Rückblick: Die ethecon Preisverleihungen 2020

Ein Kommentar von ethecon-Ehrenmitglied Konstantin Wecker bei der ethecon Preisverleihung 2020:

„Ich könnte kotzen. In Kenia und anderen afrikanischen Ländern werden europäische Autobatterien eingeschmolzen, um Blei zu gewinnen. Auch anderer Elektronikschrott wird dort verarbeitet. Die Gesundheit der Menschen, die in und um die Fabriken leben, wird durch das Blei und andere scheußliche Gifte ruiniert. Unter ihnen viele Kinder. Wir unterstützen den Kampf gegen diese Verbrechen, und in Europa/Nordamerika konzentrieren wir uns auf die dahinter stehenden Macht- und Profitinteressen. Es ist passend, dass der ultraleichte Jeff Bezos, Profiteur des endlosen Elektronikschrotts, am selben Tag mit dem Dead Planet Award an den Pranger gestellt wird!“

ethecon Ehrenmitglied Konstantin Wecker

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Vergiftetes Leben – Bhopals Kampf um Gesundheit und Gerechtigkeit

35 Jahre nach der größten Chemie-Katastrophe der Geschichte sind die Menschen im indischen Bhopal noch immer durch das verseuchte Grundwasser bedroht. In der selbstorganisierten Sambhavna Klinik finden sie Hilfe und medizinische Versorgung. Ehrenamtliche „Health-Worker“ besuchen Geschädigte, vermitteln medizinisches Wissen und legen Kranken-Akten an.

Im Vorfeld ihrer Ehrung mit dem ethecon Blue Planet Award 2019 berichtete Rachna Dhingra in mehreren europäischen Städten von der Lage in Bhopal. Gemeinsam mit Nousheen Khan, einer Überlebenden der Katastrophe von Bhopal, berichtete sie am 19.11.2019 in Düsseldorf vom andauernden politischen Kampf gegen den verantwortlichen Chemie-Konzern DOW CHEMICAL.

-> Zum Audiomitschnitt:

Aktuell schweben die oftmals lungenkranken Menschen von Bhopal abermals in Gefahr: Das Corona-Virus fordert hier besonders viele Opfer. Auch Rachna ist bereits an Covid-19 erkrankt, ist aber wieder wohl auf.

Unterstütze die Sambhavna Klinik mit einer Spende unter dem Spendenstichwort “Bhopal” an

Kontoinhaber ethecon
bei der EthikBank
IBAN DE58830944950003045536

Herzlichen Dank an unsere Partner*innen von den Mutbürgerdokus, Amnesty Düsseldorf und dem Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation.