz zu reservieren.
In dieser ethecon eMail info kommentieren wir vor allem die allgemein präsente Flüchtlingswelle sowie das Verhalten unserer Regierung und stellen erneut unsere Forderung nach der Bekämpfung der Fluchtursachen.
Und wir haben noch Vortragstermine mit dem indischen Arzt und Aktivisten aus Bophal frei. Er berichtet u.a. über die heute noch aktuellen Spätfolgen der Chemiekatastrophe von Bhopal (1984). Dabei lautet unsere Bitte: Spenden Sie unter dem Stichwort „Bhopal“ bequem hier oder auf unserer Webseite mit PayPal.
Das Spendenkonto für Ihre Direkt-Überweisung lautet:

EthikBank
DE58 8309 4495 0003 0455 36
GENO DEF1 ETK

Mit solidarischen Grüßen

Axel Köhler-Schnura/Tanja Brouwers

ethecon Stiftung Ethik & Ökonomie*
www.ethecon.org / info@ethecon.org

PS: Diese ethecon email info geht nur an eigene und empfohlene Adressen. Abbestellen können Sie problemlos hier. Sollten Sie jemanden kennen, für den dieses ethecon email info von Interesse sein könnte, dann leiten Sie die eMail weiter und/oder teilen Sie uns bitte die (eMail)Adresse und die Postanschrift hier mit. Danke.

Nicht vergessen:
Viele weitere wichtige Informationen und Petitionen gibt es auf unserer Facebook-Kampagnenseite. Sollten Sie einen eigenen Facebook-Account haben, dann drücken Sie bitte unbedingt auf unserer Facebook-Seite den „Gefällt mir“-Button und verleihen Sie als „Fan“ unserer Arbeit Ihre Unterstützung. Und empfehlen Sie uns bitte weiter!

* „ethecon“ ist die Zusammensetzung der englischen Begriffe „ethics“ (Ethik) und „economy“ (Ökonomie). Mehr zu „ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie“ am Ende dieser eMail und auf unserer Internetseite.
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Sie finden in dieser ethecon email info
(hier nur die Überschriften, die Artikel weiter unten in dieser eMail):

: 1
Stiftungstagung:
FRONTEX stoppen!

: 2
Fluchtursachen:
Krieg, Hunger, Klima

: 3
Termine frei:
Vortragsveranstaltungen Bhopal

: 4
Tagung:
“Wenn Konzerne den Protest managen“

: 5
Neue Filme:
Yes Men / Michael Moore

: 6
10.10.2015:
Bundesweite TTIP-Demo

: 7
Gesucht:
FörderInnen & StifterInnen

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: 1
Stiftungstagung:
FRONTEX stoppen!

Wir laden ein zur ethecon Tagung 2015 mit Verleihung der beiden diesjährigen Internationalen ethecon Preise Blue und Black Planet Award:

Samstag, 21. November 2015
Beginn 14 Uhr (Einlass ab 13 Uhr)
Pfefferberg, Haus 13 (Großer Saal)
Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin

Die ethecon Tagung mit Verleihung der beiden ethecon Preise hat das topaktuelle Thema:

FRONTEX stoppen - Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge!

Der Saal fasst etwa 200 Gäste. Er war in den Vorjahren stets ausgebucht. Deshalb ist es günstig, sich bereits jetzt anzumelden.

ACHTUNG

Die Tagung ist kostenfrei, aber anmeldepflichtig.
Teilnahme ohne Anmeldung ist nicht möglich.
Spenden sind ausdrücklich erbeten.
Anmeldungen werden in der Reihenfolge
ihres Eingangs bearbeitet.
Fördermitglieder werden bevorzugt.
Anmelden können Sie sich jetzt hier.

Bitte entscheiden Sie bei Ihrer Anmeldung, ob Sie kostenfrei teilnehmen oder einen Beitrag zur Finanzierung der Tagung und Verleihung der beiden Preise leisten. Wir sind eine kleine Stiftung „von unten“, wir sind dringend auf Unterstützung und Förderung angewiesen.

WICHTIG: Geben Sie bei der Anmeldung zur Tagung die Anschriften aller TeilnehmerInnen, die gewünschte Art der Teilnahme (kostenfrei, freiwilliger Tagungsbeitrag 20 Euro, Soli-Beitrag ab 50 Euro) und Ihre Bankverbindung für die Lastschrift an.
Eine Fördermitgliedschaft ist bereits ab 5 Euro im Monat möglich (für Studierende und andere NiedrigverdienerInnen auch darunter). Fördermitglied können Sie hier werden.
Achtung: Eine Jugendmitgliedschaft ist ab 20 Euro jährlich möglich.
Auch bei Nicht-Teilnahme freuen wir uns über eine Spende zum Gelingen der Tagung. Spenden Sie unter dem Stichwort „Tagung“ bequem hier, auf unserer Webseite mit PayPal, oder per Überweisung. Die Kontodaten finden Sie am Ende dieser eMail.

: 2
Fluchtursachen:
Krieg, Hunger, Klima

Seit Jahren, ja schon Jahrzehnten wird bereits davor gewarnt, dass der seit 1990 entfesselte Kapitalismus mit seinen Kriegen, seiner Ausbeutung der Kontinente im Süden, der eingeleiteten Klimakatastrophe, der Verknappung von Trinkwasser und mit vielen anderen Problemen und Verbrechen Flüchtlingsströme ungeahnten Ausmaßes hervorrufen wird.
Knapp 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht, laut den Vereinten Nationen ist dies die größte Flüchtlingskrise seit dem 2. Weltkrieg.
Ein Arm der Flüchtlingsflut strömt Richtung Europa. Tausende von Flüchtlingen aus dem Syrienkrieg und aus dem Balkan nehmen die Landroute oder den Weg über das Mittelmeer nach Westeuropa. Die schockierenden Bilder vom Massensterben im Mittelmeer wie auch von der Behandlung von Geflüchteten an den Festland-Außengrenzen Europas durch die Grenzschutzagentur FRONTEX reißen kaum ab.
Gerade 2 Tage vor der Veröffentlichung des 10-Punkte-Plans der EU zur weiteren Abschottung der Mittelmeer-Außengrenzen sprach der ethecon-Blue Planet Award-Preisträger Elias Bierdel (2010) vom „größten Menschenrechtsskandal weltweit“ und „unterlassener Hilfeleistung“.
Seit einiger Zeit werden die Katastrophen-Bilder ertrunkener Menschen mehr und mehr durch die Zusammenstöße zwischen Geflüchteten und Sicherheitskräften überlagert. Besonders schockierend auch die Bilder, die eine faschistische Journalistin aus Ungarn zeigten, die Flüchtlinge trat und misshandelte.
Mut machen die Nachrichten von dem warmen, herzlichen Empfang durch Scharen hilfsbereiter Bürger an den deutschen Bahnhöfen. Doch müssen wir uns darauf vorbereiten, dass der Wind sich dreht:
Der Kreis der sogenannten sicheren Herkunftsstaaten soll per Gesetzesänderung um Kosovo, Albanien und Montenegro erweitert werden, um die Flüchtlinge an den Außengrenzen der Festung Europa zu stoppen. Noch dazu in selbst armen Ländern.
Bundeskanzlerin Merkel kündigt an, Wirtschaftsflüchtlinge rigoroser abzuschieben.
Die innereuropäischen Grenzen im Süden werden entgegen der EU-Abkommen wieder dicht gemacht. Zäune und Sperranlagen werden errichtet. Der Zugverkehr wird eingestellt. Das Militär wird auf Einsätze vorbereitet. Die Menschen riefen, „schämt euch“ und „das ist nicht Europa„, berichtet ein RTL-Reporter aus dem ungarischen Röszke.
Die Stiftung ethecon forderte bereits 2006 in einer grundlegenden Erklärung zum Thema: „Fluchtursachen bekämpfen - nicht die Flüchtlinge!“.
ethecon stellte fest: „Die voranschreitende kapitalistische Globalisierung ist hauptverantwortlich für die ansteigenden Flüchtlingsströme. Aufgrund des hemmungslosen Raubbaus an den natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen, immer häufiger verbunden mit Krieg oder kriegsähnlichen Entwicklungen, bleibt für Millionen und Abermillionen von Menschen in den ärmeren Ländern der Erde, insbesondere in den Ländern des Südens, keine andere Wahl, als ihre Heimat und ihre Familien zu verlassen und die Flucht anzutreten. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für sich und die ihren.“
Die deutsche Wirtschaft amtierte in den Jahren 2008 bis 2012 immer noch als der Waffenexporteur Nr. 3 weltweit, in Europa steht die deutsche Rüstungsindustrie an erster Stelle. Somit fordert ethecon, die wahren Verursacher für das aktuelle Szenario gerade stehen zu lassen - wie es kürzlich die Junge Welt formulierte: „ Öffnet legale Wege nach Europa! Bezahlt die Unterbringung der Flüchtlinge aus den Milliardengewinnen der Rüstungskonzerne! Und nicht zuletzt: Verbietet alle Rüstungsexporte!“

