Generationswechsel – Marius Dornemann stellt sich als neuer Geschäftsführer vor

Auch die nächste Generation: Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Nach meinem Abitur im Jahr 2011 entschied ich mich für ein freiwilliges soziales Jahr. Doch mein kleines Gehalt von gerade einmal zwei Euro je Stunde langte hinten und vorne nicht.

Also nahm ich einen zweiten Job an. Bei einer Personal-Agentur. Über diese wurde ich an meinen freien Tagen und im Urlaub für Aushilfsjobs auf Messen und Aus­stellungen vermittelt. Ich musste für Firmen Getränke ausschenken und Kaffee kochen.

Eines Tages wurde ich von DOW CHEMICAL gebucht. Um zu wissen, wessen Namen ich auf dem Ansteckschild an meinem Hemd trug, recherchierte ich … und war total geschockt! DOW CHEMICAL, ein Chemie-Gigant aus den USA, der offenbar vor keinem Verbrechen zurückschreckt.

Was ich las, sprengte die Grenzen meiner Vorstellungskraft. Von der Herstellung von Chemiewaffen wie Napalm bis zur Zerstörung der Umwelt – dieser Konzern hatte keinerlei Skrupel.

Während ich am Messestand von DOW CHEMICAL arbeitete, hatte ich nur einen einzigen Gedanken: Wie komme ich aus dieser Situation raus? Ich hatte einen Arbeits­vertrag unter­schrieben und zugleich (noch) nicht den Mut, öffentlich zu bekennen: „Nein, für so eine Firma arbeite ich nicht.“

Nach diesem Erlebnis beschloss ich, mich unbedingt intensiver mit Unrecht und Verbrechen zu beschäftigen und das System dahinter zu ergründen.

Dabei merkte ich rasch, dass Bücherwälzen alleine nicht ausreicht. Die Welt braucht Menschen, die handeln, die ein gemeinsames Ziel haben und sich zusammentun.

Ich organisierte mich in der SDAJ, wurde Kommunist, arbeitete in Bündnissen, nahm an Aktionen und Kampagnen teil, leistete Widerstand gegen Ausbeutung und Ungerech­tigkeit und ging für vor allem für den Frieden und gegen RHEINMETALL auf die Straße.

Und so habe ich nach und nach den Mut gefunden, nicht mehr zu Verbrechen und Ungerechtigkeit zu schweigen, mich zu Wort zu melden und auch aktiv Widerstand zu leisten.

Dann lernte ich vor einiger Zeit ethecon kennen. Ich erfuhr, dass die Stiftung die Verantwortlichen von DOW CHEMICAL schon sehr früh u. a. für die Verbrechen in Bhopal/Indien mit dem Internationalen ethecon Dead Planet Award öffentlich an den Pranger gestellt hat. Einige Jahre danach ehrte ethecon Rachna Dinghra aus Indien mit dem Internationalen ethecon Blue Planet Award. U.a. für ihren Einsatz gegen den Verbrecher-Konzern DOW CHEMICAL.

Als ich mich mit ethecon beschäftigte, erfuhr ich, dass es Menschen der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen sowie der „Babyboomer“-Generation waren, die diese kapita­lismus- und konzernkritische Stiftung gegründet und aufgebaut haben. Ich habe gelesen, dass es ihnen u. a. darum ging, den nach ihnen kommenden Generationen zu zeigen, dass es zuvor schon Menschen gab, die sich gegen Profitverbrechen und kapitalistische Willkür gewehrt haben.

Mir wurde klar, welche Bedeutung ethecon für uns „Junge“ hat und kam zu dem Schluss: Es muss weitergehen mit ethecon! Angesichts von Klimakatastrophen, Atomkriegsmanövern, sozialem Ruin, zunehmendem Hunger in der Welt ist die Arbeit von ethecon gegen Profitverbrechen und Konzernwillkür von zentraler Bedeutung.

Und so habe ich mich entschlossen bei ethecon anzufangen. Ich bin jetzt 31 Jahre alt und will dazu beitragen, eine Welt zu erkämpfen, in der das Profitdiktat Geschichte ist. In einer Zukunft, in der Mensch und Umwelt im Mittelpunkt stehen, nicht die privaten Profite von ultrareichen Milliardär*innen.

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

den Generationswechsel bei ethecon ins Werk zu setzen, ist keine leichte Aufgabe. Wir als „junges Team“ sind unbedingt auf die Unterstützung der „alten Hasen“ angewiesen, wir brauchen Euren Rat und Eure Rückenstärkung.

Und vor allem bitte ich ausdrücklich und ganz persönlich um finanziellen Beistand. Jetzt muss der Generationswechsel finanziert werden. Konzernkritik muss weitergehen.

Ohne Geld ist das nicht zu machen. Um Erfolge gegen Konzernmacht durchzusetzen, reicht ehrenamtlicher Einsatz alleine nicht aus.

Im Gegenzug versichere ich, dass ich mich mit aller Kraft einsetzen werde, um ethecon erfolgreich in die Zukunft zu führen. Gemäß dem Motto der Stiftung: „Für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung.“

Ich baue dabei auf den bei ethecon geltenden Grundsatz: Gegen die Macht der Konzerne die Solidarität der Menschen!

Ich bedanke mich herzlich für alle bereits eingetroffenen Spenden. Falls Sie noch nicht gespendet haben finden Sie unten die Spenden-Detaills.

Herzlichen Dank!

Marius Dornemann

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