[ethecon eMail News] Februar 2021

Guten Tag,

im zweiten Jahr der Pandemie flog das Weltwirtschaftsforum (WEF) unter dem Radar. Die internationale Konzern-Elite beriet diesmal online wie die Profit-Party langfristig weiter gehen könne. Forumsgründer Klaus Schwab hatte mit seinem Buch „Great Reset“ erneut einen reißerischen Titel vorgegeben. Bei allen Ambitionen trieb die Ultra-Reichen jedoch auch die Angst vor sozialen Unruhen um.

Der diesjährige Oxfam-Bericht belegte erschreckend eindrücklich, warum: Hunger und Flucht breiten sich seit Jahren weiter aus, allen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zum Hohn. Die wachsende Ungleichheit treibt die Welt in eine Sackgasse – beschleunigt durch das Virus der Ungleichheit.

Zugleich gerät der beginnende Klima-Kollaps aus dem Blick! Der jährliche Brief von BLACKROCK-CEO Larry Fink, des größten Finanz-Verwalters der Welt, brachte eine neue Phrase in die Chefetagen: „Net Zero by 2050″. Danach sollen künftig mehr – und keineswegs alle – Geldanlagen bis zum Jahr 2050 „Klimaneutral“ werden. Also in 30 Jahren! Eine Rettung wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben!

Ist dieser „Rettungsversuch“ überhaupt ernst gemeint? Oder ist der Vorschlag nichts als reines Marketing? Immerhin geht es bei BLACKROCK nicht um Millionen- oder Milliarden-Profite. Nein, es geht um verbrecherische Profitmacht in Billionenhöhe! Nicht die USA sind der mächtigste Staat der Welt, nein BLACKROCK toppt diese Macht inzwischen allemal. Und es geht darum, der ständig wachsenden zivilgesellschaftlichen Wut auf BLACKROCK etwas entgegenzusetzen. De facto ist „Net Zero by 2050“ Greenwashing pur.

Kritik und Widerstand gegen das Profitsystem ist immer konkret. Jedes Konzernverbrechen im Sinne der Profite hat Opfer und Akteure. ethecon benennt Ross und Reiter. Neues aus unseren konzernkritischen Kampagnen findest Du in diesen [ethecon eMail News]. Scrolle einfach runter.

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