: 3
Termine frei:
Vortragsveranstaltungen Bhopal
Wir haben noch Termine frei bei unserem Vortragsangebot, zu dem ein indischer Arzt extra aus Bophal, Indien, nach Deutschland kommt. PartnerInnen, die bei sich vor Ort eine Veranstaltung mit einem Bhopal-Aktivisten organisieren möchten, sind willkommen. Der Arzt kann honorarfrei über uns eingeladen werden. Zeitraum: 22.11.-25.11.15.

=> Wer hat Interesse, im genannten Zeitraum eine Veranstaltung zu organisieren? Bitte bei uns melden
per Fon 0211 - 22 95 09 21
per Fax 0211 - 22 95 09 29
oder per eMail.

=> Kennen Sie jemanden, der an solch einer Vortragsveranstaltung Interesse hat, dann fragen Sie bitte dort einfach nach oder teilen Sie uns die Kontaktdaten (Postanschrift und eventuell einen Ansprechpartner) per Fon, Fax oder eMail mit, damit wir selbst nachfragen können. Rückmeldung erwünscht bis spätestens 25. September.

Schwerpunkte des Vortrags unseres Gastes werden sein:

Ayurveda-Praktiken zur Behandlung der Opfer Ein weiterer Aspekt seines Vortrags wird die Kriminalität in der Pharma-Industrie sein.

Hintergrund
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie stellt im November mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award 2014/2015 Andrew N. Liveris, (Vorstandsvorsitzender), James M. Ringler (Mitglied des Vorstands) sowie die GroßaktionärInnen des Chemie-Konzerns DOW CHEMICAL (USA) an den Pranger. Ihnen gehört der Konzern, sie leiten die Firma.
1984 explodierte die Pestizidfabrik von UNION CARBIDE in Bhopal und eine Giftgaswolke zog über die dichtbesiedelten Gebiete. Innerhalb weniger Tage starben 8.000 Menschen an dem Gift, bis heute starben über 20.000 Menschen an den Folgen, über 150.000 sind chronisch krank.
Selbst heute noch, in der dritten, jetzt heranwachsenden Generation sind Zehntausende vergiftet, sterben Menschen. Die Gifte wurden nie entsorgt, sie reichern sich großflächig in den Böden an, verseuchen das Grund- und Oberflächenwasser. Selbst die Krankenhäuser zur Versorgung der Opfer mussten die Menschen sich selbst aufbauen und müssen sie Jahr für Jahr über Spenden finanzieren. Hat UNION CARBIDE schon die Menschen nach der Katastrophe allein gelassen, nie angemessen entschädigt und die Situation vor Ort nicht behoben, so hat DOW CHEMICAL den Pestizidhersteller zwar komplett übernommen, weist aber einfach jeglichen Rechtszusammenhang von sich, tut nichts zur Behebung der Folgen der Industriekatastrophe und lässt die Menschen in Bhopal ohne jede Hilfe und Unterstützung.
Die Betroffenen in Bhopal verbleiben auch ohne staatliche Hilfe. Auch dort müssen sie ihre ärztliche Versorgung eigenständig organisieren. So zum Beispiel in der Sambhavna Trust Clinic. Sie arbeitet einzig durch die Kraft der internationalen Solidarität. Dort werden auch über 30 Jahre nach der Chemiekatastrophe 29.000 vergiftete Kinder und Jugendliche versorgt. Es treten bereits in der dritten Generation Vergiftungen durch den bis heute nicht gereinigten Boden und das verseuchte Grundwasser auf.
ethecon arbeitet mit den internationalen Bhopal-Kampagnen Bhopal.org und Bhopal.net zusammen. Aktuell ist noch bis Mitte November unsere ethecon-Aktivistin Anabel Schnura als Freiwillige vor Ort und hilft bei Bodenwasserproben mit, einem Projekt der Sambhavna Trust Clinic. Sie berichtet in einem Blogbericht regelmäßig über ihre Erlebnisse in Bophal und die einer weiteren vor Ort befindlichen ethecon-Aktivistin, hier und auf unserer Facebook-Seite.
Wenn für Sie keine Vortragsveranstaltung mit dem indischen Aktivisten möglich sein sollte, ist vielleicht eine Spende an ethecon für das selbstverwaltete Krankenhaus Sambhavna Trust Clinic in Bhopal möglich. Die Opfer in Bhopal werden mit dem Gift alleine gelassen. Selbst die Gesundheitsversorgung muss in Eigeninitiative aufgebaut werden. Spendenstichwort „Bhopal“.

Online spenden können Sie hier.
Oder auf unserer Internetseite per PayPal.
Oder analog auf unser Konto:

EthikBank
BIC GENODEF1ETK
IBAN DE58 8309 4495 0003 0455 36

Jeder Beitrag hilft, egal wie groß oder klein.

: 4
Tagung:
“Wenn Konzerne den Protest managen“

Unter dem Motto „Was passiert, wenn Konzerne den Protest managen’“- laden die Organisationen Robin Wood, Lobbycontrol, klimaretter.info und die Linke Medienakademie zu einer Tagung am 26.September in die Humboldt-Universität zu Berlin, Seminargebäude am Hegelplatz ein.
In über 30 Workshops und Vorträgen werden Antworten auf die Fragen erörtert: „Wie funktionieren PR-Kampagnen unter dem Deckmantel zivilgesellschaftlichen Engagements? Welche neuen Formen von Protest- und Akzeptanzmanagement gibt es auf Seiten der Konzerne? Welche Gegenstrategien sind erfolgreich?“
Dabei werden natürlich auch die neuen Methoden des Protestmanagements von Unternehmen in verschiedenen gesellschaftlichen Konfliktzonen vorgestellt und untersucht.
Wenn sich Unternehmen mit zivilgesellschaftlichem Widerstand konfrontiert sehen, wie etwa gegen Großprojekte (Straßen, Bahnhöfe, Flughäfen, Gentechnik etc.), setzt das Unternehmen und Politik unter großen öffentlichen Druck. Als eine Reaktion darauf weiten auch Konzerne und deren PR-Agenturen ihre Handlungsfelder in den zivilgesellschaftlichen Bereich aus. Häufig tun Unternehmen dies verdeckt.
Inzwischen kalkulieren Investoren oder Projektentwickler der Unternehmen öffentlichkeitswirksame Proteste ein. Der Versuch, letztere zu verhindern oder zu ignorieren, genügt nicht mehr. Vielmehr ist es das Ziel, „Argumente zu managen“, Proteste zu übertönen oder zu neutralisieren. Ein Beispiel ist in der Auseinandersetzung um den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof die von Unternehmen initiierte Kampagne „I love S21“ oder auch die gerade laufende Kampagne der Fleischindustrie.
Konzerne und PR-Agenturen nutzen außerdem aus, dass zivilgesellschaftliche Aktionsformen (Bürgerinitiativen, Unterschriftensammlungen etc. pp.) grundsätzlich ein positives Image besitzen und nutzen deshalb diese Aktionsformen mit fingierten und von ihnen gesteuerten initiativen.
Konzerne profitieren zudem von einer zunehmenden Unübersichtlichkeit: Das Internet hat zu einer Vervielfachung von Informationen geführt; eine schier unendliche Informationsflut hat das Selektieren für viele Nutzer schwieriger gemacht. Es hat nicht nur sozialen Bewegungen neue Kanäle geöffnet, sondern dort lassen Konzerne auch gezielt Gerüchte, Falschinformationen, Denunziationen verbreiten.
Mit anderen Worten: Der Kampf um die Meinungshoheit im öffentlichen (Diskurs-)Raum ist dringend geboten.
Unter dem vielsagenden Titel „Graswurzeln oder Kunstrasen? – Wie man angebliche Bürgerinitiativen enttarnt“ informiert beispielsweise ein Werkstattbericht des investigativen ZEIT-Journalisten Christian Fuchs. Dieser hat in seiner Laufbahn mehrfach Fake-Initiativen enttarnt. In seinem Vortrag referiert er u.a. zum Pro-Atom-Verein „Bürger für Technik“, zu der industriefinanzierten Gesundheitskampagne „Meine Wahl!“ oder gar zu der Gruppe „Jugend für Menschrechte“ der Scientology-Sekte.
Mit von der Partie auf der Tagung ist auch die Coordination gegen Bayer Gefahren (CBG): In der Vorstellung einer „Fallstudie David gg. Goliath“ wird Philip Mimkes (CBG) über die Gegenwehrmaßnahmen des Chemieriesen BAYER sprechen, welcher seit 1978 durch die Coordination mit allen von ihm ausgehenden Risiken wie der Produktion giftiger Pestizide, genmanipuliertem Saatgut Störfällen im Unternehmen, Lobbying etc. öffentlich konfrontiert wird. Bei der Gegenwehr des Unternehmens sind Klagen, Verleumdung und Greenwashing-Kampagnen an der Tagesordnung.
Das Angebot ist Bestandteil der LIMA15, des vom 21. - 26. September stattfindenden Kongresses zum Thema „Medien kompetent nutzen, gestalten und diskutieren“ - sechs Tage mit Workshops, Vorträgen, Debatten, Aktionen und Raum für Vernetzung rund um die Medienlandschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Der Eintritt zur Tagung ist frei, um eine Anmeldung für die Tagung oder einzelne Workshops/ Vorträge wird gebeten.

: 5
Neue Filme:
Yes Men / Michael Moore

Yes Men
Die Yes Men schlagen wieder zu: Hauptsache dreist und auffällig auftreten, Hauptsache Verwirrung stiften. Die Comedy-Aktivisten kämpfen mit ihren Protestaktionen gegen Konzernlobbyismus und Umweltzerstörung. Ihr dritter Film „Jetzt wird’s persönlich“ startete am 20. August in den deutschen Kinos.
Ihr wahrscheinlich größter Coup: Am 03. Dezember 2004, am 20. Jahrestag der Katastrophe von Bhopal, trat Yes Man Andy Bichlbaum bei BBC World als fiktiver DOW CHEMICAL-Sprecher namens Jude Finisterra auf. Durch den unnachahmlichen Bluff der Yes Men meldete die BBC an diesem Jahrestag, dass sich das Unternehmen DOW CHEMICAL zu seiner Pflicht bekennen wolle und sich bereit erklärt, zwölf Mrd US-Dollar an die Familien der mehr als 8.000 Toten und 120.000 Verletzten von Bhopal auszuzahlen: Andy Bichlbaum alias Jude Finisterra sagte in BBC-World „Ich bin sehr glücklich, dass ich heute mitteilen kann, dass DOW erstmals die volle Verantwortung für die Katastrophe in Bhopal übernimmt. Wir haben beschlossen, UNION CARBIDE zu liquidieren, diesen Albtraum für die Welt, der DOW Kopfschmerzen bereitet.“
Kurz darauf dementierte die BBC ihre Meldung – und der im BBC-Live-Interview zu Wort kommende „Jude Finisterrra“ stellte sich als Yes Man heraus. In der Zwischenzeit war jedoch der Wert des Konzerns DOW CHEMICAL, der auch ethecon Black Planet Award Preisträger 2014/2015 ist, an der Börse um circa zwei Mrd Dollar gesunken.
Ein Betrag, mit dem die Sanierung des mit Quecksilber und krebserregenden Chemikalien vergifteten Geländes in Bhopal unschwer hätten unternommen werden können, meint die Stiftung ethecon. Nach einer Greenpeace-Studie lägen die Kosten lediglich in der Größenordnung von 30 Millionen Dollar.
ethecon ist gespannt, welche Einfälle der Yes Men wir als Nächstes erwarten können.

Michael Moore
Michael Moore meldet sich 6 Jahre nach “Capitalism: A Love Story„ mit einem neuen provokanten Film zurück. Der Titel des neuen Werks des Oscar-Preisträgers lautet: “Where to Invade Next„ und beschäftigt sich mit der Kriegsmaschinerie der US-amerikanischen Regierung.
Die Premiere feiert der Film aktuell auf dem Toronto Film Festival.
Gemäß den Informationen auf der Seite des Filmfestivals wird der Amerikaner dem Pentagon raten, abzutreten, denn “von nun an wird er das Einmarschieren übernehmen„.
Michael Moore sagte zu der Frage, ob ihn ein einzelnes militärisches Unternehmen zu dieser neuen Satire inspiriert habe: “Ich glaube, es gibt nicht einen Auslöser. Wir haben alle in dieser Zeit nach 9/11 gelebt. Und alles, was in unserem Land vorging - diese Notwendigkeit, immer einen Feind zu haben - diente dazu, diesen Industriezweig am Leben zu halten.„
Wenn sich ein Regisseur wie Michael Moore mit dem “immerwährenden Kriegszustand der USA„ beschäftigt und das satirische Potenzial in einem neuen Film verarbeitet, darf man auch auf dieser Seite des Ozeans auf die Premiere im September gespannt sein.
Doch ob es dafür wieder einen Oscar gibt, wenn Moore dem Pentagon rät, zurück zu treten?
Laut Bericht des “The Hollywood Reporter“ konnte Moore für den neuen Film auch Teammitglieder aus früheren Produktionen gewinnen. Thom Powers, der das Dokumentarfilm-Programm für das Festival zusammengestellt hat, lässt seiner Begeisterung freien Lauf: „Ich war immens beeindruckt. Der Film ist sehr lustig. Er ist sehr zeitgemäß. Er wird in diesem Herbst einige Diskussionen anregen und viele Fans aus der ganzen Welt anziehen. Er gehört zu Michaels besten Arbeiten.“
Auch ethecon ist angesichts des brisanten und realitätsnahen Themas bereits sehr gespannt.

: 6
10.10.2015:
Bundesweite TTIP-Demo

Jetzt handeln! Bei TTIP spitzt es sich zu.
Wir brauchen eine machtvolle Großdemo in Berlin am Samstag, den 10.10.2015.

TTIP & CETA stoppen!
Für einen gerechten Welthandel!

=> Auftaktkundgebung: 12 Uhr
Berlin/Hauptbahnhof – Washingtonplatz
Abschlusskundgebung im Anschluss
an die Demonstration am Brandenburger Tor
Bitte laufend nach Aktualisierungen hier schauen.

=> Von überall her werden am 10. Oktober Busse und Sonderzüge nach Berlin fahren.

=> Hier findet sich eine Mitfahrbörse
natürlich auch für Auto- und Fahrradfahrer/innen

=> oder organisieren Sie selbst zusammen mit anderen einen Bus.
Einen „Busleitfaden“ mit Tipps finden Sie hier.

Natürlich fahren auch die ehrenamtlichen Mitstreiter von ethecon nach Berlin. Die Stiftung ethecon gehört zu den Unterstützern der bundesweiten Demonstration gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Gerade mobilisiert die Stiftung nochmals mit einem großen Mailing zur Demo.
In einer politischen Erklärung hat ethecon 2014 darauf hingewiesen, dass Freihandelsabkommen und Investitionsverträge soziale, ökologische, kulturelle und demokratische Rechte mit Füßen treten: „Seit Jahren versuchen die weltweit agierenden Konzerne und Investoren in einer wahren Flut von Geheimverhandlungen mit Staaten und Staatenbündnissen Sonderabkommen durchzusetzen. Ihnen geht es um Privilegien zu Gunsten ihrer Profite gegenüber den Staaten, den Völkern und den Menschen. Hinter verschlossenen Türen, ohne öffentliche Debatte, ohne Einbeziehung der demokratisch gewählten Parlamente.“
Das muss ein Ende haben. Lasst die Großdemonstration am 10.10.2015 in Berlin gewaltig werden.

: 7
Gesucht:
FörderInnen & StifterInnen

Wenn Sie sich auf unserer Webseite die Meldungen, die Medieninformationen und die Newsletter ansehen, oder unsere Aktivitäten bei Facebook, Twitter, Youtube oder Flickr nachvollziehen, dann können Sie sehen, dass wir zwar eine kleine Stiftung sind, aber trotzdem einiges bewegen. Falls Sie dieses Engagement richtig und wichtig finden, bitten wir Sie um Ihre Spende, besser noch um eine Fördermitgliedschaft oder gar Zustiftung.
ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist eine ungewöhnliche Stiftung. Alternativ, konzernkritisch und systemverändernd.
Unsere Idee ist: Eine Stiftung wirkt im Gegensatz zu anderen Organisationen weit über den Generationenwechsel und eignet sich deshalb ganz besonders, wenn es um die Zukunft der Kinder und Enkel geht. Alles, was Konzerne und ihre Handlanger in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft heute verbrechen, trifft nicht nur uns, sondern noch viel mehr die nach uns kommenden Generationen. Die Stiftung soll hier Kontinuität des Widerstandes schaffen. Über den Wechsel der Generationen hinaus.
Fördermitgliedschaften sind ab 60 Euro jährlich möglich. Diese sind für unsere Arbeit besonders wichtig, weil sie für uns durch die Regelmäßigkeit ihres Eingangs überhaupt erst die Planbarkeit unserer Arbeit schaffen. Für Arbeitslose, Jugendliche und StudentInnen sind Fördermitgliedschaften bereits ab 20 Euro jährlich möglich (bitte angeben). Wir möchten mit unserer Stiftung und unserer Arbeit so vielen Menschen wie möglich die politische Partizipation ermöglichen. Dafür hoffen wir auf eine möglichst breite Basis an UnterstützerInnen.
Selbstverständlich können Sie hier auch zustiften (ab 5.000 Euro), um unsere Stiftung zu stärken. Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) kann hier eingerichtet werden. Das Stiftungskapital ist festgelegt und unantastbar. Die Zinsen werden nur einmal im Jahr ausgeschüttet und liegen (unter anderem aufgrund der ethischen Anlageprinzipien) bei etwa zwei Prozent.
Oder unterstützen Sie uns und unsere Projekt einfach mit Ihrer Spende.
Übrigens helfen uns auch Darlehen weiter!
Wichtig: Alle Zuwendungen an ethecon werden steuerwirksam bescheinigt und können - falls eine Steuererklärung gemacht wird - über Steuerersparnisse je nach persönlichem Steuersatz refinanziert werden.
Und wenn Sie zuvor erst einmal mehr Info über uns und unsere Stiftung wollen, dann bestellen Sie einfach hier die Stiftungsbroschüre „Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung“. Natürlich kostenlos (Spende erbeten).

-- Diese ethecon email info geht nur an eigene und empfohlene Adressen. Abbestellen können Sie problemlos hier. Sollten Sie jemanden kennen, für den diese ethecon email info von Interesse sein könnte, dann leiten Sie diese eMail weiter und/oder teilen Sie uns bitte die (eMail)Adresse hier mit. Danke.
-- Es gibt in Deutschland ca. 20 Tsd. Stiftungen, international mehrere hunderttausend. Zumeist sind es Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen, denen es in erster Linie um Macht und Geld geht, etwa den Erhalt großer Familienvermögen bzw. die Sicherung der gegebenen politischen Verhältnisse. Es gibt auch Förderstiftungen für alle möglichen Zwecke und sehr viele karitative Stiftungen, die sich um eine Vielzahl von Umweltschutz-, Gesundheits- etc. Problemen kümmern. ethecon ist eine der wenigen Stiftungen, die sich system-, konzern- und globalisierungskritisch für einen grundlegenden Wandel der Verhältnisse engagieren. ethecon ist eine Stiftung „von unten“, die sich vor allem in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen sieht. Weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitgliedschaften sind willkommen. Spenden bitte an:

EthikBank
IBAN DE58 8309 4495 0003 0455 36
BIC GENO DEF1 ETK

Werden Sie Fördermitglied. Ab 60 Euro jährlich möglich. Formlose Mitteilung unter Angabe eines Kontos zur Abbuchung des Beitrages genügt.
Bei Interesse an einer Zustiftungen sprechen Sie am besten mit uns. Kurze Nachricht genügt.
Online spenden können Sie hier.

Fördermitglied (ab 60 Euro jährlich) werden Sie hier.
Zustiften (ab 5.000 Euro) können Sie hier.
Eine Ansparzustiftung (ab 20 Euro monatlich) zeichnen Sie hier.

ethecon
Stiftung Ethik & Ökonomie

Axel Köhler-Schnura (Vorstand)
Schweidnitzer Str. 41
40231 Düsseldorf
Telefon +49(0)211 22 95 09 21
Telefax +49(0)211 22 95 09 29
eMail info@ethecon.org
Internet www.ethecon.org/

Vorstand
Axel Köhler-Schnura/Düsseldorf
Jan Leddin/Köln
Gudrun Rehmann/Detmold

Kuratorium
Beutler, Angela / Hamburg
Fuhs, Andreas / Berlin
Hincha, Brigitte / Hennef
Koberg, Christian / Kiel
Schnura, Christiane / Düsseldorf
Schnura, Maraike / Heilbronn
Teuber, Wolfgang / Lübeck

Dies ist eine standardisierte eMail. Wir bitten Doppellieferungen zu entschuldigen.
Wer nicht in diesem Verteiler sein möchte, kann sich hier streichen lassen.

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